Mehr Geld im Ruhestand
Mehr Rente? Diese 5 Möglichkeiten kennen die wenigsten kurz vor dem Ruhestand
Rente aufbessern kurz vor Schluss? Geht! Die letzten Arbeitsjahre sind entscheidend. Check deine Rentenauskunft – ab 55 kommt sie automatisch. Mehr Gehalt pusht deine Rente, Teilzeit eher nicht. Sonderzahlungen ab 50 gleichen Abschläge aus und sind steuerlich absetzbar. Lücken füllst du mit freiwilligen Beiträgen. Länger arbeiten bringt extra Zuschläge. Ab 2026: 2.000 Euro Aktivrente steuerfrei! Schnell sein lohnt: Rentenpunkte werden teurer. Fordere eine besondere Rentenauskunft an und nutze die dreimonatige Frist zur Einzahlung. Kostenlose Beratung gibt's bei der Rentenversicherung.
Viele denken, an der schmächtigen Rente lässt sich kurz vor dem Eintrittsalter nicht mehr viel drehen. Aber gerade die letzten Arbeitsjahre entscheiden in Deutschland oft darüber, ob du im Ruhestand entspannt lebst oder jeden Euro zweimal umdrehen musst. Wir haben sieben Tipps für dich, wie du deine Rente noch aufstocken kannst.
Erst mal Kassensturz: Wo stehst du überhaupt?
Ab 55 schickt dir die Deutsche Rentenversicherung automatisch alle drei Jahre eine ausführliche Rentenauskunft. Darin steht, wie viele Entgeltpunkte du gesammelt hast und wie hoch deine Rente voraussichtlich ausfällt.
Du kannst die Auskunft auch jederzeit selbst anfordern. Falls du deine Rentensituation nicht kennst, solltest du das unbedingt tun, denn sonst tappst du komplett im Dunkeln.
Mehr Gehalt heißt mehr Rentenpunkte
Jeder Euro mehr auf dem Gehaltszettel wirkt sich direkt auf deine späteren Rente aus. Auch Boni und Überstundenvergütung fließen in die Berechnung ein. Falls deine Gehaltsverhandlung schon eine Weile her ist, wird es also höchste Zeit.
Gleichzeitig bedeutet Teilzeit weniger Rentenpunkte. Wenn deine Rente eher knapp ist, solltest du es dir doppelt gut überlegen, ob du deine Stunden reduzierst.
Fünf Stellschrauben, die kaum jemand nutzt
- Sonderzahlungen ab 50: Du kannst drohende Rentenabschläge bei der Rentenversicherung selbst ausgleichen. Ein Rentenpunkt kostet 2026 rund 9.662 Euro, die Zahlungen lassen sich steuerlich absetzen.
- Zahlungen aufteilen: Wer über mehrere Jahre einzahlt, schöpft die steuerlichen Höchstbeträge besser aus.
- Freiwillige Beiträge: Gab es Zeiten, in denen du nicht in die Rentenversicherung eingezahlt hast? Du kannst Lücken mit freiwilligen Einzahlungen (zwischen 112 und 1.571 Euro pro Monat) schließen.
Wichtig: Wer noch für das vergangene Jahr nachzahlen will, muss das bis zum 31. März erledigen. - Länger arbeiten: Jedes Jahr, das du über die Regelaltersgrenze hinaus arbeitest, bringt dir 6 Prozent Rentenzuschlag. Außerdem sammelst du zusätzliche Punkte aus dem laufenden Gehalt.
5.: Tipp: Steuerfreie Aktivrente
In Deutschland ist es jetzt noch attraktiver, ein paar Jahre länger zu arbeiten: Seit Januar 2026 kannst du bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei dazuverdienen, sobald du die Regelaltersgrenze erreicht hast.
Je schneller du handelst, desto besser
Ein Rentenpunkt kostet jedes Jahr etwas mehr, weil die Löhne in Deutschland steigen. 2025 lag der Preis noch bei 9.392 Euro, 2026 sind es schon 9.662 Euro. Wer Abschläge ausgleichen oder freiwillig einzahlen will, profitiert also davon, das möglichst früh zu tun.
Fordere so schnell es geht eine sogenannte besondere Rentenauskunft an. Ab dem Moment, in dem du sie erhältst, hast du drei Monate Zeit, zum dort genannten Preis einzuzahlen.
Außerdem kannst du eine kostenlose Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch nehmen: Das ist meistens ein guter Einstieg, um die richtige Strategie zu entwickeln.