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Person mit Brille und Mitarbeiterausweis sitzt konzentriert vor mehreren Computerbildschirmen in einem dunkel beleuchteten Büro.

Quereinstieg in die IT: So gelingt es dir – mit Spitzengehalt

In der IT-Branche ist ein klassisches Informatikstudium längst keine Voraussetzung mehr. Laut Bitkom-Studien besetzen Quereinsteiger:innen und Personen ohne Hochschulabschluss einen Großteil der offenen Stellen. Ob als IT-Supporter:in, Softwareentwickler:in oder Data Analyst:in – Unternehmen suchen händeringend nach Talenten, die mit Skills und einem aussagekräftigen Portfolio überzeugen.

Der Einstieg gelingt dabei über verschiedene Wege: von staatlich geförderten Umschulungen via Bildungsgutschein bis hin zu privaten Bootcamps. Auch mit 40 oder 50 Jahren stehen die Chancen gut, da Berufserfahrung und Zuverlässigkeit in der IT hoch im Kurs stehen. Neben attraktiven Gehaltsaussichten lockt die Branche mit modernen Standards wie Homeoffice und flachen Hierarchien. Wichtig für die Gehaltsverhandlung: Unterschätze deinen Marktwert nicht. Bereite dich gründlich vor und lass deine Fähigkeiten für dich sprechen – egal, wie du sie erworben hast. Dein neuer Karriereweg in der IT wartet!

Die IT ist eine der Branchen, in denen ein Quereinstieg ausdrücklich erwünscht ist. Statt eines Studienabschlusses zählen deine Skills – und diese kannst du dir auch selber beigebracht haben. Wie du in der Branche durchstarten kannst und welche Gehaltsaussichten auf dich warten, kannst du hier nachlesen.

Quereinstieg in die IT: Ein Informatik-Studium ist längst keine Pflicht mehr

In kaum einer anderen Branche zählt so sehr, was du kannst, statt was auf deinem Zeugnis steht. Viele Unternehmen – gerade im Mittelstand, wo der Personalmangel groß ist – interessieren sich weniger für deinen Studienabschluss als für ein funktionierendes GitHub-Repository, eine selbst gebaute Website oder einen Nachweis über abgeschlossene IT-Projekte.

All das kannst du leider nicht vorweisen? Einige alternative Wege führen Quereinsteiger:innen ohne besondere IT-Vorerfahrung zum Ziel. Da wäre beispielsweise eine geförderte Umschulung über den Bildungsgutschein bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger. Ein privates Bootcamp mit Fokus auf Webentwicklung oder Data Analytics oder eine klassische IHK-Umschulung zur:zum Fachinformatiker:in über die sogenannte Externenprüfung können dir den Einstieg in die Branche ebenfalls ebnen. Welcher Weg zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie schnell du einsteigen möchtest und wie viel Geld du für deine Ausbildung investieren willst.

Nur ein Viertel der IT-Beschäftigten haben Informatikabschluss

Laut einer aktuellen Bitkom-Studie zum IT-Arbeitsmarkt hatte von allen Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten eine IT-Stelle in Deutschland angetreten haben, nur ein gutes Viertel einen einschlägigen Hochschulabschluss.

Dagegen kamen 37 Prozent über eine duale IT-Berufsausbildung wie Fachinformatik in den Job und immerhin zehn Prozent haben ein IT-Studium sogar ganz ohne Abschluss verlassen und trotzdem den Einstieg geschafft.

Diese drei IT-Berufe eignen sich besonders für den Quereinstieg

Drei Jobs stechen in der IT für Quereinsteiger:innen heraus, weil Unternehmen dort seit Jahren gezielt auch außerhalb klassischer IT-Lebensläufe Personal suchen. Schau gleich, ob einer – oder gleich mehrere – davon zu dir, deinen Interessen und Fähigkeiten passt.

IT Supporter:in

Als IT Supporter:in im First oder Second Level bist du die erste Anlaufstelle für deine Kolleg:innen. Sie kommen zu dir, wenn ihr PC streikt oder sie bestimmte Software nicht korrekt verwenden können. Zumeist handelt es sich um für IT-versierte Menschen leicht lösbare Probleme. Genau deshalb ist dieser Bereich der mit Abstand zugänglichste Einstieg in die IT. Dein Arbeitgeber bildet dich on the Job weiter und du ergänzt deine Skills zum Beispiel durch Zertifikatskurse zu Ticketsystemen, Netzwerkgrundlagen oder individueller Unternehmenssoftware.

