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Mehr als ein Gehaltsstreit

Jetzt streikt die Kabine: Flugbegleiter:innen legen am 15. und 16. April die Arbeit nieder

Letztes Update:  16. April 2026, 09:41
2 min
Leere Abflughalle eines Flughafens mit Check-in-Schaltern und Rolltreppen, kaum Menschen sind zu sehen

Nach den Pilot:innen steht bei Lufthansa nun die nächste Berufsgruppe still: Die Flugbegleiter:innen haben zu einem zweitägigen Streik vom 15. bis 16. April 2026 aufgerufen. Tausende Flüge fallen aus, Drehkreuze wie Frankfurt und München sind massiv betroffen. Für Reisende bedeutet das vor allem eines: Chaos.

Warum jetzt die Kabine streikt

Der aktuelle Streik der Flugbegleiter:innen kommt nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es mehrere Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa gegeben, auch das Kabinenpersonal hatte Anfang April schon einmal gestreikt. Zuvor hatten Pilot:innen diese Woche mit Streiks Druck gemacht. Jetzt zieht die Kabine erneut nach.

Im Kern geht es um mehr als nur Gehalt:

  • Unsicherheit durch Umstrukturierungen im Konzern
  • Diskussionen rund um einen Sozialtarifvertrag
  • Arbeitsbedingungen und steigende Belastung im Alltag
Leere Sitzreihe in einem Flugzeug mit Bildschirmen an den Rückenlehnen und Blick aus dem Fenster.
Für viele steht weniger das Gehalt als die Jobsicherheit im Fokus.

Große Unterschiede innerhalb einer Airline

Ein Blick auf die Gehälter zeigt, wie unterschiedlich die Realität innerhalb der Lufthansa ist.

Flugbegleiter:innen kommen im Schnitt auf etwa 41.900 € brutto jährlich

Pilot:innen verdienen im Schnitt rund 108.200 € brutto pro Jahr

Zwei Berufsgruppen, ein Unternehmen, aber völlig unterschiedliche Ausgangslagen.

Während es bei den Pilot:innen zuletzt stark um Themen wie Altersvorsorge ging, stehen bei den Flugbegleiter:innen eher Existenzfragen im Raum. Genau diese Ungleichheit sorgt für zusätzlichen Druck im aktuellen Tarifkonflikt.

Wer zahlt den Preis?

Wie schon bei den Streiks der Pilot:innen sind es am Ende vor allem die Passagiere, die die Auswirkungen direkt spüren:

  • gestrichene Flüge
  • kurzfristige Umbuchungen
  • volle Flughäfen und lange Wartezeiten

Der wirtschaftliche Schaden für die Airline ist ebenfalls erheblich, doch der Druck gehört für beide Seiten zum Verhandlungsspiel dazu.