kununu Gehaltscheck: Das verdient Österreich 2026
Im Rahmen ihres jährlichen Gehaltschecks wertet die Arbeitgeber-Vergleichsplattform kununu zehntausende anonym abgegebene Gehaltsangaben aus den vergangenen zwölf Monaten aus, um die jüngsten Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen. Nun liegen die aktuellen Ergebnisse vor. Österreicher:innen verdienen im Schnitt 51.185 Euro pro Jahr. Die höchsten Saläre zahlt die IT-Branche (durchschnittlich 62.673 Euro jährlich); Wien führt das Bundesland-Ranking (53.293 Euro) an, Linz die Städte-Wertung (53.330 Euro). Zudem beleuchtet der Gehaltscheck den Gender Pay Gap: Männer verdienten 2025 im Schnitt 54.424 Euro und damit um 16,03 Prozent mehr als Frauen (45.699 Euro).
Wien, am 17. Jänner 2026. Als führende Arbeitgeber-Vergleichsplattform im deutschsprachigen Raum sammelt kununu anonymisierte Workplace Insights und stellt diese kostenlos Arbeitnehmer:innen und Jobsuchenden zur Verfügung. Von den bisher über 15 Millionen Insights betreffen mehr als fünf Millionen die Höhe des Gehalts. Kein Zufall, wie Dario Wilding, Head of External Communications bei kununu, weiß: „Das wichtigste Kriterium für die Jobwahl ist nach wie vor der zu erwartende Lohn. Noch vor wenigen Jahren waren zuverlässige, vertrauenswürdige Infos in dieser Hinsicht nur schwer einsehbar. Wir sind stolz darauf, mit kununu für mehr Gehaltstransparenz zu sorgen.“
Darauf zielt auch der große Gehaltscheck ab, den kununu regelmäßig zu Jahresbeginn veröffentlicht. Die umfangreiche Auswertung der auf der Plattform gesammelten Gehaltsdaten beleuchtet den monetären Status Quo auf dem heimischen Arbeitsmarkt und zeigt, in welche Richtung sich dieser entwickelt.
Wo verdient man am meisten?
Die im Branchen-Vergleich höchsten Gehälter verspricht derzeit der IT-Sektor mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 62.673 Euro. Die IT hatte das Feld schon im Vorjahr angeführt – damals noch mit 58.919 Euro. Auch auf den Rängen zwei und drei finden sich alte Bekannte, allerdings nach wie vor unter der 60.000-Euro-Marke: Im Bankwesen darf man mit einem Brutto-Jahresgehalt von 58.660 Euro rechnen, im Energie-Sektor immerhin mit einem Salär von 58.231 Euro. Komplettierten im Gehaltscheck 2025 noch die Berufsfelder Medizin/Pharma sowie Beratung/Consulting die Top 5, sind es nun Forschung/Entwicklung (57.695 Euro) und Maschinenbau (56.699 Euro).
Obwohl die IT Spitzengehälter zahlt, stellt sie nur den zweiten Platz in der Job-Wertung – Softwarearchitekt:innen verdienen durchschnittlich 82.561 Euro im Jahr und damit deutlich weniger als Ärzt:innen (95.224 Euro). Auf den Plätzen drei bis fünf landen Manager:innen (77.024 Euro), Product Owner:innen (73.965 Euro) und Key Account Manager:innen (72.634 Euro). Im Vorjahr hatten noch Professor:innen (90.027 Euro) die Topplatzierung innegehabt.
Im Bundesland-Ranking beanspruchen Wien (53.293 Euro), Vorarlberg (52.740 Euro) und Oberösterreich (51.461 Euro) die Spitzenplätze für sich. In Salzburg (Rang vier mit 49.891 Euro) verdient man im Schnitt bereits weniger als 50.000 Euro. Im Städte-Vergleich reicht es für Wien knapp nicht für den ersten Platz. In Linz sind die Gehälter im Schnitt 37 Euro höher und liegen durchschnittlich bei 53.330 Euro. Es folgen Villach (51.905 Euro), Graz (51.817 Euro) und Salzburg (51.179 Euro).
Gender Pay Gap nach wie vor enorm
Massiv wirken sich Berufserfahrung, Personalverantwortung und ebenso das Geschlecht auf die Höhe des Gehalts aus. Mit null bis drei Jahren Berufserfahrung beträgt das Durchschnittsgehalt 43.456 Euro, mit drei bis sechs Jahren 49.633 Euro, mit sechs bis zehn Jahren 54.812 Euro, mit über zehn Jahren 61.815 Euro. Den größten Entgeltzuwachs über diesen Zeitraum beansprucht das Bankwesen für sich (41 Prozent; von 45.122 Euro auf 63.599 Euro). Berufseinsteiger:innen verdienen hingegen am besten in Forschung/Entwicklung (50.190 Euro), IT (49.899 Euro), Maschinenbau (48.982 Euro), Energie (48.396 Euro) und Industrie (48.174 Euro).
Wie schon bei der Berufserfahrung zahlt sich auch Personalverantwortung im Bankwesen am meisten aus, verspricht sie doch einen Gehaltsanstieg von 58 Prozent (von 54.212 auf 85.623 Euro). Im Querschnitt aller Branchen liegt der Gehaltsanstieg bei rund 27 Prozent (ohne Personalverantwortung: 48.247 Euro; mit Personalverantwortung: 61.198 Euro).
Ob in Führungspositionen oder mit langjähriger Erfahrung, Frauen verdienen weiterhin wesentlich weniger als Männer, und zwar im Schnitt um 16,03 Prozent. Konkret liegt das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt von Männern bei 54.424 Euro, jenes von Frauen bei 45.699 Euro. „Wir sind davon überzeugt, dass Gehaltstransparenz den Prozess hin zu Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt deutlich beschleunigen kann. Maßnahmen wie die Entgelttransparenzrichtlinie4 der EU sind ein Schritt in die richtige Richtung. Bis sie entsprechend optimiert sind und tatsächlich greifen, können jedoch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen. Wir wollen die Arbeitswelt schon jetzt aktiv mitgestalten und zum Besseren verändern. Als wichtigen Schlüssel sehen wir weiterhin die auf kununu einsehbaren Gehaltsangaben inklusive unseres jährlichen großen Gehaltschecks“, so Dario Wilding abschließend.
Über kununu:
kununu ist die führende Arbeitgeber-Vergleichsplattform im deutschsprachigen Raum. Bislang haben Mitarbeiter:innen und Jobsuchende auf kununu.com mehr als 15 Millionen Workplace Insights in Form von Arbeitgeber-Bewertungen, Gehaltsangaben und Einschätzungen der Unternehmenskultur hinterlassen. Jobinteressierte finden auf der Plattform daher authentische, detaillierte und ungefilterte Einblicke in die Arbeitswelt. Arbeitgeber können sich auf kununu authentisch und transparent präsentieren, um genau die Talente anzusprechen, die am besten zu ihnen passen. Über 360 Mitarbeiter:innen arbeiten in Wien, Hamburg, Porto und München daran, gemeinsam mit Arbeitnehmer:innen und Arbeitgebern eine bessere Arbeitswelt für alle zu erschaffen.