Im IT Support liegt dein Gehalt in Deutschland zwischen 29.900 € und 69.700 €, im Durchschnitt verdienst du 45.800 €. Damit zählt der Bereich zu den zugänglichsten Einstiegen in die Branche überhaupt, mit entsprechend moderaterem Einstiegsgehalt im Vergleich zu spezialisierteren IT-Rollen.

Softwarentwickler:in

In der Web- oder Softwareentwicklung findest du einen der leichtesten Quereinstiegsmöglichkeiten überhaupt. Intensive Bootcamps bringen deine Skills schon in drei bis sechs Monaten auf ein bewerbungsfähiges Niveau. Der Fokus wird häufig auf Frontend-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript gesetzt. Egal, ob du nun ein Bootcamp besucht hast oder nicht: Am Ende zählt im Vergleich zur Konkurrenz vor allem dein Portfolio. Ein paar überzeugende eigene Projekte wiegen bei vielen Arbeitgebern schwerer als ein fehlender Studienabschluss.

Zwischen 43.500 € und 93.000 € bewegt sich das Gehalt von Entwickler:innen in Deutschland, im Schnitt sind es 60.900 €. Wie nah du dabei ans obere Ende der Spanne kommst, hängt oft weniger vom Abschluss als von deinem Portfolio und deiner gewählten Spezialisierung ab.

Data Analyst:in

Arbeitest du strukturiert, kannst logisch denken und kennst dich mit Excel oder Statistik-Tools gut aus? Dann könnte der Beruf des:der Data Analyst:in gut zu dir passen. Als Data Analyst:in bereitest du Unternehmensdaten so auf, dass daraus fundierte Entscheidungen abgeleitet werden können. Der Quereinstieg gelingt oft über spezialisierte Kurse zu Tools wie SQL, Power BI oder Python. Ein abgeschlossenes IT-Studium ist selten die Voraussetzung. Wichtig ist, dass du mit Zahlen gut umgehen und Zusammenhänge zwischen Datensets erkennen kannst.

Data Analyst:innen verdienen laut Angaben der kununu User:innen zwischen 41.300 € und 88.500 €. Das jährliche Durchschnittsgehalt liegt bei 58.000 €.

Finanzielles: Was dich dein Umstieg in die IT wirklich kostet

Finanziell musst du für den Wechsel in die IT nicht zwingend tief in die Tasche greifen. Läuft deine Weiterbildung über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit bei einem AZAV-zertifizierten Anbieter, entstehen dir in der Regel keine Kursgebühren. Deinen Lebensunterhalt sicherst du währenddessen einfach mit deinem fortlaufenden Arbeitslosengeld oder eine vergleichbare Leistung.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, sich für eine private IT-Akademie oder ein sogenanntes Bootcamp zu entscheiden. Hierbei bewegen sich die Preise zwischen 5.000 und 15.000 Euro für Programme von drei bis sechs Monaten. Manche Anbieter erlauben inzwischen auch sogenannte Income Share Agreements an, bei denen du erst nach deinem Jobantritt einen Anteil deines Gehalts zurückzahlst.

Quereinstieg in die IT: Auch mit 40 oder 50 Jahren noch ein realistischer Weg

Ein Vorurteil hält sich hartnäckig: Der Umstieg in die IT gelinge nur jungen Menschen. Das ist glücklicherweise falsch. Tatsächlich richten sich gerade Rollen im IT-Support, Projektmanagement oder in der Qualitätssicherung auch an Bewerber:innen mit mehr fachfremder Berufserfahrung und einem höheren Alter.

Deine Zuverlässigkeit, Kommunikationsstärke und Erfahrung aus dem bisherigen Berufsleben zählen genauso viel wie technisches Können. Natürlich solltest du aber bereit sein, dir gewisse Kompetenzen anzueignen oder dich im Zuge deines Quereinstiegs weiterzubilden.

