Sport  Arbeit

Sport und Arbeit: Sieben Sportarten und ihre Alltagstauglichkeit

Jede Woche mindestens vierzig Stunden arbeiten und dennoch fit bleiben – ein Unterfangen, das oft nicht gelingt. Denn Überstunden, Motivation und private Verpflichtungen machen einem schnell einen Strich durch die sportliche Rechnung. Welche Sportart passt am besten zu mir? Und wie lässt sie sich ideal in den Arbeitstag integrieren? Wir stellen die beliebtesten Sportarten vor.

Laufen.

Vorteil: Kein Park in der näheren Umgebung? Das macht nichts, Laufen kann man überall. Zur Not muss eine Runde um den Häuserblock reichen. Ein Paar Sport- oder Turnschuhe reicht für den Anfang, der Aufwand hält sich also in Grenzen.

Praktisch: wer beruflich viel unterwegs ist, muss nicht auf den sportlichen Ausgleich verzichten – einfach die Laufschuhe in den Koffer packen. In Städten wie New York und London ist es sogar üblich, ins Büro zu laufen, statt die U-Bahn zu nehmen.

Nachteil: Zugegeben, mitten in der Großstadt zur Rush Hour am Gehsteig zu laufen und dabei den Menschenmassen auszuweichen, hat wenig Erholsames. Eine ruhige Gegend, idealerweise ein Wald oder Park, wo die Luft um Welten besser ist, bietet da schon mehr Vergnügliches, ist aber nicht immer verfügbar. Für Menschen, die Knie-Probleme haben, ist Laufen oft zu belastend und fällt daher als sportliche Option weg.

Radfahren.

Vorteil: Kaum eine Sportart lässt sich so gut in den Arbeitstag integrieren – einfach mit dem Fahrrad ins Büro fahren! Die frische Luft und der Fahrtwind machen in der Früh munter, am Abend dient das In-die-Pedale-Treten dem inneren Ausgleich.

Nachteil: In vielen Großstädten wird das Fahrrad schneller gestohlen, als man es für möglich hält. Daher sollte ein geschützter Fahrrad-Abstellplatz in der Nähe sein. Für besonders kurze oder lange Wege zur Arbeit lohnt sich das Fahrradfahren auch nicht unbedingt.

Tennis/Squash.

Vorteil: Sich ordentlich auszupowern, kann richtig gut tun. Eine Runde Squash oder Tennis nach der Arbeit eignet sich dafür besonders.

Nachteil: Einen geeigneten Spielpartner zu finden und mit diesem problemlos einen regelmäßigen Spieltermin zu fixieren ist meist nicht einfach. Kurzfristig geplante Partien können nur allzu schnell ausfallen, wenn in der Sporthalle alle Plätze bereits ausgebucht sind.

Schwimmen.

Vorteil: Der Sprung ins Kühle Nass kann wahre Wunder bewirken. Ruhig ein paar Bahnen zu schwimmen ohne allzu große Belastung für die Gelenke, ist für viele der passende Ausgleich vom stressigen Alltag.

Nachteil: Einen eigenen Pool haben die wenigsten – daher ist man an die Öffnungszeiten des nächstgelegenen Schwimmbads gebunden, das möglicherweise mit Schwimmwütigen so überfüllt ist, dass der Badespaß eher zum Stressfaktor wird.

Yoga/Pilates.

Vorteil: Alles, was man braucht, ist eine Yogamatte und innere Ruhe, um sich zu entspannen. Wetter und Equipment sind Yoga nebensächlich, man kann einfach loslegen. Entsprechende DVDs unterstützen die Übungen.

Nachteil: Für Anfänger ist es ratsam, ein paar Kursstunden zu nehmen, bevor man alleine loslegt. An dieser Hürde (Kurs ausgebucht, zu viele Teilnehmer, kein passendes Angebot in der Nähe) scheitern viele.

Fitnesscenter.

Vorteil: Im Fitnesscenter stehen viele unterschiedliche Geräte zur Verfügung, was das gezielte Training bestimmer Körperpartien möglich macht. Einmal eine Jahresmitgliedschaft unterzeichnet, „zwingt“ man sich auch bei Motivationsmangel zur regelmäßigen Nutzung. Viele Fitnesscenter bieten außerdem medizinische und sportliche Betreuung an, um den idealen Trainingseffekt zu erzielen.

Nachteil: auch im Fitnesscenter ist man an die jeweiligen Öffnungszeiten gebunden und läuft Gefahr, sich angesichts der vielen Mitsportelnden eher noch mehr zu stressen als zu erholen. Außerdem ist der monatliche Kostenfaktor nicht zu unterschätzen; billige Fitnesscenter eröffnen derzeit zwar an jeder Ecke, sind aber dementsprechend besucht und nicht mit ausreichend Fachpersonal ausgestattet.

Fußball & Co.

Vorteil: Bei guter Büro-Atmosphäre ist ein Fußballteam schnell gefunden – mit den Arbeitskollegen zu spielen, steigert das Gemeinschaftsgefühl und tut nach einem anstrengenden Bürotag so richtig gut.

Nachteil: Auch bei Mannschaftssportarten wird die Terminfindung und -einhaltung zur Herausforderung; zusätzlich besteht die Gefahr, statt des gemeinsamen Spielens aus Bequemlichkeit doch lieber ein Bier trinken zu gehen.

Wer jetzt noch immer keine Sportart entdeckt hat, die passend erscheint, und dennoch etwas für die eigene Fitness tun will, sei die Fußball-EM ans Herz gelegt – auch Public Viewing steigert das Teamfeeling, powert aus und gibt einem das Gefühl, sportlich zu sein 😉