Worauf du im Arbeitsjahr 2020 verzichten kannst

Den Beginn eines neuen Jahres nutzen viele, um Altlasten hinter sich zu lassen oder einen neuen Anfang zu wagen. Auch im beruflichen Kontext kann es sinnvoll sein, den Blick nach vorne zu richten und alles aus unserem Berufsleben zu verbannen, was uns nicht gut tut. Worauf bestimmt jede und jeder von uns (spätestens) im neuen Arbeitsjahr verzichten kann, erfährst du hier.

Schlechte Meetings

Hast du schon einmal den halben Arbeitstag mit stoischem Gegen-die-Wand-Starren verbracht? Ja? Dann hattest wohl ein ziemlich schlechtes Meeting, das du dir einfach sparen könntest. Wie sieht die Meeting-Policy in deinem Unternehmen grundsätzlich aus? Es könnte nämlich durchaus sein, dass es dir hochoffiziell erlaubt ist, das fade Meeting zu verlassen. Jedenfalls dann, wenn du nicht gebraucht wirst. Als Budgetverantwortlicher wirst du dich vermutlich nicht aus der Planung für das nächste Jahr drücken können. Aber dafür vielleicht vor einem Meeting zur Pausenregelung in der Produktion deiner Firma.

So oder so solltest du dir im Arbeitsjahr 2020 nicht mehr von Meetings den Tag vermiesen lassen. Du könntest zum Beispiel vorab nachfragen, ob deine Anwesenheit wirklich erforderlich ist – unabhängig von der firmenweiten Policy. Außerdem hilft es, wenn der Organisator des Meetings dir vorab seine Unterlagen zukommen lässt. So kannst du dich nämlich vorbereiten und dir Fragen zum Thema überlegen. Du kannst dir auch Anreize schaffen, die das Meeting erträglicher machen: Nach den zwei anstrengenden Stunden könntest du beispielsweise eine Pause einplanen.

Cholerische Chefs

Mal ganz ehrlich: Jeder wohl könnte auf problematische Führungskräfte verzichten. Niemand mag sie, niemand braucht sie. Du fragst dich jetzt, wie du sie im Jahr 2020 nun endlich aus dem Weg schaffen kannst? Mit Ruhe und Geduld. Ein Choleriker hat es im Leben nämlich tatsächlich selbst nicht leicht. Er weiß sich in wichtigen Situationen nicht zu helfen und geht deshalb in die Luft wie Rumpelstilzchen. Du kannst das besser. Sollte der Vorgesetzte dich einmal aufs Neue niedermachen wollen, schlucke die Vorwürfe hinunter. Der Chef hat damit keinen Anreiz mehr, dich anzugreifen und sein Jähzorn dürfte bald abklingen.

Das ist zwar nicht leicht, aber auf Dauer besser für deine Gesundheit. Weiche dem Choleriker-Chef möglichst oft aus, entferne dich aus seiner Schussbahn. Es gibt auch eine andere, weitaus zeitintensivere und riskantere Möglichkeit: Du bringst dem Choleriker etwas bei und sagst ihm, was er verbessern kann. Was machen gute Chefs, um ihre Mitarbeiter von sich zu begeistern? Das haben wir schon für dich geklärt – hier kannst du es nachlesen. Bei deinem Vorgesetzten ist Hopfen und Malz schon verloren? Dann erfährst du hier zumindest, was wir von schlechter Führung lernen können.

Zu wenig Gehalt

Dein erklärter Neujahrsvorsatz: Kohle scheffeln? Das geht natürlich nicht in jedem Job, aber eine kleine Gehaltserhöhung sollte möglich sein. Sollte es bei euch in der Firma keine designierte Gehaltsverhandlung geben, bitte deine Führungskraft um ein Gespräch unter vier Augen. Du musst dafür nicht gleich drei Stunden ansetzen – auch, wenn deine Pro-Argumente diese Zeit in Anspruch nehmen würden. Eine intensiv genutzte halbe Stunde reicht vollkommen.

Positiv für deinen Geldbeutel könnte es auch sein, wenn du das Gespräch nach dem Abschluss eines erfolgreichen Projekts ansetzt. Damit kannst du nämlich begründen, warum du für das Unternehmen wichtig bist und wieso man dir mehr Gehalt bezahlen sollte. Um noch besser in das Gespräch zu gehen kannst du außerdem auf kununu.com den Check machen und sehen wie du lohntechnisch innerhalb deines Unternehmens und auf dem Arbeitsmarkt dastehst.

Unzufriedenheit im Job

Und was steht mehr für das Motto „Neues Jahr, neues Glück“ als ein Jobwechsel? Das Jahr 2020 sollte nicht noch ein weiteres voller Unzufriedenheit im Job und Bauchschmerzen, wenn du nur an den nächsten Arbeitstag denkst, sein. Ganz im Gegenteil. Du hast jetzt die Gelegenheit, dir darüber klar zu werden, was du im Arbeitsleben wirklich willst.

Oft beginnt Veränderung schon ganz klein, du musst nicht direkt die Kündigung aussprechen. Stattdessen könntest du mit deinen Kollegen über deine Probleme sprechen und gegebenenfalls neue Verhaltensweisen vereinbaren. Auch das Gespräch mit dem Chef solltest du nicht scheuen. Schließlich können schon banale Verbesserungen wie der Umzug in ein ruhiges Einzelbüro den gesamten Berufsalltag verändern. Hab aber auch keine Angst davor, deine beruflichen Zelte abzubrechen und neu anzufangen. Ein Job sollte dich vor allen anderen Dingen nämlich glücklich machen. Glück definiert dabei natürlich jeder anders: Geld, Arbeitszeitverkürzung oder doch Aufstiegschancen? Alles ist erlaubt im neuen Jahr.