Gehaltsverhandlung: So holst du als IT-Quereinsteiger:in möglichst viel heraus

Verdiene ich 50.000 Euro brutto im Jahr oder doch nur 40.000 Euro? Der eigene Marktwert wird schnell unterschätzt. Das gilt insbesondere beim Wechsel aus einer anderen Branche.

In einem stark umkämpften Sektor wie der IT solltest du nicht mit der Haltung ins Bewerbungsgespräch gehen, dass du erst einmal deine Eignung beweisen musst. Deine Skills haben ihren Preis und es ist ganz egal, auf welchem Weg du diese erworben hast.

Der wichtigste Tipp für die Gehaltsverhandlung in der IT ist also wie in jeder Branche: Bereite dich gründlich darauf vor. Recherchiere beispielsweise Gehaltsspannen für deine Zielposition, sammle konkrete Projekte oder Zertifikate als Nachweis für deine Fähigkeiten und überlege genau, welches Gehalt dich langfristig zufrieden stellen könnte. Wie du herausfindest, welches Gehalt für deine Position überhaupt realistisch ist, liest du beispielsweise in unserem Artikel zur Gehaltsverhandlung von Berufseinsteiger:innen.

Der Wechsel in die IT lohnt sich nicht nur finanziell

Bitkom fand in seiner Studie zum IT-Arbeitsmarkt heraus, dass etwas mehr als ein Viertel der in den vergangenen zwölf Monaten besetzten IT-Jobs an Menschen ohne einschlägigen Hochschulabschluss gingen. Auf den klassischen Quereinstieg entfielen dafür 27 Prozent aller neu besetzten Stellen.

Warum ein Wechsel in die IT so spannend ist? Weil die Branche auch abseits vom Gehalt einiges zu bieten hat! Homeoffice gehört in der IT zum Beispiel längst zum Standard. Laut Destatis arbeiteten 2025 rund drei von vier Beschäftigten in IT-Dienstleistungen zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Tatsächlich kommt kein anderer Bereich nur annähernd an diesen Wert heran. Dazu kommen oft flache Hierarchien und Teams, in denen dein fachliches Können wirklich zählt.

Falls du jetzt überzeugt bist, fehlt dir wahrscheinlich nur noch der richtige Arbeitgeber. Die besten Arbeitgeber der Branche IT findest du in unserem kununu Ranking.

Häufige Fragen zum Quereinstieg in die IT

Um als Quereinsteiger:in in die IT zu gehen, brauchst du nicht unbedingt ein Studium. Positionen im IT-Support oder in der Webentwicklung lassen sich auch über Bootcamps, geförderte Umschulungen oder Eigenstudium mit einem überzeugenden Portfolio erreichen. Zumindest ein fachfremdes Studium ist jedoch generell gern gesehen.

Über den Bildungsgutschein finanziert die Agentur für Arbeit zahlreiche IT-Weiterbildungen bei zertifizierten Trägern. Normalerweise entstehen dir dann keine Kursgebühren.

Allgemeine Berufserfahrung und Zuverlässigkeit sind gefragte Eigenschaften, die Quereinsteiger:innen jeden Alters in der IT mitbringen sollten. Bist du außerdem offen, Neues zu lernen, bist du auch mit 40 oder 50 Jahren in der IT willkommen.Der eigene Marktwert wird schnell unterschätzt, besonders beim Wechsel aus einer anderen Branche. Viele Quereinsteiger:innen gehen mit der Haltung ins Bewerbungsgespräch, erst einmal beweisen zu müssen, dass sie überhaupt geeignet sind, und verzichten deshalb auf eine echte Gehaltsverhandlung. Dabei zählt in der IT vor allem, was du tatsächlich kannst, unabhängig davon, auf welchem Weg du dorthin gekommen bist. Bereite dich also genauso gründlich vor wie jede andere Bewerberin oder jeder andere Bewerber. Recherchiere Gehaltsspannen für deine Zielposition, sammle konkrete Projekte oder Zertifikate als Beleg für deine Fähigkeiten und leg dir eine realistische Gehaltsvorstellung zurecht, bevor du ins Gespräch gehst. Auch als Berufseinsteiger:in giltst du dabei nicht automatisch als Verhandlungsschwäche, im Gegenteil: Wer gut vorbereitet auftritt, zeigt schon vor dem eigentlichen Jobstart Professionalität. Wie du dabei am besten vorgehst und was du als Quereinsteiger:in konkret fordern kannst, liest du in unseren Artikeln

