Bekannte Gehälter
Galls Millionen-Wechsel zu Lidl-Trek: So viel verdient er
Rund drei Millionen Euro pro Jahr ab 2027 bei Lidl-Trek: Felix Galls Millionen-Wechsel steht kurz bevor. Aktuell kämpft der Osttiroler in der Schluss-Woche der Vuelta a España um sein Grand-Tour-Podest – nach dem Zeitfahren am Donnerstag rutschte er hinter Primož Roglič auf Rang 3 zurück. Nach dem Sturz von Tadej Pogačar auf der 8. Etappe ist das Rennen dort neu offen.
Der spektakulärste Radsport-Transfer des Jahres
Nach seinem zweiten Gesamtrang beim Giro d’Italia 2026 gilt Gall längst als einer der besten Rundfahrer der Welt. Auch bei der Vuelta a España fährt er in der Spitzengruppe mit, obwohl er seinen wichtigsten Edelhelfer Gregor Mühlberger nach einem Sturz auf Etappe 14 verlor. Sein Vertrag bei Decathlon läuft Ende 2026 aus, der Wechsel zu Lidl-Trek ist bereits so gut wie fix. Gall könnte dabei mit rund drei Millionen Euro Jahresgehalt rechnen, wobei auch Mühlberger mit ins neue Team wechseln soll.
Ein durchschnittlicher Radprofi verdient eine halbe Million im Schnitt
Konkrete Vertragszahlen bleiben im Radsport meist Verhandlungssache, denn Teams müssen ihre Gehälter nicht offenlegen. Dennoch lässt sich ein grobes Bild zeichnen:
- Die rund 550 Fahrer:innen der WorldTour-Teams verdienen im Schnitt etwa 500.000 Euro pro Jahr.
- Zehn bis 20 Prozent der Profis kommen auf mehr als eine Million Euro.
- Superstars wie Tadej Pogačar kassieren kolportiert bis zu acht Millionen Euro jährlich, Jonas Vingegaard oder Mathieu van der Poel liegen bei rund fünf Millionen.
Gall selbst würde mit einem Gehalt von bis zu drei Millionen Euro deutlich über dem Durchschnitt liegen, ohne in die Sphären der ganz großen Stars vorzustoßen.

Millionen gegen Durchschnittsgehalt: So groß ist der Abstand
Ein Vergleich mit dem heimischen Arbeitsmarkt macht die Dimension greifbar. Laut aktuellen kununu Daten, basierend auf 510.622 Gehaltsangaben, liegt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Österreich bei rund 49.400 Euro.
Rechnet man Galls kolportiertes Jahresgehalt von drei Millionen Euro auf den Tag herunter, kommt er auf etwa 8.200 Euro pro Kalendertag. Das bedeutet: Innerhalb von weniger als sechs Tagen würde Gall so viel verdienen, wie ein durchschnittlicher Arbeitnehmer oder eine durchschnittliche Arbeitnehmerin in Österreich in einem ganzen Jahr. Gemessen am Jahresgehalt entspricht das rund dem 61-fachen des österreichischen Durchschnittsgehalts.
Zwischen Sponsorenwelt und Podestträumen
Dass Gehälter wie diese möglich sind, hat auch mit der veränderten Struktur des Radsports zu tun. Rennstall-Budgets sind seit 2021 um rund 75 Prozent gestiegen, angetrieben von Konzernen wie Lidl, die zunehmend selbst als Teameigentümer auftreten. Rund drei Viertel der Teambudgets fließen mittlerweile ins Personal.
Für Gall bedeutet der Wechsel nicht nur finanziell einen großen Schritt, sondern auch sportlich eine neue Rolle: Bei Lidl-Trek soll er als Kapitän um Podestplätze bei Grand Tours mitfahren, während sein bisheriges Team Decathlon bei der Tour de France künftig auf einen anderen Fahrer setzt. Ob es am Ende tatsächlich drei Millionen Euro werden, ist offiziell nicht bestätigt – viel weniger wird es jedoch nicht werden.