Was können sich die deutschen Beschäftigten noch leisten?
kununu Happiness-Index 2025: Repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von kununu zeigt: Die deutliche Mehrheit der Beschäftigten glaubt nicht daran, durch normale Arbeit reich werden zu können
Hamburg, Oktober 2025. Die meisten Beschäftigten sind überzeugt: Mit Arbeit reich werden – das geht nicht. So lautet jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen forsa-Umfrage – dem kununu Happiness-Index 2025 – für den das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Arbeitgeber-Vergleichsplattform 3.242 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in ganz Deutschland befragt hat. Demnach sind 82 Prozent der Beschäftigten hierzulande überzeugt, mit einem „normalen“ Job nicht so viel verdienen zu können, um reich zu werden. Vor allem ältere Beschäftigte aus der Generation 50 Plus, die im letzten Drittel ihrer beruflichen Laufbahn stehen, stimmen dieser Aussage zu: Von ihnen geben ganze 86 Prozent an, nicht an Reichtum durch normale Arbeit zu glauben. Gerade einmal jede:r Zehnte der befragten Beschäftigten (Elf Prozent) glaubt, dass man durch beruflichen Fleiß in einem “normalen” Job reich werden kann. Am optimistischsten sind noch die Berufsanfänger im Alter von 18 bis 29 Jahren, von denen 14 Prozent überzeugt sind, durch den Job vermögend zu werden.
Familiengründungen und Immobilien: Wünsche, die für viele nicht erschwinglich sind
Neben dem grundsätzlichen Begriff von Reichtum sind viele Deutsche auch skeptisch, ob sie sich von ihrem Gehalt größere Wünsche erfüllen können. So ist es 61 Prozent der Befragten eigenen Angaben zufolge wichtig, eine Familie gründen zu können, die finanziell auch abgesichert ist. Auf der anderen Seite geben aber nur etwas mehr als ein Drittel von ihnen (38 Prozent) an, sich die Gründung einer Familie auch tatsächlich leisten zu können. In einem ähnlichen Missverhältnis steht die Finanzierung einer Immobilie: Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) würde sich dies gerne leisten, aber nur 37 Prozent können es. Eine zusätzliche Diskrepanz zeigt sich schließlich bei der langfristigen Finanzvorsorge. Sich diese erlauben zu können, ist neun von zehn Beschäftigten (90 Prozent) wichtig, während es gerade einmal etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) auch wirklich umsetzten können.
Gegenüber den vielfach unerfüllbaren, langfristigen Wünschen wie finanzieller Sicherheit, Familiengründung und Absicherung von Kindern, stehen kurzfristige Konsumthemen, die aus Sicht der Befragten dafür erreichbar sind. So reicht das Gehalt aktuell für alltägliche Dinge wie Restaurantbesuche (81 Prozent) oder den Besuch von Kultur- oder Sportveranstaltungen (70 Prozent), aber auch eine jährliche Reise (73 Prozent). Diese Unternehmungen sind den Befragten wichtig: Rund drei Viertel der Befragten (74 Prozent) legen Wert darauf, mindestens einmal im Jahr zu verreisen, gefolgt von Essen gehen (61 Prozent) und dem Besuch von Veranstaltungen (57 Prozent).
Frauen sind überdurchschnittlich oft auf Unterstützung angewiesen
Eine nicht zu unterschätzende Minderheit der Arbeitnehmenden in Deutschland ist derweil neben dem Gehalt auf finanziellen Beistand angewiesen. Acht Prozent benötigen die Unterstützung von Dritten wie Eltern, Geschwistern oder Partner:innen. Weitere 13 Prozent können von ihrem Monatsnettoeinkommen gerade einmal die Grundbedürfnisse, bestehend aus Wohnung, Essen, Kleidung und Gesundheitsversorgung decken. Überdurchschnittlich häufig sind Frauen von dieser Unterversorgung betroffen: 13 Prozent benötigen Unterstützung (Männer: Drei Prozent) und 15 Prozent verfügen über keinen finanziellen Spielraum über die Grundbedürfnisse hinaus (Männer: Elf Prozent).
Über die Studie
Für den kununu Happiness-Index 2025 befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von kununu im Juli und August 2025 insgesamt 3.242 volljährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigte repräsentativ für ganz Deutschland.
Über kununu:
kununu ist die führende Arbeitgeber-Vergleichsplattform im deutschsprachigen Raum. Bislang haben Mitarbeiter:innen und Jobsuchende auf kununu.com mehr als 14 Millionen Workplace Insights in Form von Arbeitgeber-Bewertungen, Gehaltsangaben und Einschätzungen der Unternehmenskultur hinterlassen. Jobinteressierte finden auf der Plattform daher authentische, detaillierte und ungefilterte Einblicke in die Arbeitswelt. Arbeitgeber können sich auf kununu authentisch und transparent präsentieren, um genau die Talente anzusprechen, die am besten zu ihnen passen. Über 280 Mitarbeiter:innen arbeiten in Wien, Hamburg, Porto und München daran, gemeinsam mit Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern eine bessere Arbeitswelt für alle zu erschaffen. www.kununu.com