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Eine alte Frau und ein alter Mann sitzen zusammen am Tisch und schauen nachdenklich auf ein Blatt Papier.

Wie viele Rentenpunkte sind normal? Was du mit 40/50/60 haben solltest

Du liest regelmäßig deine Renteninformation und weißt genau, wie viele Rentenpunkte du bis jetzt gesammelt hast? Das ist schon mal vorbildlich. Bleibt noch die Frage, wo du im Vergleich mit anderen stehst – also wie viele Rentenpunkte normal sind für deine Altersgruppe. Unsere Auswertung zeigt dir, wie viele Rentenpunkte die Deutschen mit 40, 50 oder 60 im Schnitt gesammelt haben.

Wie viele Rentenpunkte hat der Durchschnitt der Deutschen?

Rentenpunkte in Deutschland setzen dein rentenversicherungspflichtiges Einkommen ins Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten. Der offizielle Begriff lautet Entgeltpunkt.

Die Deutsche Rentenversicherung veröffentlicht jedes Jahr, wie viele Entgeltpunkte die frisch gebackenen Rentner:innen mitbringen. Für die rund 806.000 Menschen, die in dieser Auswertung berücksichtigt wurden, sahen die durchschnittlichen Rentenpunkte auf dem Konto so aus:

Wer?Durchschnitt Rentenpunkte
Alle Altersrenten (Nichtvertragsrenten)36,62
Männer42,79
Frauen31,10

Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Band Rente, Rentenzugang 2025

Die durchschnittlichen Rentenpunkte verschiedener Rentenarten

Falls du gerade deine Renteninformation vor dir liegen hast: Die Durchschnittswerte in der Tabelle sind also dein Maßstab – allerdings ein ziemlich grober. In diesem Durchschnitt steckt nämlich alles: von der lückenlosen Vollzeitkarriere bis hin zur Teilzeit mit langen Pausen.

Spannender wird es, wenn man nach Rentenart sortiert. Je nachdem, über welchen Weg jemand in Rente geht, sehen die Renten-Punktestände komplett anders aus:

RentenartInsgesamtMännerFrauen
Regelaltersrente22,8426,3419,99
Für langjährig Versicherte (35 Jahre)40,7849,8734,61
Für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre)47,6852,9141,44
Für schwerbehinderte Menschen41,5046,5935,65

Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Band Rente, Rentenzugang 2025

Mehr zur Durchschnittsrente in Deutschland hier:

Wie viele Rentenpunkte normal sind, ist immer relativ

Menschen, die Regelaltersrente beziehen, haben also im Schnitt fast halb so viele Rentenpunkte wie Personen, die die Rente nach 45 Beitragsjahren kriegen. Das ist aber eigentlich logisch: Wer 45 Versicherungsjahre erreicht, sammelt dabei in der Regel zwangsläufig viele Punkte.

Die Regelaltersrente steht dagegen allen zu, die mindestens fünf Versicherungsjahre erreicht haben. In dieser Gruppe landen deshalb auch alle mit kurzen Erwerbsbiografien, Teilzeitarbeit oder vielen Jahren Selbstständigkeit. Das drückt den Schnitt auf 22,84 Punkte.

Sind 45 Rentenpunkte das Maximum?

Nein. Das Gerücht, dass man maximal 45 Rentenpunkte erreichen kann, hält sich hartnäckig, ist aber Quatsch. Die sogenannte Standardrente rechnet zwar mit 45 Punkten. Dahinter steckt aber nur eine Modellperson: jemand, der 45 Jahre lang jedes einzelne Jahr exakt den Durchschnitt verdient hat. Diese Person gibt es in der Realität praktisch nicht. Wenn du entsprechend gut verdienst, kannst jedes Jahr mehr als einen Entgeltpunkt sammeln. Dann hättest du nach 45 Jahren deutlich mehr als 45 Rentenpunkte.

Wie viele Rentenpunkte sind normal mit 50 oder 60?

So viel also zu den durchschnittlichen Rentenpunkten beim Renteneinstieg. Wie viele Rentenpunkte du haben solltest, hängt aber natürlich davon ab, wie lange du schon einzahlst und in welchen Alter du deine Rente antrittst. Mit 40 hattest du schließlich deutlich weniger Zeit zum Sammeln als mit 60. Interessanter ist deshalb, wo andere Leute in deinem Alter gerade stehen. 

Die Deutsche Rentenversicherung zieht jedes Jahr eine Stichprobe aus den Versicherungskonten und rechnet hoch, wie viel Rente die Menschen bis dahin erarbeitet haben. Veröffentlicht wird das Ergebnis allerdings in Euro.

