Österreich: Diese Benefits wünschen sich Mitarbeiter von ihren Arbeitgebern

Wien, 12. Mai 2016 – Unternehmen wissen, dass sie nur mit motivierten Mitarbeitern langfristig Erfolge erzielen. Deshalb bieten ihnen Unternehmen auch eine Reihe an Benefits an, die wesentlich zur Steigerung der Arbeitgeber-Attraktivität beitragen sollen. Unternehmen hoffen, sich damit im Wettbewerb um die besten Talente positiv von der Konkurrenz abheben zu können. Aber sind die Benefits, die geboten werden, auch jene, die sich Mitarbeiter wünschen?

 

Mit fast 1,2 Millionen anonymen Bewertungen zu 264.000 Unternehmen ist kununu die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform in Europa. Eine aktuelle Analyse basierend auf 55.360 Suchanfragen zeigt, welche Angebote und Möglichkeiten heute die größte Relevanz für Jobsuchende haben: Flexible Arbeitszeiten (51 %), Home-Office (33 %) und die Möglichkeit, den Hund mit ins Büro zu nehmen (26 %).

Johannes Prüller, Pressesprecher von kununu: „Für Arbeitnehmer werden zunehmend immaterielle Faktoren wichtiger, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden. Wir sehen anhand der Suchanfragen auf unserem Portal, dass die Bewerber immer gezielter nach Unternehmen suchen, die ein flexibles Arbeiten ermöglichen. Finanzielle und materielle Anreize wie Diensthandy oder Essenszulagen werden weniger nachgefragt als früher.“

Home-Office oder Parkplatz?

Die Vorzüge flexibler Arbeitszeiten sind umfassend erforscht und erprobt. Diese sind auch der am häufigsten von österreichischen Unternehmen angebotene Benefit (54 %). Auf den Folgeplätzen zeigt sich eine oft große Diskrepanz zwischen Wunsch (der Mitarbeiter) und Wirklichkeit (der Firmen-Angebote), wie die folgende Tabelle verdeutlicht. Top-Angebote wie Internetnutzung (knapp 51 %), Firmen-Parkplatz (knapp 50 %) oder eine gute Verkehrsanbindung (47 %) stehen bei den Mitarbeitern erst deutlich weiter unten auf dem Wunschzettel.

„Vereinfacht könnte man die Daten so interpretieren, dass Chefs bei ihren Mitarbeitern mit flexibler Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort punkten können. Das stimmt nur bedingt. Viel wichtiger ist eine grundlegende Veränderung der Sichtweise. Es geht um eine systematische Auseinandersetzung mit den tatsächlichen, sich stetig verändernden Bedürfnissen der Mitarbeiter sowie ein explizit darauf abgestimmtes Angebot von Benefits. Das wird von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Im Idealfall sollten die Benefits daher von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Dialog entwickelt werden und regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Im Vertrieb heißt das ‚Kundenorientierung’. Bei zahlreichen Unternehmen ist diese Perspektive aber noch nicht Teil des Selbstverständnisses in der Personalpolitik. Wie im Vertriebsmarkt stimmen die ‚Kunden’ darüber dann oft mit den Füßen ab. Insbesondere die attraktivsten mit zahlreichen Alternativen“, meint Johannes Prüller.

Wunsch und Wirklichkeit: Das Gesamt-Ranking für Österreich

Aber wie viele Unternehmen erlauben nun eigentlich den Hund im Büro? Das zeigen das gesamte Ranking:

BenefitsRanking Arbeitnehmer% ArbeitnehmerRanking Arbeitgeber% Arbeitgeber
Flexible Arbeitszeiten151,4154,3
Home-Office233,6829,7
Hunde geduldet326,81819,0
Firmenwagen414,8927,2
Betr. Altersvorsorge511,71719,5
Kantine610,81323,2
Gute Verkehrsanbindung79,4447,7
Parkplatz88,8349,8
Internetnutzung97,5251,0
Coaching107,31027,1
Mitarbeiterhandy116,3641,3
Gesundheitsmaßnahmen126,31127,0
Kinderbetreuung135,7196,2
Essenszulagen145,71224,1
Mitarbeiterbeteiligung155,61620,4
Mitarbeiterrabatte165,2736,4
Mitarbeiterevents174,8541,6
Betriebsarzt182,01520,7
Barrierefreiheit191,31421,3

Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von März 2015–März 2016. Mehrfachnennung möglich.