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Bekannte Gehälter

Jürgen Klopps Verdienst: Eine Bronzestatue und mehrere Millionen Euro

von Julia P.
Veröffentlicht:  8. Oktober 2026, 14:59
2 min
Fußballtrainer in roter Kleidung feiert mit erhobenen Armen

Jürgen Klopp hat Spuren hinterlassen. Der FC Liverpool widmet ihm daher eine Bronzestatue. Klopp verdient Medienberichten zufolge rund sieben Millionen Euro im Jahr, das ist 168-mal so viel wie ein Sportwissenschaftler im Schnitt in Deutschland. Der Diplom-Sportwissenschaftler Klopp ist damit auf Nagelsmann-Niveau.

Ein Dank des FC Liverpools

Im Vereinsmuseum des FC Liverpool ist elf Jahre nach Jürgen Klopps Amtsantritt eine Bronzestatue zu Ehren des früheren Teammanagers enthüllt worden, gestiftet von der Fanvereinigung „Spirit of Shankly“. Sie zeigt Klopp in einer seiner typischen Posen, mit Kappe, einer Hand am Herzen und der anderen zum Faustjubel erhoben. Klopp trainierte Liverpool von 2015 bis 2024, gewann mit dem Klub 2019 die Champions League und 2020 die englische Meisterschaft und ist seit August Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft.

Sieben Millionen Euro für den neuen Bundestrainer

Doch was verdient Klopp heute? Nach Berichten von Eurosport, die sich auf Bild-Recherchen berufen, verdient Klopp beim DFB rund 7 Millionen Euro pro Jahr, damit wäre er der bestbezahlte Bundestrainer aller Zeiten.

Zum Vergleich:

  • Klopp (ab 2026): rund 7 Mio Euro pro Jahr
  • Julian Nagelsmann (2023-2026): bis zu 7 Mio Euro pro Jahr
  • Hansi Flick (2021-2023): 6,5 Mio Euro pro Jahr
  • Joachim Löw (2006-2021): 3,5 Mio Euro pro Jahr

Vor der Einigung war zeitweise sogar von 10 bis 12 Millionen Euro pro Jahr die Rede, die konkrete Zahl blieb aber im Bereich seines Vorgängers. Trotzdem gehört Klopp damit zu den bestbezahlten Nationaltrainern der Welt, etwa auf einer Ebene mit England-Coach Thomas Tuchel (rund 6 Mio) und deutlich hinter Brasilien-Trainer Carlo Ancelotti (rund 10 Mio).

Vom Sportwissenschaftler zum Millionentrainer

Klopp begann seine Karriere als Spieler bei mehreren Frankfurter Amateurklubs und wechselte 1990 zum damaligen Zweitligisten 1. FSV Mainz 05, für den er bis 2001 spielte. Parallel dazu studierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Sportwissenschaften und schloss 1995 als Diplom-Sportwissenschaftler ab.

Direkt nach seinem Ausstieg als Spieler wurde er 2001 Trainer bei Mainz 05 – aus „purer Verzweiflung“, wie der damalige Manager Christian Heidel später sagte. Danach führte er den Klub 2004 erstmals in die Bundesliga, wechselte 2008 zu Borussia Dortmund und übernahm 2015 den FC Liverpool. Nach seinem Abschied 2024 arbeitete er als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull, bis der DFB ihn 2026 überzeugte.

Klopp verdient 168-mal so viel wie ein Sportwissenschaftler

Diplom-Sportwissenschaftler:innen arbeiten in vielen Feldern: in Sportvereinen, in Reha-Zentren, in der Sportartikelindustrie, im Trainings- und Leistungsdiagnostik-Bereich. Hätte Klopp diesen Weg statt der Trainer-Karriere weiterverfolgt, wäre er heute wohl am oberen Ende der Gehaltsspanne unterwegs. Doch selbst das obere Viertel der Sportwissenschaftler:innen in Deutschland kommt auf rund 60.200 Euro im Jahr.

Das sind die aktuellen kununu Gehaltsdaten für Deutschland:

Anders gerechnet: Ein einziger Monat als Bundestrainer bringt Klopp etwa so viel wie ein gut verdienender Sportwissenschaftler in fast zehn Jahren. Legt man das Durchschnittsgehalt von 41.500 Euro zugrunde, verdient Klopp beim DFB rund 168-mal so viel wie ein Sportwissenschaftler in Deutschland.

Debüt mit Remis: Kaum Zeit zum Trainieren

Am 17. September präsentierte Klopp auf dem DFB-Campus in Frankfurt zwei Aufgebote mit insgesamt 44 Spielern. Der Auftakt in Amsterdam endete 1:1 (1:0). Klopp sagte danach, es gebe „Spielraum für Verbesserung“. Weiter ging es am 27. September mit dem Spiel gegen Griechenland in Augsburg, heute folgt Serbien in München. Danach steht das Rückspiel in Thessaloniki an.

Die Leidenschaft blieb immer die gleiche

Beide Wege haben denselben akademischen Ausgangspunkt: ein Studium der Sportwissenschaften. Die meisten Absolvent:innen arbeiten in Vereinen, Reha-Einrichtungen oder im Sportmanagement und erzielen ein solides mittleres Einkommen. Klopp fand einen anderen Weg, über die Fußball-Praxis in die Weltspitze. Gemeinsam sind beiden analytisches Denken, Trainingswissenschaft und ein Verständnis für Motivation. Nur die Karrierekurven trennen Welten.