Ausbildung zum Goldschmied

Goldschmied / Goldschmiedin – passt diese Ausbildung zu dir?

Du weißt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt? Du hast ein Auge für schöne Schmuckstücke? Kreativität wurde dir in die Wiege gelegt? Du interessierst dich für Mode und Schmuckdesigns und träumst davon, eigene Kreationen zu entwerfen? Alle Infos zur Ausbildung zum Goldschmied bzw. zur Goldschmiedin findest du hier.

Du bist handwerklich geschickt und kannst gut zeichnen? Du möchtest wissen, wie man billige Kopien von wertvollen Diamanten unterscheidet? Zudem bist du bereit, mit ätzenden Materialien zu arbeiten und dabei die Sicherheitsvorschriften zu beachten? Und auch im Umgang mit Menschen bist du ein Goldstück? Dann werde doch Goldschmied bzw. Goldschmiedin, denn diese Ausbildung passt gut zu dir! Die Ausbildung zum Goldschmied bzw. zur Goldschmiedin dauert 3 ½ Jahre, in der Schweiz 4 Jahre (Goldschmied EFZ). In Deutschland kannst du zwischen den Fachrichtungen Juwelen, Ketten oder Schmuck wählen, in der Schweiz unterscheidet man zwischen Goldschmieden, Silberschmieden und Edelsteinfassen. In Österreich nennt sich die Lehre Gold- und Silberschmied/in und Juwelier/in. Du kannst entweder eine Ausbildung bzw. Lehre in einem Betrieb machen oder eine Schule in Vollzeitform besuchen. Wenn du einen kleinen Einblick bekommen möchtest, was dich während deiner Ausbildung erwartet, sieh dir doch das folgende Video an.

Ausbildung Goldschmied bzw. Goldschmiedin – was dich erwartet

Von Hochzeitsringen bis zum wertvollen Collier: Als Goldschmied bzw. Goldschmiedin lernst du, wie man Ketten, Armbänder, Ringe und anderen Schmuck aus Gold und Edelsteinen herstellt. Dafür wirst du Edelsteine auf ihre Qualität, Reinheit und Echtheit prüfen, um ihren Wert zu bestimmen. Wie man unterschiedlichen Legierungen herstellt, die gegossenen Formen modelliert und Verschlüsse anfertigt, wird ebenfalls Teil deiner Ausbildung sein. Der Umgang mit ätzenden Säuren und Lösungsmitteln gehört dabei (natürlich mit Schutzausrüstung) zum Alltag. So wirst du schließlich in der Lage sein, Schmuckstücke ganz nach deinen eigenen Vorstellungen bzw. den Vorstellungen der Kunden zu entwerfen und zu fertigen. Ist dein Ausbildungsbetrieb ein Industriebetrieb, so lernst du, wie man Schmuck maschinell anfertigt. Je nach Betrieb kannst du auch in der Kundenbetreuung und im Verkauf eingesetzt werden. Aber auch Reparaturen und Restaurationen sind Teil des Goldschmiede-Handwerks. Du beseitigst etwa schadhafte Stellen oder verhilfst einem liebgewonnenen Edelmetall eines Kunden zu neuem Glanz.

Gehalt als Goldschmied bzw. Goldschmiedin

Als Azubi bzw. Lehrling in einem Betrieb erhältst du auch eine Lehrlingsentschädigung, die je nach Land und Branche variiert. Die folgenden Werte dienen als Orientierung:

 Deutschland*Österreich**Schweiz***
1. Ausbildungsjahr220-818 €517-554 €400 SFr.
2. Ausbildungsjahr250-866 €693-743 €500 SFr.
3. Ausbildungsjahr305-942 €933-1.006 €600 SFr.
4. Ausbildungsjahr320-1.011 €1.253-1.361 €800 SFr .

* Berufenet der Bundesagentur für Arbeit, Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
** Ewaros, kollektivvertragliche Mindestsätze für Lehrlingsentschädigungen
*** Lohnrichtwerte Gewerbeverband Basel, 2011
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach einer Lehre beträgt in Österreich laut AMS-Gehaltskompass übrigens durschschnittlich 1.890 €.

Aufstiegschancen

Wer sich als Goldschmied bzw. Goldschmiedin weiterentwickeln möchte, kann die Meisterprüfung ablegen. In Deutschland gibt es z.B. auch Weiterbildungen zum/zur Restaurator/in Gold- und Silberschmiedewerk oder Gestalter/in für Edelstein, Schmuck und Gerät oder Edelmetallgestaltung. Nach der Ausbildung kannst du dich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen, in Deutschland auch ohne Meistertitel und langjährige Berufserfahrung. Eine weitere Möglichkeit ist ein FH-Studium (z.B. Produkt- und Industriedesign) oder mit Hochschulzugangsberechtigung ein Studium, beispielsweise Schmuckdesign.

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