Von Shout-Coach bis Seriengucker: Wir präsentieren die 12 kuriosesten Jobs

Den ganzen Tag nur vorm Bildschirm kleben und ein To-Do nach dem anderen abarbeiten – das ist nichts für dich? Wie wäre es stattdessen mit einem etwas ungewöhnlicheren Beruf? Denn sie sind zwar selten, gibt es aber wirklich: Shout-Couch, Schlangenmelker oder Schlussmacher. Bei diesen Jobs lautet das Motto: Tschüss Alltag, hallo Abenteuer! Wir haben eine Auswahl an kuriosen Möglichkeiten für euch, mit denen ihr euer Geld verdienen könnt.

Shout-Coach

Jemanden mal so richtig anbrüllen? Und dafür auch noch Geld bekommen? Tja, der Beruf des Shout-Coach macht es möglich! Denn wie der Name schon verrät, geht es hier vor allem um Eines: Schreien. Mit Hilfe eines Shout-Coach lernen nämlich professionelle Heavy-Metal-Musiker die richtige Technik für die perfekte Atmung und fachgerechtes Brüllen. Der Sinn dahinter? Auch stundenlang auf der Bühne grölen zu können, ohne danach heiser zu sein!

 

„Brüllen und sich gegenseitig anschreien gehört zum „guten“ Ton.“ anonyme Arbeitgeberbewertung für JoKo-GmbH

Drogenspürhund-Service

Jeder von uns kennt diese ganz besonderen Eltern, die sich um alles Sorgen machen. Und diese Sorge macht erfinderisch: Was man bis dato nur aus Polizeifilmen und Co. kennt, gibt es nun auch ganz privat fürs Kinderzimmer – Drogenspürhunde. Dabei untersucht der Spezialist auf vier Pfoten jede Ecke des vermeintlichen Teenagerparadies auf Rauschgift, Alkohol oder andere Drogen. Wie viel man als Hundeführer damit verdienen kann? 45€ pro Zimmer, 95€ sind es gar für eine ganz Wohnung. [1]

Strandtester

Die Zehen im heißen Sand und eine Kokosnuss in der Hand: Arbeiten unter Palmen als Strandtester. Klingt wie ein Traumberuf? Ist es wahrscheinlich auch. 150 Strände auf fünf Kontinenten in einem Jahr ausprobieren: Mit diesem Auftrag suchte das Strand-Bewertungsportal Beach-Inspector.com Anfang 2016 Deutschlands ersten Profi-Strandtester. Und dann kann man den ganzen Tag einfach nur in der Sonne liegen? Nicht ganz. Pro Tag besucht man als Strandtester ein bis zwei Strände und bewertet diese anhand von 120 Kriterien. [1]

 

„Der Arbeitsort liegt direkt am Strand und man kann in der Mittagspause schnell man die Füße in den Sand stecken.“ anonyme Arbeitgeberbewertung für Fachklinikum Borkum GmbH

Schlangenmelker

Ein Beruf zwischen Leben und Tod: der Schlangenmelker. Was eher wie eine Statistenrolle aus Indiana Jones klingt, ist tatsächlich ein Beruf, für den man eine langwierige Ausbildung absolvieren muss. Als Schlangemelker ärgert man unterschiedlichste Giftschlangen nämlich so lange, bis sie Gift abspritzen. Das wird dann behutsam gesammelt und für die Giftgenerierung genutzt. Aber Achtung: Ärgert man die gute Dame oder den gnädigen Herren zu viel, ist es schnell mit dem Spaß vorbei! [2]

 

„Unberechenbare, zweiköpfige Schlange“ anonyme Arbeitgeberbewertung für Saturn

Ansteher

Wo kann man mit Anstehen Geld verdienen? Natürlich in den USA. Besonders bei Studenten ist das professionelle Anstehen ein beliebter Nebenjob. Inzwischen gibt es sogar eigene Linestanding-Agenturen, die Bewerber mit langem Geduldsfaden und starken Beinen vermitteln. Kunden sind dabei in der Regel vielbeschäftigte Menschen, die ihre eigene Zeit nicht beim Anstehen für öffentliche Kongresssitzungen oder das neueste Apple-Produkt aufwenden wollen. Zwischen 10 und 15 Euro die Stunde kann man sich als Profi-Ansteher dazuverdienen.[3]

Schlussmacher

Bekannt wurde dieser Beruf vor allem durch den gleichnamigen Film von Matthias Schweighöfer. Du dachtest, der Job wäre erfunden? Ganz und gar nicht. Wenn die Zuneigung nachlässt oder Streit an der Tagesordnung steht, findet eine Beziehung früher oder später ein Ende. Wer die unliebsame Aufgabe nicht selbst übernehmen möchte, kann eine Trennungsagentur damit beauftragen. Je nachdem ob man sich für eine Trennung per Brief, Anruf oder persönlichem Gespräch entscheiden, kostet das Schlussmachen zwischen 30 und 65 Euro.[3]

