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KI-Test

Gehörst du zu den 9 Prozent, die KI-Videos erkennen?

von Dunja R.
Veröffentlicht:  16. Juni 2026, 07:45
2 min
Nahaufnahme eines hellblauen Auges mit deutlich sichtbaren Wimpern und Lichtreflexen, teilweise von Schatten über dem Gesicht umgeben.

1.043 Menschen sollten KI-Videos von echten unterscheiden. Nur 9,5 Prozent schafften es. Das KI-Unternehmen Runway hat diese Ergebnisse schon 2025 veröffentlicht und seitdem ist die Technologie nur noch besser geworden.

Der Aufbau des Experiments

  • Runway hat dieses Experiment im Januar 2025 mit 1.043 Teilnehmer:innen durchgeführt.
  • Zwei Videos mit gleicher Startframe und fünf Sekunden lang.
  • Eines wurde mit einer Kamera aufgenommen, das andere von KI generiert.
  • Die Aufgabe: das echte erkennen.
  • Jede Person bekam 20 Videopaare zu sehen, zufällig gemischt und ohne Hinweise.
  • Die durchschnittliche Trefferquote lag am Ende bei 57,1 Prozent.
  • Zum Vergleich: Pures Raten wäre 50.

Erkennung nur so hoch wie eine Zufallsquote

Runway nutzte für die Studie sein Modell Gen-4.5 und generierte Videos direkt aus dem ersten Frame echter Aufnahmen. Kein Nachbearbeiten, keine Auswahl der überzeugendsten Ergebnisse. Jeder Clip wurde einmal erstellt und unverändert verwendet.

Die Erkennungsrate variierte je nach Inhalt deutlich. Bei menschlichen Gesichtern, Händen und Körperbewegungen lag sie zwischen 58 und 65 Prozent, also moderat über dem Zufall. Bei Tieren und Architektur rutschte sie unter 50 Prozent: Teilnehmer hielten KI-generierte Clips in diesen Kategorien häufiger für echt als die echten Aufnahmen.

Der Originaltest zum Ausprobieren

Runway hat den Test öffentlich zugänglich gemacht für alle, die wissen möchten, wie gut sie selbst abschneiden.

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Was dieser Test über die Zukunft der Arbeit verrät

Runway zieht aus den Ergebnissen eine klare Schlussfolgerung: Erkennung allein ist keine tragfähige Strategie mehr, wenn neun von zehn Menschen synthetisches von echtem Material nicht zuverlässig trennen können. Das Unternehmen setzt auf den offenen Metadatenstandard C2PA, der KI-generierten Inhalten einen digitalen Herkunftsnachweis mitgibt. Ob sich solche Standards flächendeckend durchsetzen werden, bleibt offen.

Was sich bereits abzeichnet: Wer in Medien, Marketing oder Kreativwirtschaft arbeitet, wird zunehmend mit synthetischem Material konfrontiert. Ob als Produzent, als Prüfer, als Konsument: KI-Kompetenz entwickelt sich dabei von einer Zusatzqualifikation zur Grundanforderung.

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