Warum wir den Tag der Arbeit feiern sollten

Arbeit ist manchmal echt ätzend: Ständig früh aufstehen, sich von den spiessigen Kollegen nerven lassen und den besserwisserischen Chef aushalten, der tausend Dinge von dir will. Und dass nur, damit man zu Beginn des nächsten Monats ein paar mickrige Euro mehr am Konto hat. Klingt nach einem Schauermärchen? Dann musst du erstmal die Arbeiter fragen, die vor langer Zeit jeden 1. Mai streikten, für bessere Arbeitsbedingungen kämpften und uns so einen Feiertag mehr erstritten. Morgen feiert der Tag der Arbeit seinen 100. Geburtstag, weswegen es von uns einen Gedankenanstoß, warum Arbeit für uns wichtig ist und ein Plädoyer dafür, die Arbeit zu feiern, gibt.

Ich arbeite, also bin ich

Arbeit gibt uns das Gefühl, dass wir gebraucht werden und unser Dasein einen Sinn hat. Schon klar, manchmal leben wir alle in einer Phase, in der wir uns denken: „Arbeit? Die kann mich mal!“ Doch kurz darauf merken wir, dass es ohne sie auch ganz schön fad wäre. Kein Office Gossip, keine Lunch-Dates, keine Kollegen, über die man mit seiner BFF lästern kann. Dann stellt sich die Frage, macht unser Leben ohne Arbeit überhaupt Sinn? Manche werden sich jetzt denken „NEIN!“, manche, die vielleicht mit weniger angenehmen Arbeitsbedingungen zu kämpfen haben, „Ja, natürlich!“. Die Antwort dafür wird wahrscheinlich irgendwo in der Mitte liegen. Fest steht allerdings, dass Arbeit eine Existenzgrundlage für uns ist. Denn ohne Gehalt, ohne soziale Rahmenbedingungen und ohne fixe Aufgaben würde unser Leben ziemlich schnell aus dem Ruder laufen.

Früher war alles besser – oder auch nicht

Wenn wir am Schreibtisch vor uns hindümpeln und lieber die nächste Folge „Mad Men“ schauen würden, kommt einem mit unter der Gedanke „Früher war alles besser.“ Früher, als die Damen noch in Stöckelschuhen zur Arbeit trippelten, um dem Chef schöne Augen zu machen. Früher, als der Vorarbeiter seine Mitarbeiter einfach noch runtermachen konnte, ohne dass sich eine Gewerkschaft einschaltete. Früher, als man noch einen Job lernte, den man dann sein ganzes Leben lang ausüben musste. Dann stellt sich wiederum die Frage, war vielleicht früher doch nicht alles besser? Gott sei Dank ist die Zukunft nämlich weiblich, immer mehr Frauen nehmen Führungspositionen ein und haben einen fixen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Außerdem profitieren wir von Gleitzeit, offenen Feedbackkulturen und Großraumbüros mit Chill-Out-Areas, statt ganz alleine in einem Einzelbüros Zwiegespräche mit der Wand zu führen. Das ist bei dir noch immer der Status quo? Vielleicht bekommst du ja bald einen technischen Freund, auch Roboter genannt. Für die, die aber mehr auf Zwischenmenschliches stehen, gibt es Teamevents, gemeinsame Lunchpausen oder Führungskräftetrainings – vor einigen Jahren wäre das noch reine Geld- und Zeitverschwendung gewesen.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Apropos Zeitverschwendung: Ein Thema, das die Journalisten dieses Landes seit einiger Zeit heftig in die Tasten klopfen lässt, ist die 4-Tage-Woche und der 10-Stunden-Tag. Dabei kommen Empörung, Liebesgeständnis und Hassgedichte nicht zu kurz. Begibt man sich allerdings auf eine kleine Zeitreise, stellt man fest: So schlecht sind wir nach wie vor nicht dran! In Zeiten der Industrialisierung hatte ein Arbeitstag beispielsweise 16 Stunden, 1900 einigte man sich auf eine Sechs-Tage-Woche und 1965 wurde  erst die 40-Stunden-Woche im deutschen Gesetz verankert. Zwischen 1900 und 2000 haben sich also die geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf beinahe halbiert, während gleichzeitig die sechsfache Menge an Gütern und Dienstleistungen entstanden ist!

Fazit: Lasst uns feiern!

Fasst man das alles zusammen, kann man sagen: Ja, wir haben uns den freien Tag verdient! Ja, wir sind in den letzten Jahren nicht auf der faulen Haut gelegen! Und ja, die Arbeitswelt wird Jahr für Jahr ein bisschen besser und vor allem transparenter. Denn deine Stimme als Arbeitnehmer wird gehört – auf anonymen Arbeitgeberbewertungsportalen wie kununu.com. Hier kämpft nämlich ein ganzes Team darum, dass die Wahrheit über manche Unternehmen ans Licht kommt, niemandem ein Blatt vor den Mund gehalten wird und jede Bewertung online geht, auch wenn manche Arbeitgeber etwas dagegen haben. So leistet kununu seinen Beitrag dazu, die Arbeitswelt ein klein bisschen besser zu machen und dafür zu sorgen, dass wir auch nach 100 Jahren noch genügend Gründe haben, um am 1. Mai das Sektglas zu schwenken und zu sagen: „Ich bin stolz auf meine Arbeit!“

 

Glücklich im Job