Kettenkarussell Prater

10 Gründe, warum du in Wien arbeiten solltest

Steht man am Stephansplatz, dem Herzstück von Wien und dem wohl verhasstesten Platz der Wiener, da ein Durchkommen durch die chinesischen Meisterfotografen beinahe unmöglich scheint, könnte man meinen, Wien sei wunderbar. Tausende von Touristen, die Tag ein Tag aus zur berühmten Kathedrale drängen, Konzertkartenverkäufer, die jedes potenzielle Opfer in Mozartkostümen anquatschen und Kellnerinnen in rosa Röckchen und Spitzenhäubchen, die am Rande des Trubels Sachertorte mit Schlagsahne servieren. Doch zwischendrin erblickt man ein einzigartiges Individuum: den Wiener. Die Mundwinkeln sauertöpfisch nach unten gezogen, mit einem Dackel an der Leine, steht er an der Würstelbude und isst sein Käsekrainer. Was gröhlt ihm da der Maxl aus Simmering mit der gelben Bierdose ins Ohr? Wien ist zur lebenswertesten Stadt der Welt ausgezeichnet worden? Gibt’s ja net! Aber irgendwie auch logisch, schließlich lebt sich’s ja doch nicht so schlecht im geliebten Wien. Aber noch besser als leben, lässt sich’s arbeiten. Deswegen singen wir für dich heute ein kleines Loblied auf die wunderschöne österreichische Hauptstadt und verraten dir 10 Gründe, warum du in Wien arbeiten solltest.

1. Nur net hudeln!

Auf Neumodern als „Work-Life-Balance“ bekannt, würde es der Wiener wohl frei mit „Immer mit der Ruhe!“ übersetzten. Als Arbeitnehmer in Wien solltest du nämlich unbedingt darauf achten, ja nicht zu viel zu arbeiten. Wie bitte? Ganz genau! Erstens würde das dafür sorgen, dass du auf der Beliebtheitsskala deiner Kollegen tiefer rutscht als die Gruseltour der Wiener Katakomben. Zweitens ist es spätestens seit der Ära des Altbürgermeisters Michael Häupl Tradition ab Dienstag, 14 Uhr, die Woche etwas langsamer angehen zu lassen. Und drittens würde jegliches andere Verhalten der österreichischen Gemütlichkeit widersprechen. Aber jetzt mal im Ernst: Ab Freitag 14:00 Uhr sind Büros, Baustellen und Schulen leer, denn je früher das Wochenende für die Wiener beginnt, desto früher können sie ihre wunderbare Stadt verlassen und in ihre Ferienhäuser am Semmering flüchten!

2. Sissi! Franz!

Wenn in der Früh bereits aus dem Leierkasten des Straßenmusikanten die Kennmelodie von Sissi ertönt, weißt du, du hast es geschafft. Du bist in den Traum aller Monarchisten, in das Herzstück der K&K-Zeit und in den Kitsch pur vorgedrungen. Egal ob Schönbrunn oder erster Bezirk, den Charme vergangener Zeiten spürst du in Wien so intensiv, wie nirgendwo anders. Und das Beste daran ist: Wenn du dich in der Früh beim Weg in die Arbeit bereits wie eine Königin fühlst, können auch der fieseste Tratsch, die nervigsten Kollegen oder der rechthaberischte Chef dein Ego nicht mehr vom Thron schupfen!

3. Auf ein Kaffeetscherl

Beinahe so alt wie das Skelett von Sissi in der Kapuzinergruft, ist auch die Wiener Kaffeehauskultur. Mit Zeitungsstock, gratis Heute und Monokel gerüstet, macht sich der Wiener von Welt in der Mittagspause auf ins Kaffee Sacher, um in Ruhe die Nachrichten aus dem anderen Universum jenseits der Donau zu studieren. Lässt sich der traditionelle Kaffeebesuch auch noch mit der Arbeit verbinden, ist das Glück perfekt: Er muss zum Geschäfte machen, nicht einmal sein Grätzel verlassen. Mit Fingerabdrücken von Esterhazy-Schnitten, Brandteigkrapferln und Rahmstrudel wird der Vertrag besiegelt, das neu verdiente Geld beim geizigen Trinkgeld liegen gelassen und überlegt, ob man nicht doch noch auf einen Eismarillenknödel zu Tichy schauen sollte. Da bleibt nur mehr die Frage: Wo lässt es sich sonst noch idyllischer arbeiten?

4. Servus die Wadeln!

Das klingt nach Sport? Hm, könnte es sein, allerdings ist der Sportbedarf der Wiener schon oft gedeckt, wenn sie ihren Nachwuchs beim Bambini-Sprint beim Vienna City Marathon begleiten. Doch manche schaffen es doch und sagen dem Bierbauch am Weg in die Arbeit den Kampf an. Denn die Rolltreppen hinab zur U-Bahn sind nicht zu unterschätzen! Darauf folgt die Morgengymnastik für die Nasenmuskulatur, wenn sie die einmalige Aroma-Mischung von frischem Gebäck, 24-Stunden-Supermarkt und Untergrundmief schnuppern darf. Nach einer kurzen Aklimatisierungsphase sind die Lungenflügel dann gut aufgewärmt für die Profi-Runde: Eine Mischung aus Schweiß, Döner und Eigengeruch der U6. Wer dem edlen Parfum Wien Nummer Fünf aus dem Weg gehen will, kann sich auch gerne ins Auto setzten. Aber sei gewarnt: Die Parkpickerlkontrolleure ruhen nicht und die Verkehrsteilnehmer verwechseln mit unter die Wiener Straßen mit einem italienischen Bandenkrieg. So oder so, der Weg in die Arbeit ist immer ein Abenteuer in Wien!

