Gruppe Männer auf Motorbike

Auch in harten Zeiten: Darum ist guter Kollegenzusammenhalt so wichtig

Sie stärken uns den Rücken, wenn wir Hilfe brauchen. Sie sind für uns da, wenn sich Excel Tabellen und PowerPoint Präsentationen in Luft auflösen. Sie weinen mit uns, wenn Kaffeemaschine und Drucker gegen uns in den Kampf ziehen. Unsere Kollegen unterstützen uns oft in den verschiedensten Lebenslagen. Warum diese besondere Allianz im Arbeitsalltag so wichtig ist und wie du selbst für noch mehr Zusammenhalt in deinem Job sorgen kannst, erfährst du hier.

We are family.

Trotz eifriger Suche nach der perfekten Work-Life-Balance verbringen wir meist mehr Zeit am Arbeitsplatz, als in unseren eigenen vier Wänden. Und ohne, dass wir es merken, schleichen sich Kollegen als Ersatzfamilien in unsere Herzen. Sie geben uns Rückhalt wie große Geschwister – und sind manchmal mindestens genauso nervig und uneinsichtig. Was aber wichtig ist: Auch, wenn wir nicht mit allen Kollegen Freundschaftsbänder knüpfen wollen, hat jeder von uns zumindest diesen einen Menschen im Arbeitsumfeld, auf den er sich verlassen kann.

Besonders dann, wenn alles andere im Unternehmen schiefläuft kommt es dazu, dass man sich wie auf dem sinkenden Schiff aneinanderklammert. In solchen Fällen ist der Zusammenhalt sogar oft so stark, dass er viele Arbeitnehmer vor einer Kündigung abhält. Auch in unseren Daten zeigt sich: Gerade bei Unternehmen, die mit ihrem kununu Score nicht sonderlich glänzen können, ist der Kollegenzusammenhalt um so stärker.

„Die Kollegen sind der einzige Grund, warum man dort noch bleibt.“ – Bewertung bei Meth Media

Du musst nicht jeden lieben.

Wenn wir uns auch auf der Arbeit mit Menschen umgeben, die wir gernhaben – oder mit denen wir zumindest friedliche Abkommen der Koexistenz geschlossen haben – wirkt sich das positiv auf unsere Motivation, unsere Leistung und unsere Gesundheit aus. Laut einer Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit steigt die Produktivität von eher leistungsschwachen Kollegen um zehn Prozent, wenn sie im direkten Umfeld ihrer Freunde eingesetzt wurden.[1] Es zeigt sich sogar, dass viele von uns bereit sind, für tolle Kollegen auf mehr Gehalt zu verzichten.[3]

Bei unserem sozialen Bedürfnis nach einer angenehmen Arbeitsatmosphäre spielt aber auch unsere Identifikation mit Unternehmen und dessen Zielen eine Rolle. Wenn uns der Job mehr oder weniger egal ist sind wir auch nicht bereit, viel Aufwand in Beziehungen zu unseren Kollegen zu stecken und wollen eigentlich nur in Ruhe gelassen werden.[2] Auch unabhängig davon: Nicht jeder von uns sucht am Arbeitsplatz nach besten Freunden und das ist auch in Ordnung so.

„Super Kollegenzusammenhalt und Spaß bei der Arbeit, fachlicher Austausch der Kollegen untereinander, wir sind eine große Familie.“ – Bewertung bei LINEAS Informationstechnik GmbH

Auch wenn du Abstand willst – Oberflächlichkeit führt zu Missverständnissen.

Zugegeben, wir suchen Ursachen für Probleme oder Fehler gerne bei anderen. Aber ob das Betriebsklima an deinem Arbeitsplatz gut oder schlecht ist, liegt ein Stück weit auch in deinen Händen. Versuche selbst der Kollege zu sein, den du selber gerne hättest. Und weil das Ego der Menschen bei allen sozialen Beziehungen eine wahnsinnig große Rolle spielt lautet die goldene Regel: Wir umgeben uns gerne mit Leuten, denen wir nicht egal sind.[4]

Was heißt das für dich? Zeigst du ehrliches Interesse und Wertschätzung gegenüber deinen Kollegen, wird sich das positiv auf das Arbeitsklima auswirken. Zum einen wird es dir so leichter fallen, dich in ihre Situation zu versetzten und Verständnis zu zeigen. Zum anderen ist es einfacher Feedback und konstruktive Kritik zu geben, wenn man erstmal weiß, wie das Gegenüber überhaupt tickt. Und zu guter Letzt merke dir: Man erntet, was man sät. Versprühst du positive Energien, wirst du diese auch zurückbekommen!


Work-Life-Balance, Zusammenarbeit und Führungsstil: Die Kultur macht die Persönlichkeit eines Unternehmens aus. Verrate auf kununu.com wie die Unternehmenskultur deines Arbeitgebers wirklich ist – natürlich vollkommen anonym!

Quellen
[1] focus.de
[2] manager-magazin.de
[3] meedia.de
[4] avantgarde-experts.de