Selbstbewusst Auftreten im Job: Diese Phrasen solltest du vermeiden

Nicht jede Person ist extrovertiert und ergreift gerne das Wort bei jeder Gelegenheit. Gerade im Arbeitsalltag kann es allerdings der Karriere so manchen Stein in den Weg legen, wenn es einem schwerfällt, selbstsicher vor Kollegen und Vorgesetzten aufzutreten.

Vor allem durch unsere Sprache vermitteln wir oft unbewusst Unsicherheit. Wir verraten dir deshalb, welche Phrasen und Wörter du aus deinem Wortschatz streichen solltest, um selbstbewusster zu wirken.

„Ich wollte nur …“

Menschen, die sich vage ausdrücken, wirken schnell unsicher und ängstlich auf andere. Unser erster Tipp lautet daher: Wenn du selbstbewusster auftreten willst, verabschiede dich vom Konjunktiv.

Statt Formulierungen wie beispielsweise „Ich wollte nur mal nachfragen, ob …“ zu verwenden, versuche es mal mit etwas Aussagekräftigerem wie zum Beispiel: „Dazu habe ich folgende Frage: …“

Du wirst merken, dass du durch den Einsatz einer verbindlichen Sprache entschlossener, selbstsicherer und kompetenter auf deine Kollegen und Vorgesetzten wirkst.

„Könntest du vielleicht …“

Diese Phrase haben bestimmt viele von euch schon unbewusst verwendet, beispielsweise um einen Kollegen um einen Gefallen zu bitten oder eine Aufgabe zuzuteilen.

Natürlich ist es wichtig höflich zu fragen, wenn man jemanden um etwas bitten möchte. Aber durch diesen Satz wirkt eine Bitte, als würde man schon damit rechnen ein Nein als Antwort zu bekommen. Oder stellt anderen zumindest schon die Möglichkeit in den Raum, eine Aufgabe nicht unbedingt erledigen zu müssen.

Wir empfehlen daher auf Formulierungen wie „Kannst du mich bei diesem Projekt unterstützen?“ umzusteigen. Sollte dein Gegenüber keine Zeit haben, wird er oder sie es dir ohnehin wissen lassen.

„Ich könnte das übernehmen …“

Freundlichkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Voraussetzungen für die Zusammenarbeit im Team. Das bedeutet auch anderen hilfreich zur Seite zu stehen. Aber das heißt nicht, dass du nie Nein sagen darfst.

Wenn du weißt, dass du nicht die nötigen Ressourcen hast, um bei einem Projekt mitzuarbeiten, solltest du das deinen Kollegen und Vorgesetzten auch genauso mitteilen. Auf eine Nachfrage kannst du freundlich, aber bestimmt antworten: „Ich habe gerade leider keine Zeit.“ oder „Ich habe leider nicht die nötigen Ressourcen dafür.“

„Ich könnte das übernehmen …“ ist aber auch die falsche Phrase, wenn du eine Aufgabe gerne machen möchtest. Wie immer gilt: Drücke dich klar und bestimmt aus. So zeigst du deinem Umfeld, dass du es nicht als Last empfindest ein Projekt zu übernehmen oder für dein Team da zu sein.

Füllwörter wie „eigentlich“ oder „vielleicht“

Unverbindlichkeit prägt unsere Gesellschaft heutzutage in vielen Bereichen und „Bloß nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“ scheint zum Motto einer ganzen Generation geworden zu sein. Dadurch sind nicht zuletzt Füllwörter wie „eigentlich“ oder „vielleicht“ gängige Bestandteile von Unterhaltungen geworden.

Doch diese Wörter sind echte Weichspüler, die du keinesfalls verwenden solltest, um deine Meinung oder Vorschläge zu erläutern. Denn solche Ausdrücke führen dazu, dass deine Aussagen und Argumente abgeschwächt werden.

Ähnlich verhält es sich außerdem mit folgenden Ausdrücken: möglicherweise, praktisch, eventuell, gegebenenfalls, im Grunde genommen, im Prinzip und unter Umständen. Diese Wörter kannst du ruhigen Gewissens aus deinem Wortschatz streichen.

Aus unsicher mach selbstbewusst

Hier haben wir eine Auflistung von Phrasen, die dich nicht sehr selbstbewusst erscheinen lassen und gute Alternativen dazu.

Statt dieser Phrase... verwende besser diese.
"Ich wollte nur mal nachfragen, ob …""Dazu habe ich folgende Frage: …"
"Ich glaube, der Grund dafür ist, dass ...""Meiner Meinung nach, liegt der Grund dafür darin, dass ..."
"Könntest du mich bei dieser Aufgabe vielleicht unterstützen?""Ich brauche bei dieser Aufgabe Hilfe. Kannst du mich dabei unterstützen?"
"Ich könnte dieses Projekt übernehmen.""Gerne übernehme ich dieses Projekt."
"Eigentlich ist meine To-Do-Liste für heute schon voll.""Es tut mir leid, aber meine To-Do-Liste ist bereits voll. Ich melde mich, wenn ich Zeit dafür einräumen kann."
"Vielleicht könnten wir uns im nächsten Meeting darüber abstimmen?""Ich möchte mich dazu im nächsten Meeting mit dir abstimmen."
"Dürfte ich deine Meinung dazu erfragen?""Wie ist deine Ansicht?"
"Mir wäre es wichtig, dass ...""Eines meiner größten Anliegen dabei ist, dass ..."
"Ich würde eigentlich gerne darüber sprechen.""Darf ich dir Terminvorschläge senden, um darüber ein Gespräch zu führen?"
"Gegebenenfalls komme ich vielleicht nochmals auf dich zurück.""Tritt dies ein, kontaktiere ich dich umgehend."

Anika Dang

Anika Dang

Anika ist seit Juli 2017 Teil der kununu Redaktion und schreibt über Themen rund um Karriere und Arbeitswelt. Außerdem hat die Wienerin Texte bei der Neuen Zürcher Zeitung und Der Standard veröffentlicht.

Hannah Reumann

Hannah ist seit März 2020 Mitglied der kununu Redaktion und schreibt Artikel über verschiedene Themen rund um die Arbeitswelt. Sie wohnt in Wien und studiert derzeit berufsbegleitend Marketing- und Salesmanagement im Masterstudiengang.