Job Hopping

Job-Hopping – von einem Arbeitgeber zum nächsten hüpfen

Du wechselst deine Jobs wie deine Unterhosen? Ach was, die fünf Stellen im letzten Jahr! Keine Sorge, wir wollen dir damit nicht sagen, dass du deine Unterhose nur fünfmal pro Jahr austauschen sollst. Sondern etwas ganz anderes: Es gibt nur einen sehr schmalen Grat zwischen „Wow, die hat sich etwas getraut!“ und „Ob der wohl länger als zehn Minuten bei uns durchhält?“. Wir sagen dir, was Job-Hopping bedeutet und wie du durch deine häufigen Jobwechsel trotzdem noch positiv beim Bewerbungsgespräch auffällst.

Kontinuierliche Weiterbildung oder Job-Hopping?

Es gibt keine allgemeingültige Definition für Job-Hopping. Man kann also sagen, dass jeder Personaler für sich selbst festlegt, wann es ihm wirklich zu krass wird. Das Problem dabei? Der eine sagt gut, zwei Jobwechsel in drei Jahren sind gerade noch okay. Der andere wiederum findet deine fünf Stellen der letzten sieben Monate echt cool und ambitioniert. Außerdem kommt noch ein klitzekleiner Unterschied dazu: Warst du immer beim selben Unternehmen und hast dich dort vom Tellerwäscher zum Millionär hochgearbeitet? Oder bist du immer Tellerwäscher geblieben, nur eben bei unterschiedlichen Firmen?

Alternativen gesucht

Manchmal ist der Weg in ein anderes Unternehmen gar nicht unbedingt der richtige. Natürlich, wenn die Voraussetzungen zu schlecht sind, dann nichts wie weg aus der Firma. Sieh dich aber nach internen Möglichkeiten um. Muss ja nicht gleich die Führungsposition sein. Wenn du auf der Suche nach neuen Herausforderungen bist, reicht oft schon ein neues Themengebiet. Sprich mit deinem Personalverantwortlichen über deine Probleme und Wünsche. Denn vielleicht hat er nur darauf gewartet und kann dich in einem anderen Bereich ganz dringend brauchen. Er wusste einfach nicht, dass du darauf auch Lust hast. Ist Bore-Out schuld an deinen häufigen Jobwechseln? Schau gleich nach!

Du bist nicht allein

Eine Studie des Personaldienstleisters Manpower ergab, dass 37 Prozent aller Arbeitnehmer weltweit permanent auf Jobsuche sind. Irgendwie verständlich, oder? Die Arbeitswelt hat sich verändert und ist dynamischer geworden. Für ein Auslandspraktikum bei Siemens nach Indien und gleich anschließend als Trainee zu Porsche in Leipzig? Kein Problem. Deine neue Freundin wohnt aber in Hamburg und du willst deshalb drei Monate später doch als Account Manager zu Airbus?

Du musst dich verkaufen können

Es kommt jetzt darauf an, ob du dich bei deinen Tätigkeiten weitergebildet hast. Na klar hast du dich weitergebildet! Oder? Nein? Dann musst du dich jetzt gut verkaufen können. Im Lebenslauf solltest du dem Personaler – oder dem Bewerbungstool – zeigen, was du in deinen Jobs gelernt hast. Du hast nämlich nicht nur Keramik-, sondern auch Porzellan- und Goldteller gewaschen. Wenn du im Goldteller-Business unter zwei Monate gearbeitet hast, kannst du den Job im Lebenslauf auch ganz getrost weglassen. Musst du aber natürlich nicht.

Dein potentieller Arbeitgeber kann sich mit einem detaillierten Lebenslauf gleich viel besser vorstellen, ob du zu ihm passen könntest. Steh dazu: „Ich habe eine tolle Ausbildung, aber kein Arbeitgeber konnte mich bisher nachhaltig überzeugen.“ Und jetzt vielleicht noch ein bisschen offensiver: „Was können Sie mir als Unternehmen eigentlich bieten?“ Das ist dir alles egal – in drei Monaten im Job hast du genug verdient und willst du sowieso erstmal eine Weltreise machen? Bleib bitte fair. Du kannst dein Vorhaben erklären und ihr einigt euch vielleicht vorübergehend auf eine Freelancer-Lösung. Aus solchen Gründen direkt wieder zu kündigen, ist aber nicht okay und wird spätestens bei den nächsten Bewerbungen zum Problem.