Man kann es aber selbst in Punkte umrechnen: Zum Stichtag am 31. Dezember 2024 lag der Rentenwert bei 39,32 Euro. Wer also eine Anwartschaft von 965,41 Euro hatte, kommt auf 965,41 geteilt durch 39,32, also auf knapp 24,6 Rentenpunkte.

Wir haben mal für dich ausgerechnet, wie vielen Rentenpunkte das mit 40 bis 64 entspricht:

AlterRentenpunkte MännerRentenpunkte Frauen
4015,414,9
4519,618,2
5024,621,0
5530,825,0
6035,527,8
6335,527,3
6431,524,5

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Versicherte 2024, eigene Umrechnung mit dem Rentenwert von 2024 (39,32 Euro).

Rentenpunkte: Warum die Zahlen ab 63 wieder sinken

Vielleicht hast du beim Blick auf die letzten Zeilen gedacht, dass da doch was nicht stimmen kann. Mit 60 sind es bei den Männern 35,5 Punkte, mit 64 nur noch 31,5. Aber niemand verliert Rentenpunkte: Einmal gesammelt, gehören sie dir für immer.

Der Grund ist, dass die Statistik nur Versicherte ohne Rentenbezug zählt. Ab diesem Alter verändert sich also die untersuchte Gruppe: Wer mit 63 in Rente geht, taucht dann nicht mehr auf.

Übrig bleiben Menschen, die noch keine Rente beziehen, etwa weil sie weiterarbeiten, die Voraussetzungen noch nicht erfüllen oder den Rentenbeginn aufschieben. Deshalb können die Durchschnittswerte sinken, obwohl die einzelnen Versicherten keine Punkte verlieren.

Die Zahlen für 63 und 64 zeigen dir also nur, wie viel diejenigen haben, die noch nicht in Rente gehen konnten.

Im Alter von 45 Jahren klappt die Schere bei den Rentenpunkten auf

Spannend ist auch der Unterschied zwischen Frauen und Männern. Mit 40 Jahren liegen Männer und Frauen noch fast gleichauf: 15,4 gegen 14,9 Punkte. Mit 60 sind daraus 35,5 gegen 27,8 geworden – also 7,7 Punkte Unterschied statt 0,5.

Bei den 60-Jährigen haben Männer im Schnitt 34,3 Versicherungsjahre erreicht, Frauen 34,0. Es liegt also nicht daran, dass Frauen weniger lang einzahlen. Sie verdienen deutlich weniger und arbeiten (spätestens, wenn sie Kinder haben) häufiger in Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungen.

Männer sammeln in dieser Altersgruppe 1,0322 Punkte pro Beitragsjahr, Frauen aber nur 0,7920. Übersetzt heißt das: Frauen verdienen im Schnitt rund ein Viertel weniger als das, was für einen ganzen Rentenpunkt nötig wäre. Über dreißig Jahre kommt da ganz schön was zusammen.

Im Jahr 2026 musst du 51.944 Euro brutto pro Jahr (vorläufiger Wert) verdienen, um einen vollen Rentenpunkt zu kriegen. Über dein Arbeitsentgelt kannst du aktuell höchstens rund 1,9521 Rentenpunkte pro Jahr sammeln. Dafür brauchst du ein beitragspflichtiges Bruttoeinkommen von mindestens 101.400 Euro im Jahr beziehungsweise 8.450 Euro im Monat: Das ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze.

Wie viele Rentenpunkte solltest du haben?

Was heißt das jetzt für dich? Hast du mit 50 Jahren zum Beispiel 30 Rentenpunkte gesammelt, liegst du leicht über dem allgemeinen Durchschnitt. Mit 26 Punkten bist du ziemlich nah dran. Ein paar Punkte mehr oder weniger sind bei unterschiedlichen Lebensläufen völlig normal.

Die Tabelle ist eine gute Orientierung. Ob deine Rentenpunkte reichen, hängt aber von vielen unterschiedlichen Faktoren ab: zum Beispiel von deinen laufenden Kosten und deinen weiteren Altersvorsorge-Bausteinen. Wenn du zusätzlich eine Betriebsrente hast oder privat für den Ruhestand vorsorgst, ist dein Bedarf niedriger als von jemandem, der im Alter komplett auf die Rente angewiesen ist.

Brauchst du eine bestimmte Zahl an Rentenpunkten?

