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Mütterrente

So kann sich die Mütterrente erhöhen: 5 Faktoren erklärt

von Dunja R.
Veröffentlicht:  8. September 2026, 14:07
2 min
Ältere Frau sitzt auf Sofa und schaut auf Rechnung.

Bei der Mütterrente kann der Unterschied zwischen einem kleinen Zuschlag und deutlich mehr Geld im Monat überraschend groß sein. Was am Ende tatsächlich auf dem Rentenbescheid steht, entscheidet sich an mehreren Stellen, die leicht übersehen werden.

Warum Kindererziehung bares Geld wert ist

Wer Kinder großgezogen hat, hat damit oft auch beruflich kürzergetreten, mit spürbaren Folgen für die spätere Rente. Genau hier setzt die Mütterrente an, denn Kindererziehungszeiten werden so behandelt, als seien in dieser Zeit Rentenbeiträge gezahlt worden. Wie viele Monate anerkannt werden, hängt jedoch stark davon ab, wann die Kinder geboren wurden.

Für Kinder ab 1992 sind es bereits bis zu 36 Monate pro Kind, was bis zu drei Entgeltpunkten entspricht, wie die Deutsche Rentenversicherung erklärt. Für vor 1992 geborene Kinder gelten bislang jedoch nur bis zu 30 Monate. Genau in dieser Differenz liegt der Punkt, an dem viele Eltern älterer Jahrgänge bislang schlechter gestellt waren, und genau dort setzt eine geplante Änderung an.

Das Gesetz, das die Lücke schließen soll

Mit der geplanten Mütterrente III soll diese Ungleichbehandlung verschwinden. Auch für vor 1992 geborene Kinder sollen künftig bis zu drei Jahre Erziehungszeit anerkannt werden, sechs Monate mehr pro Kind als bisher. Die Umsetzung soll ab 2027 greifen. Sollte das technisch nicht sofort möglich sein, ist laut Bundesregierung eine rückwirkende Auszahlung vorgesehen.

Doch selbst diese Verbesserung wirkt nicht automatisch für alle gleich stark. Ob das Plus tatsächlich in voller Höhe ankommt, hängt von einem Faktor ab, der weit weniger bekannt ist als das Gesetz selbst.

  • Mehr Kinder bedeuten grundsätzlich mehr anrechenbare Monate.
  • Zwillinge oder mehrere Kinder in kurzem Abstand können die anrechenbare Zeit zusätzlich verlängern.
  • Auch Väter können die Zeiten erhalten, sofern sie das Kind überwiegend erzogen haben.
Bei Kindern vor 1992 machte das Geburtsjahr bisher bis zu sechs Monate Unterschied pro Kind.

Die fünf Punkte, die die Mütterrente erhöhen

  • Ein korrekt geklärtes Versicherungskonto: Fehlende Geburtsurkunden, alte Rentenbescheide oder unklare Zuordnungen zwischen den Elternteilen können Lücken verursachen, die sich erst im Rentenbescheid bemerkbar machen.
  • Das Geburtsjahr der Kinder: Für ab 1992 geborene Kinder werden bis zu 36 Monate anerkannt, für davor geborene Kinder bislang nur bis zu 30 Monate.
  • Die Zahl der Kinder: Jedes zusätzliche Kind bringt grundsätzlich weitere anrechenbare Monate und damit weitere Entgeltpunkte
  • Die Mütterrente III: Die geplante Reform soll ab 2027 auch für vor 1992 geborene Kinder bis zu drei Jahre Erziehungszeit anerkennen, sechs Monate mehr pro Kind als bisher.
  • Mehrere Kinder gleichzeitig: Zwillinge oder mehrere Kinder in kurzem Abstand können die anrechenbare Zeit zusätzlich verlängern.