Golfball-Taucher

Wenn bei Misses und Mister Gatsby Geld keine Rolle mehr spielt, ist eine Stellenausschreibung als Schatzsucher im Golfer-Paradies nicht unwahrscheinlich. Was zunächst etwas lächerlich klingt, ist aber mit harter Arbeit verbunden: Die Taucher müssen sich oft mehrere Meter in die Tiefe vorkämpfen, die Bälle bergen und dabei auch noch Algen und Co. im Auge behalten. Schlingt sich nämlich erstmal eine Ranke um Arme oder Beine, kann das schnell in einer brenzligen Situation enden. Für den Heldenmut gibt es dafür auch eine saftige Belohnung: Die Bälle werden zu einem Sonderpreis verkauft. [1]

 

„Wieviele Golfbälle gibt es in Deutschland?“ Bewerbungsfrage bei HelloPlugin GmbH

Erschrecker

Der wohl „furchteinflößendste“ Beruf von allen: Professionelle Erschrecker! Sie arbeiten in der Geisterbahn, im Vergnügungspark oder im Gruselkabinett. Dabei verstecken sich Mitarbeiter als Monster, Vampir, Zombie oder Mumie verkleidet und warten auf nichtsahnende Besucher. Im richtigen Moment springen sie dann aus ihrem Versteck hervor und jagen den Gästen einen ordentlichen Schrecken ein. Für Fans von Horrorfilmen und Gruselgeschichten wohl genau das Richtige.[4]

Seriengucker

Die neuesten Serien anschauen und dafür von Netflix bezahlt werden? Was für jeden Binge-Watcher erstmal klingt wie ein Traum, ist wirklich ein Jobangebot. Denn unter bestimmten Voraussetzungen kann man seine liebste Feierabendbeschäftigung tatsächlich zum Beruf machen. Als Tagger hat man bei Netflix folgende Aufgabe: Sie müssen den Inhalt von Serien oder Filmen anschauen und ihn mit Tags, also mit Schlagworten, versehen. Damit kann der Streamingdienst sein Angebot besser ordnen und konkretere Vorschläge für weitere Kunden machen. Einen Haken hat das Ganze aber: Man kann nicht einfach ansehen, was man möchte, denn die Programme sind vorgegeben. Aber bei einem Stundenlohn von 10 US-Dollar und einem Netflix-Abo obendrauf sagen echte Serienfans wohl nicht Nein.[5]

 

„Während der Arbeit surfen alle im Netz und gucken Serien.“ anonyme Arbeitgeberbewertung für toner-dumping.de Orth & Baer GmbH

Münzwäscher

Münzwäscher ist ein Job, der so kurios ist, dass es ihn sogar nur an einem einzigen Ort in der Welt gibt: im St. Francis Hotel in San Francisco. Dort war es den feinen Damen in der näheren Vergangenheit zuwider, ihre weißen Handschuhe mit dem gebrauchten Wechselgeld zu beflecken. Da im St. Francis Feedbackkultur hochgehalten wird, gab es auch schon bald eine Lösung dafür: Eine eigene Person wäscht den ganzen lieben Tag lang Münzen, sodass sie wie neu strahlen, bevor sie gewechselt werden. Spricht doch nur für saubere Geschäfte, oder? 😉 [6]

Taschentuch-Schnüffler

Ein leichter Duft, der uns in die Nase steigt und wir erkennen sofort: „It’s a feh!“ Was wie ein ausgeklügelter Marketingstreich wirkt, ist in Wahrheit viel Marktforschung. Taschentuch-Produzenten stellen nämlich eigene Taschentuch-Schnüffler ein, die immer wieder an den unterschiedlichen Geruchsvarianten der Taschentücher schnuppern, sich fachmännisch die Nase putzen und dann zu der Entscheidung kommen, ob das Taschentuch für die feinen Näschen der Konsumenten geeignet ist. Ob man damit auch wirklich Geld verdienen kann? Definitiv, bis zu 48.340 Euro kann man pro Jahr damit machen! [7]

 

„Hier überlegt man sich zwei mal, ob man die Odysee auf sich nehmen möchte, um das volle Taschentuch wirklich wegzuwerfen.“ – anonyme Arbeitgeberbewertung für Devoteam GmbH

Wasserrutschen-Tester

Zuallererst mal: Ja, das gibt es wirklich. Im Jahr 2013 vergab der britische Reiseanbieter First Choice den Job des Wasserrutschen-Testers an einen Studenten. Der Auftrag lautete: Sechs Monate lang Wasserrutschen testen. Klingt jetzt schon nach einem tollen Job? Es kommt noch besser: Für sein Engagement und die sicherlich harten Arbeitsbedingungen erhielt der Student eine Vergütung von 34.000 Euro. Das ist mal ein außergewöhnliches Jobangebot![8]

 

Quellen:

[1] arbeits-abc.de

[2] welt.de
[3] spiegel.de
[4] aachener-zeitung.de
[5] stern.de

[6] zeit.de

[7] bigfm.de
[8] bild.de