Mehr Männer als Frauen kennen den Equal Pay Day
kununu-Umfrage: Die meisten Beschäftigten in Deutschland können mit dem Begriff „Equal Pay Day“ nichts anfangen.
Hamburg, 24. Februar 2026 – Am 27. Februar 2026 ist in Deutschland Equal Pay Day. Das Datum markiert symbolisch den Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern (Gender Pay Gap). Bis zu diesem Tag des Jahres arbeiten Frauen in Deutschland im Vergleich mit ihren höher vergüteten männlichen Kollegen umsonst. Der Begriff ist unter einem Großteil der Beschäftigten in Deutschland nach wie vor unbekannt. Das gilt besonders für Frauen: 63 Prozent von ihnen haben noch nie von ihm gehört (Männer: 46 Prozent), nur 15 Prozent der weiblichen Beschäftigten geben an, die Bedeutung des Datums erklären zu können, an dem der Equal Pay Day stattfindet (Männer: 25 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die die Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu in Auftrag gegeben hat und für die 1.033 Beschäftigte befragt wurden.
Der Equal Pay Day wird seit 2008 in Deutschland begangen. Über die Geschlechter hinweg haben aktuell trotzdem 53 Prozent der Beschäftigten in Deutschland noch nie von dem Begriff gehört. Mit dem „Gender Pay Gap“ können 56 Prozent der Befragten nichts anfangen. Bei den weiblichen Beschäftigten liegt die Zahl bei 65 Prozent, bei den männlichen bei 47 Prozent. Unter Menschen mit Hochschulabschluss kennen 71 Prozent den Equal Pay Day. Bei Beschäftigten ohne Abitur liegt diese Zahl mit 31 Prozent deutlich niedriger.
Sachverhalte hinter dem Equal Pay Day sind bekannt
Deutlich bekannter als der Begriff sind die dahinter liegenden Sachverhalte: So ordnen 89 Prozent der Befragten die geschlechtsspezifische Gehaltssituation in Deutschland richtigerweise so ein, dass Männer im Durchschnitt mehr verdienen als Frauen. Unter den weiblichen Beschäftigten sind es sogar 93 Prozent, bei den Männern 85 Prozent. Über die Geschlechter hinweg gehen 33 Prozent der Befragten davon aus, dass es bei ihrem aktuellen Arbeitgeber Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.
Gehaltsverhandlungen
Auch beim Thema Gehaltsverhandlungen gibt es deutliche Geschlechterunterschiede. 56 Prozent der befragten Männer, aber nur 46 Prozent der Frauen finden, dass sie „überdurchschnittlich viel Geld verdienen sollten“. Zudem scheinen Frauen häufiger in Branchen und Jobs zu arbeiten, in denen Gehaltsverhandlungen sinnvoll sind: 48 Prozent der Männer stimmen der These zu, Gehalt sei in ihrer Branche und Position „gut verhandelbar“. Unter den Frauen sind es 36 Prozent. 56 Prozent der Männer geben an, ihr Gehalt schon einmal verhandelt zu haben, bei den Frauen sind es 49 Prozent. 49 Prozent der Männer mit Erfahrungen in der Gehaltsverhandlung geben an, bei der letzten Gehaltsverhandlung die gewünschte Gehaltserhöhung erzielt zu haben, bei den Frauen sind es 39 Prozent.
Über die Studie
Für die repräsentative Umfrage im Auftrag von kununu befragte das Marktforschungsinstitut bilendi 1.033 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren. 51 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen, 49 Prozent Männer. Die Befragung wurde im Februar 2026 durchgeführt.
Über kununu:
kununu ist die führende Arbeitgeber-Vergleichsplattform im deutschsprachigen Raum. Bislang haben Mitarbeiter:innen und Jobsuchende auf kununu.com mehr als 15 Millionen Workplace Insights in Form von Arbeitgeber-Bewertungen, Gehaltsangaben und Einschätzungen der Unternehmenskultur hinterlassen. Jobinteressierte finden auf der Plattform daher authentische, detaillierte und ungefilterte Einblicke in die Arbeitswelt. Arbeitgeber können sich auf kununu authentisch und transparent präsentieren, um genau die Talente anzusprechen, die am besten zu ihnen passen. Über 360 Mitarbeiter:innen arbeiten in Wien, Hamburg, Porto und München daran, gemeinsam mit Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern eine bessere Arbeitswelt für alle zu erschaffen.