Diese Frage kommt immer wieder, sie beruht aber auf einem Missverständnis. Es gibt keine Mindestzahl an Entgeltpunkten, ab der du Rente bekommst. Wann du einen Anspruch auf die Rente hast, hängt von der Wartezeit ab. Für die Regelaltersrente brauchst du Versicherungszeiten von mindestens fünf Jahren bzw. 60 Kalendermonaten.

Ein Beispiel: Wer die Regelaltersgrenze erreicht, fünf Jahre lang in Teilzeit gearbeitet und dabei 2,5 Rentenpunkte gesammelt hat, hat Anspruch auf die Regelaltersrente. Die fällt dann mit rund 106 Euro im Monat zwar winzig aus, aber sie kommt.

Rentenpunkte vs. Versicherungsjahre

Deine Rentenpunkte spielen dabei keine Rolle. Sie entscheiden nur, wie hoch deine Rente ausfällt, nicht ob du eine bekommst. Deshalb ist auch die häufige Frage, wie viele Entgeltpunkte man für die Rente mit 63 braucht, falsch gestellt.

Ab 63 kannst du die Altersrente für langjährig Versicherte beziehen, wenn du mindestens 35 Versicherungsjahre erreicht hast. Dafür fallen aber in der Regel dauerhafte Abschläge an: Du verzichtest also langfristig auf Geld.

Die abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren beginnt inzwischen später, das genaue Alter hängt vom Geburtsjahr ab. Für alle ab 1964 Geborenen liegt es bei 65 Jahren. Eine vorgeschriebene Zahl an Rentenpunkten gibt es bei beiden Rentenarten nicht.

Der Rentenbeginn bedeutet übrigens nicht automatisch, dass du aufhören musst zu arbeiten. Du kannst Rente und Gehalt gleichzeitig beziehen. Welche Regeln dabei für Hinzuverdienst, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge gelten, erklären wir dir in unserem Überblick.

Diese Rentenpunkte übersehen viele

Nicht jeder Rentenpunkt auf deinem Konto kommt durch Arbeit: Für bestimmte Lebensphasen schreibt dir die Rentenversicherung Entgeltpunkte gut, obwohl du selbst nichts eingezahlt hast. Das passiert aber nicht immer automatisch. Gerade wenn deine Rentenpunkte unter dem „normalen“ Wert liegen, lohnt sich auf jeden Fall ein kritischer Blick auf das eigene Rentenkonto.

Rentenpunkte für Kindererziehung zählen als Beitragsjahre

Kindererziehungszeiten sind für viele sicher der größte Posten. Sie gelten rechtlich als Pflichtbeitragszeiten, die Beiträge zahlt der Bund aus Steuermitteln. Diese Punkte zählen sowohl zur Wartezeit als auch für die Rentenhöhe. Die Rentenpunkte bekommt, wer das Kind überwiegend erzogen hat: Das muss eindeutig zugeordnet werden.

Pro Monat Kindererziehung werden dem Rentenkonto 0,0833 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Ein volles Jahr ergibt also 0,9996 Punkte (umgangssprachlich spricht man von einem). Das entspricht genau dem, was du bekommen hättest, wenn du in diesem Jahr den Durchschnittsverdienst erzielt hättest.

Wie viele Monate angerechnet werden, hängt vom Geburtsjahr des Kindes ab:

Kind geborenMonateRentenpunkteMonatliche Bruttorente
bis 31.12.1991302,4990106,26 €
ab 01.01.1992362,9988127,51 €

Was sich 2027 ändert

Mit der sogenannten Mütterrente III werden auch für vor 1992 geborene Kinder 36 Monate angerechnet. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2027 in Kraft, mit der Auszahlung rechnet die Deutsche Rentenversicherung ab 2028 (dann rückwirkend). Pro Kind sind das 0,4998 Punkte mehr: Beim heutigen Rentenwert entspricht das gut 21 Euro im Monat.

Rentenpunkte für Pflege

Wer Angehörige pflegt, kann ebenfalls Rentenpunkte sammeln. Die Beiträge zahlt dann die Pflegekasse der pflegebedürftigen Person.

Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die gepflegte Person hat mindestens Pflegegrad 2
  • Du pflegst mindestens zehn Stunden pro Woche, verteilt auf mindestens zwei Tage
  • Die Pflege findet in häuslicher Umgebung statt
  • Du arbeitest daneben höchstens 30 Stunden pro Woche
  • Du wirst nicht dafür bezahlt

Wie viele Entgeltpunkte für Pflegende rausspringen, hängt vom Pflegegrad ab. Außerdem wird berücksichtigt, ob die gepflegte Person Pflegegeld, Sachleistungen oder eine Kombination aus beidem bezieht. Die normale Spanne an Rentenpunkten reicht von etwa 0,17 bis 0,91 pro Pflegejahr. Bei Pflegegrad 5 und reinem Pflegegeld sind das rund 39 Euro mehr Monatsrente für jedes Jahr, in dem du jemanden gepflegt hast.

