Führung & Teamkultur
Was Deutschland vom Schweizer Nationaltrainer lernen kann (mehr als Taktik)
Die deutsche Nationalelf ist aus der WM geschlagen worden, ebenso das Österreichische Team. Im deutschsprachigen Raum liegen nun alle Augen auf dem unerwartet starken Team der Schweiz. Das Geheimnis ihres Erfolgs? Der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin setzt auf Vertrauen, Verantwortung und ruhige Kommunikation. Genau das wünschen sich Beschäftigte auch von ihren Führungskräften, zeigt eine aktuelle kununu-Auswertung.
Gute Führung beginnt mit Vertrauen
Für die Analyse hat kununu untersucht, welche Eigenschaften Beschäftigte besonders häufig mit guter Führung verbinden. Diese drei Faktoren stechen besonders heraus:
- 93,8 % erleben, dass ihre Führungskraft ihnen vertraut.
- 90,5 % sagen, dass offen und transparent kommuniziert wird.
- 92,3 % fühlen sich in ihrer Entwicklung gefördert.
Damit unterscheidet sich gute Führung deutlich von einer Kultur, die von Kontrolle, mangelnder Kommunikation oder fehlender Entwicklung geprägt ist. Die Daten zeigen: Gute Führung entsteht vor allem durch den Umgang mit Menschen – nicht allein durch fachliche Kompetenz.

Genau so führt Murat Yakin
Yakin gilt als Trainer, der Verantwortung abgibt statt alles selbst zu steuern. Er überträgt Führung an erfahrene Spieler. Er fördert junge Talente. Und er bleibt auch unter Druck ruhig. Diese Eigenschaften spiegeln viele der Faktoren wider, die Beschäftigte laut kununu mit guter Führung verbinden.
Dabei wird auch deutlich, dass erfolgreicher Führungsstil unterschiedlich aussehen kann. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick steht für klare Abläufe und hohe Intensität, Deutschlands Bundestrainer Julian Nagelsmann für analytische Detailarbeit. Yakin setzt stärker auf Vertrauen und Eigenverantwortung.
Alle drei verfolgen unterschiedliche Ansätze – doch gerade Yakins Stil passt auffallend gut zu den Führungsmerkmalen, die Beschäftigte selbst als besonders wichtig bewerten.
Was Unternehmen daraus lernen können
Fußball und Arbeitswelt haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint. Teams funktionieren dann am besten, wenn Menschen Verantwortung übernehmen dürfen. Wenn sie wissen, woran sie sind. Und wenn ihre Führungskraft sie unterstützt statt kontrolliert.
Denn die Daten zeichnen ein klares Bild: Gute Führung ist kein Nice-to-have. Sie entscheidet darüber, ob Menschen ihr Potenzial entfalten.