Aktuelle Gesundheitspolitik
Krankenkasse 2027: Gutverdienende sollen künftig mehr einzahlen – wen das trifft und was geplant ist
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will das deutsche Gesundheitssystem sanieren und Gutverdienende sollen dabei einen größeren Teil der Last tragen. Ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, sieht laut ARD vor, die Beitragsbemessungsgrenze 2027 zusätzlich anzuheben. Was das bedeutet und welche Jobs betroffen wären.
Ein Milliardenloch zwingt zum Handeln
Die gesetzlichen Krankenkassen stehen unter massivem finanziellen Druck. Steigende Ausgaben für Krankenhäuser, Medikamente und ärztliche Leistungen haben ein Milliardenloch hinterlassen. Nina Warken (CDU) hat deshalb ein umfassendes Sparpaket angekündigt, das die Kassen um knapp 20 Milliarden Euro entlasten soll, ohne dass die Beiträge für die breite Masse der Versicherten weiter steigen.
Eine der geplanten Maßnahmen: Gutverdienende sollen ab 2027 auf einen etwas größeren Teil ihres Einkommens Beiträge zahlen.
Was der Referentenentwurf konkret vorsieht
Aktuell liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei rund 5.812 Euro brutto im Monat, alles, was darüber liegt, ist bisher beitragsfrei.
Laut Referentenentwurf soll sich das 2027 ändern:
- Die Grenze soll einmalig um rund 300 Euro zusätzlich zur regulären jährlichen Anpassung steigen
- Arbeitgeber und Arbeitnehmer:innen würden dadurch je 1,2 Milliarden Euro mehr einzahlen, die Beiträge werden hälftig geteilt
- Wichtig: Es handelt sich noch um einen Referentenentwurf, kein beschlossenes Gesetz. Bis zur finalen Umsetzung kann sich noch einiges ändern
Was das konkret im Geldbeutel bedeuten würde
Sollte der Entwurf so beschlossen werden, kämen auf Gutverdienende folgende Mehrkosten zu:
- Rund 50–55 Euro mehr pro Monat bei einem Gesamtbeitragssatz von ca. 17–18 Prozent
- Das macht bis zu 660 Euro im Jahr zusätzlich
- Auch Arbeitgeber tragen diesen Anteil hälftig mit – was die ohnehin schon hohen Lohnnebenkosten weiter in die Höhe treibt
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Ab diesem Gehalt könnte es 2027 teurer werden
Die geplante Anhebung klingt nach einer Nische, trifft aber mehr Menschen als man denkt. Wer dauerhaft mehr als rund 5.800 Euro brutto im Monat verdient, liegt im betroffenen Bereich.
Laut kununu-Gehaltscheck 2026 sind das zum Beispiel: