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DB-Halbjahresbilanz 2026

1.000 Stellen weg, 147 Mio Gewinn: Was DB-Beschäftigte sagen

Veröffentlicht:  4. August 2026, 08:57
2 min
Zug mit roter Lokomotive fährt durch einen großen Bahnhof mit vielen Oberleitungen bei Sonnenuntergang

147 Millionen Euro Gewinn: Deutschlands bundeseigener Bahnkonzern schreibt im ersten Halbjahr 2026 erstmals seit sieben Jahren wieder schwarze Zahlen. Im Ergebnis stecken auch Kostensenkungen und Personalabbau – rund 1.000 von 3.500 Stellen in der Konzernleitung fallen weg. Und ausgerechnet die Jobsicherheit loben Beschäftigte der DB auf kununu besonders häufig.

Ein Ergebnissprung von 907 Millionen Euro

Vor einem Jahr stand ein Minus von 760 Millionen Euro, jetzt ein Plus von 147 Millionen. Über 960 Millionen Reisende nutzten die Züge, rund 17 Millionen mehr als im Vorjahr, vor allem, weil hohe Spritpreise Pendler:innen vom Auto in den Nahverkehr trieben. Zugleich flossen 8,7 Milliarden Euro in Investitionen, ein DB-Rekord.

Zum ersten Mal seit sieben Jahren schreibt unser Eisenbahngeschäft unterm Strich wieder schwarze Zahlen: ein Erfolg

Der Gewinn trägt die Handschrift des Umbaus

Die Gründe nennt die Bahn selbst: bessere operative Entwicklung, erste Kostensenkungen, Personalabbau in Konzernleitung und internen Dienstleistern. Unter der Strategie „DB 2035“ sinkt allein dort die Zahl der Stellen von rund 3.500 auf 2.500 – bis zu 500 Millionen Euro Ersparnis pro Jahr. Der Abbau läuft schneller als geplant: Die Ziele für 2028 sind bereits zu rund 30 Prozent erfüllt.

Im selben Zeitraum haben Beschäftigte ihren Arbeitgeber auf kununu bewertet – etwas besser als ein Jahr zuvor:

  • Durchschnittsbewertung: 3,66 von 5 Sterne, zuvor 2025 3,64 Sterne
  • Empfehlungsrate: 73,2 Prozent, das Jahr zuvor 72,2 Prozent
  • Bewertungsvolumen: 848 Bewertungen, zuvor 1.056
  • Gelobt: Rahmenbedingungen, Teamzusammenhalt, Jobsicherheit, flexible Arbeitsmodelle
  • Kritisiert: Arbeitsorganisation, Führung, Kommunikation, Anerkennung

Jobsicherheit als Stärke, Führung als Reibungspunkt

Bemerkenswert: Mitten im Konzernumbau taucht Jobsicherheit wiederkehrend als Pluspunkt in den Bwertungen auf. Der Abbau trifft bislang die Zentrale und interne Dienstleister – nicht den Betrieb auf Schiene und Bahnsteig, wo die große Mehrheit arbeitet. Die Kritik zielt dafür auf die Bereiche, die ein Umbau zuerst belastet.

Die Bilanz ist schwarz, die Stimmung leicht besser als vor einem Jahr, aber der Sparkurs, der beides trägt, hat die operative Ebene noch nicht erreicht. Ob die Jobsicherheit auf der Habenseite bleibt, entscheidet sich erst, wenn der Umbau aus dem Bahntower in die Betriebe rückt.