5. Zum Geburtstag ein Spritzwein

Die Wiener sind oft sehr selbstverliebt. Wir sind die tollsten, uns braucht die Welt! Das denkt sich wohl auch der österreichische Wein. Denn wenn es ein Getränk auf jeder Getränkekarte gibt, ist es der Spritzwein. Der ehemalige Bürgermeister Michael Häupl empfiehlt ihn an heißen Sommertagen, die Wiener Wirtschaft wohl bei jeglichem Einkauf in heimischen Gefilden. Wir empfehlen ihn zum Anstoßen an deinem Geburtstag im Büro. Köstlich, frisch und immer gut, stärkt er nicht nur die Lebenslust und den Stolz der Wiener, sondern auch den Teamgeist. Also Prost auf einen Grund mehr, warum du in Wien arbeiten solltest!

6. Ein bissl Grant gibt’s gratis dazu!

Die Warnung vorweg: Du kommst ihm nicht aus! Der Wiener Grant ist allgegenwärtig und gehört dazu wie die Diskussion um die „Heimat großer Töchter und Söhne“ in der Bundeshymne. Stehst du in der Kaffeeküche, beginnen deine Kollegen schon zu nörgeln, bevor die Kaffeemaschine noch angefangen hat zu murren. Doch auch wenn das alles nur negativ klingt, in Wahrheit ist es nur ein Grund mehr in der Stadt der Grantler zu arbeiten: Du bist immer up-to-date, weißt sofort, wenn die Öffi-Tickets, die ohnehin nicht teuer sind, teurer wurden oder warum die Wurstverkäuferin beim BILLA heute eine Scheibe Extrawurst weniger in die Jausensemmel packte. Da blinkt die Erinnerung in deinem Gehirn auf, wie das Ampelmännchenpärchen kurz bevor sie rot werden, dass du eben doch nicht im Paradies auf Erden bist, sondern einfach nur in Wien!

7. Hüsn und Würstl

Das Einser-Menü am Würstelstand: Es lässt dich nie im Stich! Wenn bereits beim Dönerladen ums Eck das Licht ausgeht, kannst du sicher sein, dass die Würstelbude deines Vertrauens dich noch immer mit offenen Armen empfangen wird. Denn egal wie spät der Feierabend wird, das Knurren im Magen muss erstmals beseitigt werden. Schließlich ist ein hungriger Wiener, nicht er selbst. So kann es passieren, dass er zu späterer Stunde schon einmal melancholisch wird und sich zu dem Gedanken hinreißen lässt, dass wenn er gemütlich seine Hüsn (für alle Deutschen zum besseren Verständnis, damit ist tatsächlich ein Bier gemeint) schlürft und der Augustinverkäufer ihm zum dritten Mal eine Zeitung andrehen wollte, Wien doch ganz lebens- und arbeitenswert ist!

8. Weg mit dem Dreck!

19.000 Mülleimer und jedes Jahr werden es mehr. Orange-silbern landen sie mit netten Sprüchen wie „Mir kannst du ruhig alles anvertrauen“ die Wiener ein, ihre Stadt sauber zu halten. Und Tatsache: Sie halten sich daran! Als Fashionista kannst du also getrost über den Asphalt stöckeln, ohne Gefahr zu laufen, in den nächsten Hundekot zu treten. Denn für alle Vierbeiner gibt es das „Sackerl fürs Gackerl“, während auf alle homo viennans das Misttelefon wartet, wo die Schmutzfinke der Ordnung wegen verpetzt werden. Mit beinahe deutscher Korrektheit sorgen die Österreicher somit für Grund Nummer acht: Du wirst immer sauber, ohne Kaugummirückstände auf der Sohle, im Büro ankommen!

9. Bussi, Baby!

Wenn die Wiener dann doch einmal ihren Charme beim After-Work spielen lassen, gibt’s vielleicht sogar noch ein Busserl für die Mitarbeiter des Monats im Kunstschatzi. Im? Ganz genau, denn ein weiterer Grund, warum du in Wien arbeiten solltest, ist, dass es wohl die kreativsten After-Work-Events anbietet. So auch Cocktailparties in einem der ältesten Museen der Welt, der Albertina. Falls du allerdings doch nicht ganz so auf Hipster, Kultur und Streberbrillen stehst, gibt’s noch immer die Donauinsel mit einem Best-Of der unterschiedlichsten Kulturen. Dank Shisha-Bars neben Mexikanern, Beachvolleyball-Plätzen neben Hundestränden und Grillrestaurants neben FKK-Stränden, zeigt sich hier Wien von seiner kuriosten Feierabend-Seite!

10. Die besten Jobs der Welt

Und zwar bei kununu! Wir vereinbaren alle Vorteile Wiens und noch vieles mehr. Falls du jetzt ein bisschen Angst bekommen hast, dass dich im Büro eine Überdosis Wien erwartet, keine Sorge. Bei uns gibt es auch noch viele andere Nationen – und die sind auch ziemlich „leiwand“! Aber vielleicht gibt es auch schon bald dich bei uns? Wir sind nämlich aktuell auf der Suche nach einem JavaScript Software Engineer, einem Senior Software Architekt und einem Senior Manager Corporate Development. Gründe, warum es sich lohnt bei uns und vor allem auch in Wien zu arbeiten, müssen wir dir ja wohl nicht mehr nennen 😉