Frau sitzt am Bahnsteig und schaut auf Handy

Warum es für deine Karriere nie zu spät ist

Die Vorurteile sind klar: Jeder Arbeitnehmer über 35 hat Angst vor den selbstsicheren Millennials, die dank bunter Ideen und Social Media Know-How die Karriereleiter erklimmen. Mit Kaffee-To-Go-Becher in ihren Save-The-Planet-Jutebeuteln meistern sie jede noch so verrückte Kontroverse des Lebens und lassen sich nicht von dem Erfolgsweg abbringen. Aber du weißt: Manchmal sind Vorurteile eben nur heiße Luft. Warum es für deine Karriere nie zu spät ist, erfährst du hier.

It’s a neverending story.

Der wichtigste Ausgangspunkt direkt zu Beginn: Junge Arbeitnehmer sind nicht erfolgreicher, nur weil sie jünger sind. Der entscheidende Unterschied ist, dass sie sich noch dynamisch an den derzeitigen Arbeitsmarkt anpassen können. Sie verfügen über aktuelles Wissen, können neue Technologien und Programme bedienen und sind damit genau das, was ihr Arbeitgeber zum Erfolg braucht. ­

Was bedeutet das nun für dich? Ganz einfach: Wenn du kontinuierlich an dir arbeitest, dich mit neuen Entwicklungen in deiner Branche beschäftigst und dich weiterbildest, kannst du eigentlich nur eins werden: Besser. Wissen zu generieren, ist nun mal eine Neverending Story. Bringst du dich selber immer auf den neusten Stand des Arbeitsmarktes, hast du deinen jüngeren Kollegen in jedem Fall deine jahrelange Erfahrung voraus. Gleichzeitig zeigst du, dass du dich nicht in alten Modellen festgefahren hast, sondern offen für neue Ideen bist.

Mit Spaß bei der Sache.

Und für frische Ideen braucht man in jedem Fall eins: Motivation. Anders als auch hier verstaubte Klischees vermuten lassen, stehen die älteren Kollegen gegenüber ihren jüngeren Konkurrenten besser da. In einer Studie zeigte sich, dass bei den bis 20-Jährigren sich nur jeder Vierte für seinen Job begeistern kann. Im Gegensatz dazu sind nach eigener Aussage 40 Prozent der Arbeitnehmer ab 61 Jahren hoch motiviert. [1]

Diese Motivation festigt sich vor allem darin, dass ältere Generationen längst ihren Platz in dieser komplizierten Welt gefunden haben. Sie wissen genau, für welche Werte sie einstehen wollen – und noch viel wichtiger: Was sie nicht wollen.

Ich kann auch anders.

Vielleicht ist es dir selbst schon einmal passiert und ohne nachzudenken hast du gemurmelt: „Das haben wir immer schon so gemacht.“ Und prompt folgen auf die Floskel aller Floskeln vorwurfsvolle Blicke. Schließlich hast du soeben bestätigt, was längst alle wissen: Ältere Kollegen sind festgefahren, nicht wirklich dynamisch und lassen sich nichts mehr sagen.

Doch auch hier zeigt eine Studie der Jacobs University Bremen: In der Praxis sind die 35 bis 50-jährigen Arbeitnehmer wesentlich flexibler, als ihre jüngeren Kollegen.[2]  Wichtig ist hier deine innere Einstellung. Nur du allein kannst entscheiden, ob du es allen zeigen willst und sagst: Ich kann auch anders.

 

Quellen:
[1] welt.de
[2] tecchannel.de