Bewerbungstipps
„Hiermit bewerbe ich mich…“: Diese Floskel sollten Bewerber besser vermeiden
15 Sekunden, mehr Zeit nimmt sich ein:e Personaler:in im Schnitt für ein Anschreiben nicht. In dieser kurzen Zeit entscheidet sich, ob eine Bewerbung überhaupt gelesen wird. Und ausgerechnet der erste Satz ist bei vielen Bewerbungen austauschbar: „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als…“. Da Personaler:innen diese Formulierung hunderte Male pro Tag lesen, stechen Bewerber:innen heraus, die diese nicht nutzen.
Der Fehler: Der erste Satz sagt nichts Neues
Ein Standardsatz wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ wiederholt nur das, was ohnehin auf dem Anschreiben steht: die Stellenbezeichnung. Für Personaler:innen bringt das keinen Mehrwert, es kostet nur Zeit. Besser wirkt ein erster Satz, der sofort einen konkreten Bezug zur Stelle oder zum Unternehmen herstellt, etwa zu aktuellen Entwicklungen im Unternehmen oder zu einem eigenen Erlebnis mit der Marke.
Drei Vorher-Nachher-Beispiele
Drei typische Einstiege und wie sie mit konkretem Stellenbezug funktionieren:
Was bei jedem Jobtyp funktioniert
Nicht jede Branche verträgt denselben Ton. Ein kreativer Einstieg passt eher zu Start-ups oder Agenturen, während Behörden und klassische Konzerne oft einen sachlicheren, aber trotzdem konkreten Bezug bevorzugen. Entscheidend ist weniger die Kreativität als die Konkretheit: ein Satz, der ohne den Namen der Stelle nicht auf jede andere Bewerbung passen würde.
Die Recruiter-Perspektive
Für Personaler:innen zählt am Ende, ob der erste Satz Interesse oder Ernüchterung auslöst. Ein generischer Einstieg signalisiert Routine-Bewerbung, ein konkreter Bezug signalisiert echtes Interesse an genau dieser Stelle. Bei Hunderten Bewerbungen auf eine Ausschreibung ist das oft der Unterschied zwischen Papierkorb und zweiter Seite.