Die Zahlen sprechen für sich. Laut der aktuellen Bitkom-Studie ging etwas mehr als ein Viertel der in den vergangenen zwölf Monaten besetzten IT-Jobs an Menschen ohne einschlägigen Hochschulabschluss, dafür mit dualer IT-Berufsausbildung, während der größte Umweg über den klassischen Quereinstieg führte, auf den 27 Prozent aller neu besetzten Stellen entfielen. Diese Zahlen von Bitkom Research zeigen deutlich, der Weg in die IT-Branche führt längst nicht mehr nur über ein Informatik-Studium. Manche Quereinsteiger:innen kommen aus völlig fachfremden Branchen, andere haben erst mit 35 oder 45 Jahren umgesattelt. Was sie eint, ist meistens eine Mischung aus Neugier, Lernbereitschaft und dem Mut, sich auf etwas Neues einzulassen. Genau diese Eigenschaften wiegen in der IT häufig schwerer als ein Abschlusszeugnis.

Auch abseits vom Gehalt hat die Branche einiges zu bieten. Homeoffice gehört in der IT längst zum Standard statt zur Ausnahme: Laut Destatis arbeiteten 2025 rund drei von vier Beschäftigten in IT-Dienstleistungen zumindest gelegentlich von zu Hause aus, kein anderer Wirtschaftszweig kommt auch nur annähernd an diesen Wert heran. Dazu kommen oft flache Hierarchien, ein hohes Weiterbildungsbudget und Teams, in denen fachliches Können mehr zählt als Titel oder Dienstjahre. Wer aus einer starren Bürowelt kommt, empfindet gerade diese Flexibilität häufig als größten Gewinn des Wechsels, manchmal sogar noch vor dem Gehaltssprung. Trau dich also ruhig, den ersten Schritt zu machen. Mit der richtigen Weiterbildung, etwas Geduld und einem soliden Portfolio steht deinem Quereinstieg wenig im Weg.

Die Zahlen sprechen für sich. Laut der aktuellen Bitkom-Studie ging etwas mehr als ein Viertel der in den vergangenen zwölf Monaten besetzten IT-Jobs an Menschen ohne einschlägigen Hochschulabschluss, dafür mit dualer IT-Berufsausbildung, während der größte Umweg über den klassischen Quereinstieg führte, auf den 27 Prozent aller neu besetzten Stellen entfielen. Diese Zahlen von Bitkom Research zeigen deutlich, der Weg in die IT-Branche führt längst nicht mehr nur über ein Informatik-Studium. Manche Quereinsteiger:innen kommen aus völlig fachfremden Branchen, andere haben erst mit 35 oder 45 Jahren umgesattelt. Was sie eint, ist meistens eine Mischung aus Neugier, Lernbereitschaft und dem Mut, sich auf etwas Neues einzulassen. Genau diese Eigenschaften wiegen in der IT häufig schwerer als ein Abschlusszeugnis.

Auch abseits vom Gehalt hat die Branche einiges zu bieten. Homeoffice gehört in der IT längst zum Standard statt zur Ausnahme: Laut Destatis arbeiteten 2025 rund drei von vier Beschäftigten in IT-Dienstleistungen zumindest gelegentlich von zu Hause aus, kein anderer Wirtschaftszweig kommt auch nur annähernd an diesen Wert heran. Dazu kommen oft flache Hierarchien, ein hohes Weiterbildungsbudget und Teams, in denen fachliches Können mehr zählt als Titel oder Dienstjahre. Wer aus einer starren Bürowelt kommt, empfindet gerade diese Flexibilität häufig als größten Gewinn des Wechsels, manchmal sogar noch vor dem Gehaltssprung. Trau dich also ruhig, den ersten Schritt zu machen. Mit der richtigen Weiterbildung, etwas Geduld und einem soliden Portfolio steht deinem Quereinstieg wenig im Weg.