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Bekannte Gehälter

Karriereende mit 40: So viel verdiente Lukas Podolski als Fußballer

Veröffentlicht:  10. September 2026, 12:21
2 min
Lukas Podolski spielt Fußball.
Bild: Jacek Stanislawek, CC BY-SA 4.0

Lukas Podolski hat die Fußballschuhe an den Nagel gehängt – an Ruhestand denkt der Weltmeister von 2014 aber nicht. Der frühere Nationalspieler wechselte direkt vom Spielfeld auf die Eigentümerseite: Für rund 940.000 Euro übernahm er 86 Prozent seines letzten Vereins Górnik Zabrze. Auch als Gastronom ist Podolski längst im Geschäft.

Vom Spieler zum Klubbesitzer

Am 22. Mai 2026 verkündete Podolski sein Karriereende, einen Tag später bestritt er sein letztes Spiel: ein 6:2 gegen Radomiak Radom am letzten Spieltag der Ekstraklasa. Zuletzt spielte er bei Górnik Zabrze, dessen Anteile er zu 86 Prozent besitzt. Zusätzlich verpflichtete sich Podolski, innerhalb von drei Jahren rund drei Millionen Euro in den polnischen Traditionsklub zu investieren.

Mit 40 Jahren und 353 Tagen war er beim Abschied der älteste Feldspieler der Ekstraklasa-Geschichte, knapp zwei Wochen vor seinem 41. Geburtstag.

Wie viel er zuletzt als Spieler in Polen verdiente, ist nicht offiziell bekannt. Belastbare Zahlen gibt es dagegen aus seiner Zeit bei Galatasaray Istanbul.

Fußballer Lukas Podolski lächelt in die Kamera und hält den Daumen hoch.
Mehr als 800 Pflichtspiele, ein WM-Titel, mehrere Unternehmen: Podolskis Einkommen speiste sich schon während der Karriere aus mehreren Quellen.

Drei Millionen Euro plus Prämien

Galatasaray veröffentlichte 2015 Podolskis vollständige Vertragskonditionen. Demnach erhielt er ein festes Jahresgehalt von drei Millionen Euro. Für jeden Einsatz kamen 20.000 Euro hinzu. Allein die garantierte Vergütung entsprach 250.000 Euro im Monat.

Einnahmen aus Werbung, Prämien und weiteren Stationen sind darin nicht enthalten. Auch Angaben zu Podolskis aktuellem Vermögen oder seinen Unternehmenseinkünften beruhen lediglich auf Schätzungen.

Beim DFB gab es kein Gehalt – nur Prämien

Für die Nationalmannschaft lief Podolski 130-mal auf und erzielte 49 Tore – nach Miroslav Klose und Gerd Müller ist er dritterfolgreichster DFB-Torschütze. Ein Gehalt bekam er dafür nicht: Der Verband zahlt kein Fixum, sondern ausschließlich erfolgsabhängige Prämien. Für den WM-Titel 2014 waren das 300.000 Euro pro Spieler, gestaffelt ab dem Viertelfinale, bei einem früheren Aus wären die Spieler leer ausgegangen. Dazu kommt eine Antrittsprämie von rund 20.000 Euro pro Nominierung, allerdings nach Zahlen aus den 2020er-Jahren.

Zum Vergleich: 1954 gab es für den Titel umgerechnet 1.250 Euro plus ein Fernsehgerät, 1974 dann 30.000 Euro plus einen Käfer. Und für den WM-Sieg 2019 hätte jede deutsche Nationalspielerin 75.000 Euro bekommen – ein Jahr zuvor waren bei den Männern 350.000 Euro ausgelobt.

Eine Einsatzprämie brachte fast ein Gastronomen-Jahresgehalt

Abseits des Fußballs baute sich Podolski mehrere Standbeine auf. Dazu gehören die Dönerkette Mangal, die Eismarke Ice Cream United, ein Modelabel und das Glücksgefühle-Festival.

Laut aktuellen kununu Gehaltsdaten verdienen Gastronom:innen in Deutschland durchschnittlich 29.800 Euro brutto im Jahr beziehungsweise 2.483 Euro im Monat. Die Gehaltsspanne reicht von 20.700 bis 44.500 Euro.

Podolskis damaliges Galatasaray-Fixgehalt war damit rund 101-mal so hoch wie das durchschnittliche Jahresgehalt in der Gastronomie. Schon seine Einsatzprämie von 20.000 Euro entsprach etwa acht durchschnittlichen Monatsgehältern. Und die WM-Prämie von 300.000 Euro allein entsprach rund zehn Jahresgehältern eines Gastronomen – für sieben Spiele in einem Sommer. Was er heute mit Döner, Eis und seinen übrigen Unternehmen verdient, bleibt dagegen sein Geschäftsgeheimnis.