Rentenentscheidung
Lindner zweifelt an Merz: „Was hat Friedrich Merz früher beruflich gemacht?“
Zwei zusätzliche Beitragspunkte sollen künftig in die Rente fließen – und verändern, was Millionen Beschäftigte in Deutschland am Monatsende netto übrig haben. Gestritten wird darüber zwischen Bundeskanzler und Ex-Finanzminister; die Menschen, die zahlen, kommen kaum vor. Wie teuer fehlende Transparenz wird, zeigen die kununu-Daten.
Millionen zahlen mit, gefragt wird kaum jemand
Herzstück der 33 Empfehlungen der Rentenkommission ist eine neue Kapitalrente. Bundeskanzler Friedrich Merz nennt sie „eine geniale Idee“ und erwartet mindestens 30 Milliarden Euro jährlich zusätzlich für die Wirtschaft.
Christian Lindner widerspricht. Der frühere Finanzminister warnt vor höheren Arbeitskosten: „Die Arbeitskosten weiter zu verteuern, ist ein Standortrisiko erster Klasse.“ Dass ausgerechnet Merz das Kapital im deutschen Markt sehen will, quittiert er mit einem Seitenhieb auf dessen Zeit als Aufsichtsratschef von Blackrock Deutschland: „Man fragt sich, was hat Friedrich Merz früher beruflich gemacht.“
Worum es bei der Kapitalrente geht:
- Zwei zusätzliche Beitragspunkte fließen in einen Kapitalstock am Kapitalmarkt.
- Den Beitrag tragen Arbeitgeber:innen und Beschäftigte je zur Hälfte.
- Die Kapitalrente ist Teil eines Pakets mit 33 Empfehlungen der Rentenkommission.
- Merz erwartet mindestens 30 Milliarden Euro jährlich für die Wirtschaft.
- Kritik aus der Opposition: steigende Arbeitskosten, ein Standortrisiko.

Das Muster kennen manche aus dem eigenen Betrieb
Eine Entscheidung mit direkter Wirkung aufs Konto, über ihre Köpfe hinweg – das Gefühl kennen manche aus dem eigenen Betrieb. Ob Gehaltsrunde, neue Benefits oder ein Umbau: Nicht immer werden die mitgenommen, die es betrifft. Wie gut ein:e Arbeitgeber:in kommuniziert, lässt sich inzwischen messen.
Was Transparenz messbar wert ist
In gut geführten Unternehmen werden 90,5 Prozent der Beschäftigten offen und transparent informiert – Transparenz ist dort kein Nice-to-have, sondern Standard. Was fehlende Offenheit kostet, zeigt die Weiterempfehlung: Bei guter Führung empfehlen 96,6 Prozent ihre:n Arbeitgeber:in weiter, bei schlechter nur 9,3 Prozent.
Vertrauen wächst, wenn Menschen erfahren, was über sie entschieden wird – und warum.
Die Reform wird Berlin Monate beschäftigen, beschlossen ist nichts. Eines aber gilt am Kabinettstisch wie im Büro: Wer die mitnimmt, die zahlen, gewinnt Vertrauen. Wer sie übergeht, verliert es.
Fühlst du dich bei wichtigen Entscheidungen in deinem Unternehmen einbezogen? Auf kununu kannst du anonym bewerten, wie transparent und vertrauensvoll dein:e Arbeitgeber:in kommuniziert.