Kein Wunder, dass die so oft streiken.
36.200 Euro im Monat: So viel verdienen streikende Busfahrer:innen in Deutschland
Busse und Bahnen könnten am Donnerstag, dem 19. März 2026 in mehreren Bundesländern Deutschlands stillstehen. Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum Streik im öffentlichen Nahverkehr auf. Arbeitnehmer:innen fordern bessere Bedingungen. Aber wie viel verdienen eigentlich Bus- und Bahnfahrer?
Streiks im Nahverkehr sollen Druck auf Arbeitgeber erhöhen
Die Gewerkschaft Verdi führt derzeit Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden im öffentlichen Nahverkehr. Für die Beschäftigten ist es bereits der dritte Warnstreik in dieser Runde. Betroffen sind die Bundesländer:
- Bayern
- Brandenburg
- Hamburg
- Nordrhein-Westfalen
- Saarland
- eventuell auch Hessen
Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehören kürzere Wochenarbeitszeiten, Entlastung bei Schichtdiensten und höhere Zuschläge für besonders belastende Arbeitszeiten.
Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf die schwierige finanzielle Lage vieler Verkehrsunternehmen und Kommunen. Gleichzeitig wächst der Personalmangel im Nahverkehr.
Grund zum Streiken? So wenig verdienen Busfahrer:innen
Die Bezahlung ist nicht der Hauptgrund für den aktuellen Streik. Trotzdem zeigt ein Blick auf die Zahlen, warum das Thema immer wieder diskutiert wird.
Laut kununu verdienen Busfahrer:innen im Durchschnitt 36.200 Euro brutto im Jahr. Auf den Monat gerechnet entspricht das etwa 3.017 Euro brutto bei zwölf Gehältern. Insgesamt liegt die Gehaltsspanne zwischen 28.600 Euro und 50.800 Euro jährlich.
Männer kommen im Durchschnitt übrigens auf 36.600 Euro, Frauen auf rund 33.400 Euro brutto pro Jahr.
Mit zunehmender Erfahrung steigt das Gehalt nur minimal: Nach zehn Jahren im Beruf verdienen Busfahrer:innen durchschnittlich 37.700 Euro brutto jährlich.
Das verdienen Busfahrer:innen in deiner Stadt
Je nach Stadt variiert das Gehalt von Busfahrer:innen. Klar – die Tarifverträge werden pro Bundesland verhandelt. In diesen 5 Städten verdienen Busfahrer:innen noch am besten:
- Stuttgart: 45.000 €
- Nürnberg: 38.800 €
- Hamburg: 38.100 €
- München: 38.100 €
- Köln: 36.600 €
Durchhalten auf allen Seiten
Auch wenn es für uns Fahrgäste zu Unannehmlichkeiten auf unseren täglichen Pendelstrecken kommt, ist der Streik dennoch erlaubt. Jetzt heißt es Ruhe bewahren, umplanen und die eigenen Rechte kennen, wenn man zu spät zur Arbeit kommt.