Frau mit schwarzen Haaren liegt auf Tisch und lässt den Kopf nach unten hängen.

Bewerbungsfrust: Was tun, wenn es Absagen hagelt?

Auch wenn es uns nicht gefällt, sie gehören zum Bewerbungsprozess mit dazu: Absagen! „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass…“ So gut wie jeder hatte schon einmal eine E-Mail im Postfach, die so oder so ähnlich begann und keine positiven Nachrichten mit sich brachte. Doch wie soll man bei der Jobsuche motiviert bleiben, wenn man andauernd solche Antworten bekommt?

Unser Gastautor Christian Scherer vom Online-Bewerbungsservice richtiggutbewerben.de zeigt euch, wie ihr am besten mit Absagen umgeht – und was ihr tun könnt, damit es das nächste Mal besser klappt.

#1 Das Wichtigste: Nicht den Kopf in den Sand stecken

Auch wenn es nach Motivationscoach und „Tschakka – du schaffst das“ klingt, ist genau das angesagt. Aufgeben ist keine Option. Lass dich nicht runterziehen! Nicht lange an der scheinbar vergebenen Chance und Absage hadern, sondern die Sache abhaken und zurück auf Anfang! Nimm etwas aus der Sache mit und lerne daraus, dich weiterzuentwickeln. Absagen gehören zum Bewerbungsprozess mit dazu. Selten klappt etwas beim ersten Versuch. Neuer Anlauf mit vollem Schwung – und dann nimmst du auch diese Hürde.

#2 Nach dem Grund erkundigen

Auch wenn es schwer fällt, aber trotzdem solltest du dich nochmal bei dem Unternehmen melden, das dir abgesagt hat und um ein konstruktives Feedback zu deiner Bewerbung bitten. Woran hat es gelegen, dass sie dich nicht genommen haben? Schließlich möchtest du trotz Absage etwas mitnehmen und dich bei der nächsten Bewerbung verbessern. Besonders bei eher kleineren Unternehmen stehen die Chancen gut, dass du tatsächlich ein ehrliches Feedback zu deiner Bewerbung bekommst.

Häufig wirst du aber leider eher fadenscheinige Gründe genannt bekommen, die kein plausibles Motiv für eine Absage erahnen lassen. Wenn dem Personaler deine Nase nicht gefällt oder ein anderer Bewerber einfach etwas mehr mitbringt, kannst du das leider nicht beeinflussen. Lass dich also nicht runterziehen und sehe weiter nach vorne!

#3 Fehleranalyse starten

Es ist viel wichtiger, dass du selbst auf die Suche nach dem Grund gehst: Das fängt bei der Recherche nach Stellenanzeigen an. Hast du dich vielleicht auf Jobannoncen beworben, die gar nicht optimal auf dein Profil passen? Prüfe noch einmal, ob du die Suchbegriffe und Anfragen entsprechend deiner beruflichen Erfahrung und Kenntnisse passend ausgewählt hast. Wenn du dich auf Stellen bewirbst, die perfekt auf dich passen, steigen natürlich auch die Chancen auf eine positive Antwort auf deine Bewerbung.

Wenn das aber der Fall ist, also die freien Positionen optimal zu Dir passen, du aber trotzdem nur Absagen bekommst, liegt es aller Wahrscheinlichkeit nach an deiner Präsentation in deinen schriftlichen Bewerbungsunterlagen. Sieh dir also deine Unterlagen nochmal mit offenen Augen an und stell Dir selber diese Fragen:

  • Erfüllen deine Unterlagen die gängigen Voraussetzungen für eine perfekte Bewerbung?
  • Hast Du alle Dokumente komplett und korrekt verschickt?
  • Hast Du vorher genug über das ausschreibende Unternehmen und deine Wunschstelle recherchiert und diese Punkte im Anschreiben untergebracht?
  • Enthält dein Lebenslauf alle wichtigen Informationen und ist übersichtlich und klar strukturiert?

Wer die eigenen Stärken (sowohl im Bewerbungsanschreiben als auch im Lebenslauf) nicht darstellt und mittels Beispielen belegt, hat meist wenig Chancen, den Personaler zu überzeugen. Gehe also deine Unterlagen nochmals durch und analysiere, woran es gelegen haben könnte.

#4 Unabhängiges Feedback einholen

Wenn du einen Text zu oft selbst liest, wirst du deine eigenen Fehler nicht mehr erkennen. Wenn sich der Stapel der Absagen also langsam zu einem Turm häuft und Du nicht weißt, woran es liegen könnte, solltest du ein weiteres Paar Augen mit an Bord holen. Generell empfiehlt es sich, die eigene Bewerbung von einem Freund oder Familienmitglied Korrekturlesen zu lassen, bevor man sie wirklich abschickt.

Bei der Fehleranalyse ist aber etwas mehr Initiative und Sachverstand gefragt. Kennst du vielleicht jemanden aus deinem Bekanntenkreis, der im Personalwesen arbeitet und Dir Tipps geben kann? Oft hilft es aber bereits, sich gemeinsam mit jemanden, der schon länger im Berufsleben Erfahrungen gesammelt hat, die Unterlagen noch einmal anzusehen und kritisch zu beurteilen.

Falls nichts mehr geht oder du wenig Zeit hast, die perfekte Bewerbung selbst zu erstellen, kann auch ein professioneller Bewerbungsservice oder Coach weiterhelfen, um deinen Unterlagen neuen Schwung zu verleihen.

#5 In Zukunft: Ruhe bewahren!

Auch wenn es schwer fällt und du, nachdem du neue Bewerbungen rausgeschickt hast, bereits damit begonnen hast, Pläne zu schmieden und dich auf den neuen Job zu freuen: du solltest dich nicht zu früh freuen, ansonsten ist die Enttäuschung umso größer, sollte es wieder nicht klappen. du weißt schließlich nie, wie beliebt die Stelle ist und wie viele Mitbewerber Dir deinen potenziellen Traumjob noch streitig machen wollen. Lass dich nicht unterkriegen, blicke selbstbewusst in die Zukunft und sei Dir sicher: Die positive Antwort wird schon kommen. Wenn nicht auf diese, dann auf die nächste Bewerbung.

Über den Experten Christian Scherer

Christian Scherer ist Experte für Bewerbungstrends und Marketing Manager des Startups richtiggutbewerben.de, einer Online-Plattform, über die Bewerber direkt und wie in einem Online-Shop die Erstellung von individuell und persönlich erstellten Bewerbungsunterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf oder Kurzprofil buchen können.

 

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