Wichtig: Du musst einen Fragebogen bei der Pflegekasse der gepflegten Person ausfüllen. Tust du das nicht, erfährt niemand von deiner Pflege und die Zeiten werden nicht angerechnet. Für Beitragsansprüche gilt eine Verjährungsfrist von vier Jahren. Eine nachträgliche Anerkennung ist möglich, wenn du belegen kannst, dass du wirklich im geforderten Umfang gepflegt hast. Das klappt nicht immer, ist aber einen Versuch wert.

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FAQ: Wie viele Rentenpunkte braucht man

Wer 2025 in Altersrente ging, hatte im Durchschnitt 36,62 Rentenpunkte. Bei Männern waren es 42,79, bei Frauen 31,10. Der Wert schwankt allerdings stark nach Rentenart: Bei der Rente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren bei 47,68. Bei der Regelaltersrente liegt der Schnitt dagegen nur bei 22,84 Punkten: Das liegt daran, dass viele Menschen zweitweise nicht oder nur in Teilzeit arbeiten.

Ob du Rente bekommst, hängt nicht an den Punkten, sondern an der Wartezeit. Für die Regelaltersrente brauchst du fünf Versicherungsjahre. Deine Rentenpunkte entscheiden nur darüber, wie hoch die Rente ausfällt. Auch mit sehr wenigen Punkten bekommst du eine Rente, sie ist dann eben klein.

Deine aktuelle Punktzahl steht in der Renteninformation. Die schickt dir die Deutsche Rentenversicherung einmal jährlich zu, sobald du 27 bist und fünf Jahre Beitragszeiten hast. Ab 55 bekommst du alle drei Jahre die ausführlichere Rentenauskunft. Beides kannst du auch jederzeit online im Kundenportal der Rentenversicherung abrufen.

Ja, deutlich überdurchschnittlich. Der Schnitt beim Rentenzugang 2025 lag bei 36,62 Punkten. Mit 70 Punkten kommst du auf 2.976,40 Euro Bruttorente im Monat. Das absolute Maximum liegt allerdings noch höher: Wer 45 Jahre lang immer an der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat, erreicht rund 87,7 Punkte.

Für die Gesamtsumme gibt es keine Obergrenze. Begrenzt ist nur, wie viele Punkte pro Jahr möglich sind: 2026 sind es 1,9521. Diese Grenze ergibt sich aus der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro geteilt durch das Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro. Mehr Gehalt bringt darüber hinaus keine zusätzlichen Punkte.

Ja – und zwar ohne Frist. Dafür gibt es das Formular V0800 oder die Kontenklärung. Wer schon Rente bezieht, braucht zusätzlich einen Überprüfungsantrag, damit die Rente neu berechnet wird. Eine Einschränkung gibt es dabei: Nachgezahlt wird höchstens für vier Jahre rückwirkend. Wer 2026 den Antrag stellt, bekommt also frühestens ab Januar 2022 Geld nach.

Ja. Kindererziehungszeiten sind Pflichtbeitragszeiten, die Beiträge zahlt der Bund. Sie zählen damit sowohl für die Rentenhöhe als auch für die Wartezeiten, also für die Frage, ob du überhaupt und ab wann du in Rente gehen kannst.

Der Rentenbeginn bedeutet übrigens nicht automatisch, dass du aufhören musst zu arbeiten. Du kannst Rente und Gehalt gleichzeitig beziehen. Welche Regeln dabei für Hinzuverdienst, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge gelten, erklären wir dir in unserem Überblick.Manchmal ja, aber nie automatisch. Die Versicherungspflicht entsteht durch das Gesetz, wenn die Voraussetzungen vorliegen, und nicht erst durch deinen Antrag. Weil Beitragsansprüche aber nach vier Jahren verjähren, ist eine Nachzahlung höchstens für diesen Zeitraum möglich. Du musst außerdem belegen können, dass du in der Zeit tatsächlich im geforderten Umfang gepflegt hast. Wende dich dafür an die Pflegekasse der gepflegten Person.Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund, Versicherte 2024, Band 235, Tabellen 10.01 A und 10.02 A, eigene Umrechnung mit dem Rentenwert von 39,32 Euro.