Luftballons

Warum ein Leben ohne Feierabend krank macht

Nach einem langen Arbeitstag nach Hause gehen und dann einfach mal an nichts mehr denken? Für viele scheint das unmöglich. Man könnte fast meinen, den Feierabend wie früher gibt es nicht mehr. „Ach, gut dass ich dich noch erwische! Könntest du noch kurz…“ – Vor allem die durchgehende Erreichbarkeit macht Feierabendplänen schnell einen Strich durch die Rechnung. Ehe man sich versieht, sitzt man wieder vorm Bildschirm. Auf Dauer ist das alles andere als gesund. Wir verraten dir deshalb drei Gründe, warum der Feierabend so wichtig ist.

#1 Auszeit vom Alltag

Wer sich den Feierabend nehmen lässt, opfert viel mehr als nur ein paar freie Stunden. Denn diese Zeit ist nötig, um Abstand vom stressigen Arbeitsalltag zu gewinnen. Ob einen Film im Kino schauen, ein Buch lesen oder ganz altmodisch einem Hobby nachgehen:  Der Feierabend ist dazu da, einen Ausgleich zum Berufsleben zu schaffen. Man sollte es nur nicht übertreiben und im Wingsuit durch die Alpen segeln. Das bedeutet aber auch nicht, Omas Stricknadeln aus dem Keller zu holen und sich eine komplette Wintergarderobe selbst zu stricken. Es reicht schon, nach getaner Arbeit nach Hause zu gehen und dort etwas ganz und gar Ungewöhnliches zu tun: nämlich nichts.

#2 Benefits für die Gesundheit

Das Diensthandy vibriert auf dem Nachttisch und die ersten Mails werden schon im Pyjama geschickt: Von rund einem Viertel der Berufstätigen wird erwartet, dass sie auch außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeiten erreichbar sind. Dabei ist ganz klar: Ein Leben ohne Feierabend macht auf Dauer krank. Das belegte auch kürzlich eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit. Das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, kann zu Dauerstress, Schlaf­losigkeit und Burn-out führen. Ganz besonders junge Arbeitnehmer sind davon betroffen. Denn sie können sich laut der Studie schlechter von ihrem Chef abgrenzen.[1] Genau deswegen ist es umso wichtiger, zuhause keine Mails mehr zu beantworten und das Telefon stumm zu schalten. Denn Feierabend zu machen bedeutet vor allem eines: Erholung für Körper und Geist.

#3 Mehr Motivation

Wer seinen Feierabend richtig genießt und dabei mal gar nicht an die Arbeit, die Kollegen und die noch ausstehenden To-dos denkt, der könnte den ganzen Trubel auch schon mal vermissen. Ehe man sich versieht, freut man sich dann, die Kollegen wiederzusehen, neue Aufgaben zu bewältigen und sich Herausforderungen zu stellen. Und ist Vorfreude nicht die schönste Freude? Außerdem: Wer mit frischem Blick in den Arbeitsalltag zurückkehrt, schafft Raum für neue Ideen und Kreativität. Dem Chef kann man also sagen, dass sich der Feierabend auch auf den Job positiv auswirkt. Auch wenn es darum eigentlich gar nicht geht.

 

Macht dich dein Job krank?

Quellen:

[1] www.iga-info.de