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WM 2026: Beschäftigte in der Abseitsfalle 

Aktuelle kununu Studie zur WM: Viele Beschäftigte verzichten aus beruflichen Gründen auf einen Großteil der WM-Spiele – nächtliche Anstoßzeiten in der Kritik 

Hamburg, 8. Juni 2026. Die Fußball-WM 2026 wird für viele Beschäftigte in Deutschland nicht nur eine sportliche, sondern auch eine berufliche Herausforderung. Weil das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, werden fast zwei Drittel der WM-Spiele (64 von 104 Spielen) hierzulande erst nach Mitternacht angepfiffen. Eine aktuelle Umfrage der Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu unter 1.100 Beschäftigten zeigt: Während Spiele um 21 Uhr aus Sicht der meisten Arbeitnehmer:nnen noch gut mit dem Job vereinbar sind, ziehen viele bei Anstoßzeiten zwischen 0:00 und 6:00 Uhr klare berufliche Grenzen. So geben 59% der befragten Beschäftigten an, dass die Uhrzeiten der WM-Spiele für sie eine wichtige Rolle dabei spielen, ob sie ein Spiel schauen oder nicht. Entsprechend deutlich fällt der Blick auf die unterschiedlichen Anstoßzeiten aus: Spiele um 21 Uhr halten 61% der Beschäftigten aus beruflicher Sicht noch für unbedenklich. Danach kippt das Bild allerdings deutlich. Nur noch 19% halten Anstoßzeiten um Mitternacht für vereinbar mit ihrem Job. Sogar Beschäftigte, die sich selbst als ausgewiesene Fußball-Fans bezeichnen, sind ab 0:00 Uhr nur noch zu einem Anteil von 32% dabei. Bei Spielen um 3 Uhr morgens sind es insgesamt nur 7% (Fußball-Fans: 12%). Bei den WM-Spielen, die in den frühen Morgenstunden um 6 Uhr angepfiffen werden, planen immerhin 14% aller Beschäftigten und 24% der fußballinteressierten Arbeitnehmer*innen Fußball zum Frühstück. 

Selbst Spiele der deutschen Nationalmannschaft ändern an dieser Einschätzung nur teilweise etwas. 44% aller Beschäftigten und 72% der selbsterklärten Fußball-Fans unter den Umfrageteilnehmenden schauen die Spiele der DFB-Elf auch dann, wenn sie nach 22 Uhr angepfiffen werden. Bei Spielen nach Mitternacht sagen das aber nur noch 28% aller Arbeitnehmer*innen und auch nur noch knapp die Hälfte der Fußball-Interessierten (49%).  

Homeoffice wird zum Puffer nach späten Spielen 
Eine spielentscheidende Rolle während der Weltmeisterschaft kann indes das Homeoffice einnehmen. Momentan plant mehr als jede*r fünfte Arbeitnehmer*in (22%) mit der Möglichkeit auf Homeoffice, an den Tagen nach den Spielen mit DFB-Beteiligung im von zu Hause zu arbeiten. Von den fußballinteressierten Teilnehmenden stoßen dagegen 36% ihren Arbeitstag nach Deutschland-Spielen in den eigenen vier Wänden an. Am Montag nach dem Finale will jeder fünfte Beschäftigte (20%) im Homeoffice bleiben (34% der Fans).  

Trotz der berufsunfreundlichen Anstoßzeiten deutet wenig auf eine große Urlaubswelle während des Turniers hin. Lediglich 11% aller Beschäftigten und 20% der Fans planen Urlaubstage rund um Spiele der deutschen Mannschaft. 9% wollen Urlaubstage rund um K.O.-Spiele nehmen, 16% der Fans. Ebenfalls 11% (19% der Fans) geben an, sich für den Tag nach dem Endspiel Urlaub nehmen zu wollen. Einen längeren Urlaub während des Turniers, um möglichst viele Spiele verfolgen zu können, planen 13% der fußballinteressierten Arbeitnehmer*innen. Anstatt nach den Spieltagen Urlaubstage zu opfern, setzen viele Beschäftigten eher auf punktuelle Anpassungen ihres individuellen Arbeitsalltags. Jede*r Vierte (25%) will versuchen, am Tag nach späten Spielen später mit der Arbeit zu beginnen. Unter den Fußball-Fans liegt der Anteil mit 43% deutlich höher. 

Über die Studie 
Für die repräsentative Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut bilendi im Auftrag von kununu mehr als 1.100 Beschäftigte, jeweils zur Hälfte Männer und Frauen. Ihr Durchschnittsalter betrug zum Zeitpunkt der Befragung 44,6 Jahre. Der Befragungszeitraum lag im Mai 2026. Abgefragt wurde unter anderem, wie Beschäftigte mit den Anstoßzeiten der Fußball-WM 2026 umgehen und welche Auswirkungen diese auf ihre Arbeitszeit, Homeoffice- und Urlaubsplanung haben. 52% der Befragten schätzten sich selbst als grundsätzlich fußballinteressiert ein. 

Über kununu
kununu ist die führende Arbeitgeber-Vergleichsplattform im deutschsprachigen Raum. Bislang haben Mitarbeiter:innen und Jobsuchende auf kununu.com mehr als 16 Millionen Workplace Insights in Form von Arbeitgeber-Bewertungen, Gehaltsangaben und Einschätzungen der Unternehmenskultur hinterlassen. Jobinteressierte finden auf der Plattform daher authentische, detaillierte und ungefilterte Einblicke in die Arbeitswelt. Arbeitgeber können sich auf kununu authentisch und transparent präsentieren, um genau die Talente anzusprechen, die am besten zu ihnen passen. Über 360 Mitarbeiter:innen arbeiten in Wien, Hamburg, Porto und München daran, gemeinsam mit Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern eine bessere Arbeitswelt für alle zu erschaffen.