Graffiti von Frau mit Handy

Warum dein Handy schlecht für deine Karriere ist

Smartphone, Tablet, Laptop: Wir sind online – immer und überall. Und weil wir unaufhörlich Mails lesen, den Feed checken und zum Beat der Push-Nachrichten von Like zu Like hüpfen, stresst das nicht nur unsere Psyche. Es schadet auch unserem Erfolg im Job.

Erster Blick? Geht aufs Handy.

Und zwar schon innerhalb der ersten Viertelstunde nach dem Aufwachen. Fast 40 Prozent der Deutschen starren in dieser Zeitspanne bereits auf ihr Smartphone und verlieren sich im World Wide Web und WhatsApp-Universum – bei 10 Prozent ist der Sperrbildschirm sogar das Erste und Letzte, was sie am Tag zu Gesicht bekommen.[1]

Das Problem dabei ist längst kein Geheimnis mehr: Wir sind rund um die Uhr online und sind auf das „Bing“ unseres Handys konditioniert, immer unter Druck das Highlight des Tages oder ASAP-Mails zu verpassen. Im Sekundentakt verheddern wir uns immer tiefer im Kommunikationsnetz, verweben private und berufliche Nachrichten in einem dicken Klumpen aus Erreichbarkeit.

Jeder Vierte der unter 30-Jährigen ist überfordert.

Besonders blöd: Bereits jeder Vierte der unter 30-Jährigen ist von der Geschwindigkeit überfordert und verliert im digitalen Non-Stop-Loop die Konzentration. Denn auch wenn uns der alltägliche Kontakt mit neuen Technologien und modernen Social-Meda-Kanälen viel affiner für sie macht, lenken uns blinkende Bilder, vibrierende Nachrichten und schimmernde Instagram-Feeds von unseren eigentlichen Aufgaben im Job ab.[2]

Wir werden nervös, wenn wir trotz blauer Häkchen keine Antworten bekommen. Wir erwarten mehr von uns, wenn Freunde und Fremde ihre Karriereerfolge in Social-Stories teilen – und so viel besser sind als wir. Und dass dieser digitale Druck zu Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und einem erhöhtem Burn-Out-Risiko führen kann, ist keine große Überraschung.[3] Welche bedeutende Rolle beispielsweise unser Handy für uns spielt, zeigt, dass 71 Prozent der Deutschen sich kein Leben mehr ohne ihr Smartphone vorstellen können.[1]

Mach‘ mal Diät.

Interessant hierbei: Ältere Kollegen wissen wohl wie es geht. Denn es zeigt sich, dass die 40- bis 50-Jährigen mit dem digitalen Stress gelassener umgehen und sich viel weniger durch die Online-Welt ablenken lassen, weil ihr Leben zum größten Teil immer noch offline stattfindet.[2] Digitaler Minimalismus ist daher durchaus ein Ansatz, um mehr für sich und seine Gesundheit zu tun und sich auch im Job besser auf Ziele zu fokussieren. Probier es also einfach mal wie Minimalist und Filmproduzent Matt D’Avella mit einer Social-Media-Diät. Er hat es überlebt – obwohl sein Job davon abhängt 😉

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Quellen:
[1] nw.de
[2] soprasteria.at
[3] personalleiter.today
[4] derstandard.at