Mutter und Kind vor bunter Wand

Diese Stärken bringen nur berufstätige Eltern in den Arbeitsalltag mit

Zwischen Kind und Karriere, vom Meeting zum Elternabend – Der Alltag als berufstätiger Elternteil ist nicht immer einfach. Das liegt aber vor allem daran, dass überholte Vorurteile und Klischees arbeitenden Müttern und Vätern immer noch das Leben schwer machen. Dabei bringen Eltern ganz besondere Stärken mit in den Job. Wir verraten dir deshalb, warum die Arbeitswelt mehr auf berufstätige Eltern setzen sollte.

Neue Skills als Key to Success

Eine Umfrage der Femibion MumPlus unter 500 berufstätigen Müttern, zeigt: 72 Prozent der Befragten sehen ihre als Mutter erworbenen Kompetenzen nützlich für die Arbeit. Konkret geht es um Fähigkeiten wie Multitasking (39 %), Geduld (63 %) und Zeitmanagement (60 %). Außerdem gaben ganze 94 Prozent der Frauen an, dass das Mutter-Dasein am Arbeitsplatz mehr wertgeschätzt werden sollte.[1]

Vor allem soft Skills wie Geduld, soziale Kompetenzen und Einfühlungsvermögen werden durch das Dasein als Elternteil gestärkt und können aktiv im Arbeitsalltag eingesetzt werden. Berufstätige Eltern haben dadurch einen besonderen Vorteil: Sie sind krisenresistenter. Denn wer in der Früh weglächeln kann, dass das Nutella-Brot zum dritten Mal vermeintlich „falsch geschmiert” wurde, tendiert auch im Berufsleben dazu, ruhig und besonnen auf Probleme und Herausforderungen zu reagieren.

Meister der Verhandlung

„Ich will, ich will, ich will!“ – Wer schon einmal ein Kleinkind davon überzeugen musste, dass es keine gute Idee ist, sich im Supermarkt auf den Boden zu werfen, weil es keinen Lolli gibt, der kommt mit allen bad Vibes klar. Als Elternteil entwickelt man eine große Toleranz gegenüber schlechter Laune und Trotzverhalten. Und weil manchmal nur ein Gegenangebot hilft, sind viele Eltern Meister in kreativer Verhandlungstaktik. Den Lolli gibt es nämlich nur, wenn beim Abendessen auch der Brokkoli gegessen wird. Dieses geübte Verhandlungsgeschick ist auch im Arbeitsalltag immer wieder von Vorteil. Ob in der Gehaltsverhandlung mit dem Chef oder einen besseren Deal mit Geschäftspartnern auszuhandeln, keine dieser Situationen bringt eine Mutter oder einen Vater so schnell ins Schwitzen.

Organisation ist das halbe Leben

Berufstätige Eltern sind meist super organisiert und haben ihren Tag komplett durchgeplant. Das müssen sie aber auch sein, denn schließlich möchten sie möglichst viel Zeit mit ihrem Kind verbringen. Wer seinen Sprössling um 15.00 Uhr vom Kindergarten abholt, muss bis dahin zumindest alle Termine und Meetings erledigt haben. Auch die wichtigsten To-Do’s sollten im besten Fall schon abgehakt sein. E-Mails und Anrufe können dann noch daheim erledigt werden. Hier lauten die Stichwörter flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. Im Home Office gilt: Multitasking? Kein Problem! Denn Eltern kommen mit Chaos jeder Art klar und es fällt ihnen nicht schwer sich durch ein verspieltes Wohnzimmer vom Schreibtisch ins Bad zu manövrieren und währenddessen noch eine Präsentation vorzubereiten.

Jeder Mitarbeiter hat Stärken

Natürlich sind Mütter und Väter auch mal müde und erschöpft, aber deshalb sind sie noch lange nicht weniger leistungsfähig als ihre Kollegen. Jetzt mal ehrlich: Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Ähnlich wie bei den veralteten Klischees, wäre es auch hier nicht richtig alle Eltern über einen Kamm zu scheren. Berufstätige Eltern sind keine Superhelden, sondern genauso Menschen wie jeder andere auch. Entscheidend ist die Zufriedenheit im Job. Mütter und Väter, die ihre Jobs gern machen, haben immer noch die gleichen Qualitäten, die sie als kinderlose Menschen schon hatten. Doch sie gewinnen durch das Dasein als Elternteil noch die ein oder andere Erfahrung dazu.

Alles im Einklang?

Die Balance zwischen Familienleben und Arbeitsalltag zu finden, ist nicht so leicht. Damit Eltern ihre beruflichen Chancen uneingeschränkt nützen können, müssen sich vor allem Arbeitgeber viel mehr überlegen, wie sie attraktiver für Mütter und Väter werden. Denn klarer Weise besteht eine Wechselwirkung zwischen privater Zufriedenheit und Motivation im Job.

Das Bundeskanzleramt und kununu suchen deshalb das „Beste Familienfreundliche Employer Branding“. Österreichische Unternehmen und Institutionen haben die Chance für besonders herausragende Leistungen im Bereich familienbewusster Personalpolitik mit dem Sonderpreis zum Staatspreis „Familie & Beruf“ ausgezeichnet zu werden. Bis zum 13. Mai 2018 besteht die Möglichkeit unter www.familienfreundlichsterbetrieb.at/voting für das Lieblingsprojekt abzustimmen!

 

Welches Unternehmen ist der familienfreundlichste Arbeitgeber?

Quellen:

[1] www.at.fem.com