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Bewerbungsgespräch

Jobinterview bei Hitze: Diese Outfits verschwitzen nicht den ersten Eindruck

von Dunja R.
Veröffentlicht:  5. August 2026, 07:35
2 min
Person im Business-Anzug sitzt an einem Schreibtisch vor einem laufenden Ventilator, lockert die Krawatte und hält ein Blatt Papier; im Hintergrund stehen Büroregale mit Ordnern.

Sommer 2026, Rekordtemperaturen in weiten Teilen Deutschlands und mittendrin: Bewerbende, die sich zwischen Businessanzug und Hitzewelle entscheiden müssen. Für viele bedeutet das schwitzige Hemden, klebende Blazer und die bange Frage, ob der professionelle Eindruck trotzdem gelingt. Dabei zeigt sich: Wer Branche, Dresscode und ein paar einfache Kniffe kennt, kommt auch bei 30 Grad entspannt durchs Gespräch.

Wie erkenne ich den Dresscode eines Unternehmens?

Wer nicht weiß, wie streng ein Unternehmen es mit Kleidung nimmt, findet die Antwort meist schneller als gedacht. Die Karriereseite und die Social-Media-Kanäle zeigen oft, wie Mitarbeitende im Arbeitsalltag tatsächlich auftreten, nicht nur auf gestellten Teamfotos. Auch die Einladung zum Gespräch gibt Hinweise: Ein förmliches Anschreiben mit klaren Formulierungen deutet auf einen konservativeren Dresscode hin, eine lockere, persönliche Mail eher auf mehr Spielraum.

Im Zweifel hilft eine kurze Nachfrage bei der Kontaktperson im Bewerbungsprozess, das wirkt vorbereitet statt unsicher. Und wer sich zwischen zwei Optionen nicht entscheiden kann, liegt mit der etwas formelleren richtig.

Mann zieht im Sommer seinen Anzug aus und zeigt Schweißflecken am Hemd
Tipp von der Redaktion: Deo schon am Vorabend auftragen, das verhindert Schweißflecken zuverlässiger als eine Anwendung direkt vor dem Termin.

Formell oder leger: Der Dresscode entscheidet, nicht die Temperatur

In formellen Branchen wie Banken oder Kanzleien bleibt der Business-Look Pflicht. Hier hilft der Stoff mehr als der Schnitt: Leinenmischgewebe statt synthetischem Polyester, helle Töne statt Dunkelblau, ein zweites Hemd als Reserve.

In Start-ups oder Agenturen genügt oft eine helle Chino statt Anzughose und ein Kurzarmhemd statt Blazer. Auch Kleider aus luftigeren Stoffen sind passend. Nur eine Regel gilt trotzdem: Lässig darf nicht unmotiviert wirken. Bei dünnen Stoffen lohnt es sich außerdem auf die Transparenz zu achten, um unfreiwillige Einblicke zu verhindern.

Im Handwerk zählt der gepflegte Auftritt mehr als der Business-Anspruch. Gebügelte Hose, frisches Hemd, festes Schuhwerk, das reicht meist aus.

Beim Videointerview entscheidet trotz kleinem Bildausschnitt das komplette Outfit über die Wirkung. Ein einfarbiges, ruhiges Oberteil funktioniert am besten, Hintergrund und Licht gehören ebenso zur Vorbereitung.

Die Lösung gegen den Hitzestau

Vier Kniffe helfen unabhängig von der Branche:

  • helle Farben statt dunkler Töne, weil sie Wärme reflektieren
  • Naturfasern statt Synthetik für bessere Luftzirkulation
  • ein Ersatzoberteil in der Tasche für den Fall der Fälle
  • fünf Minuten Puffer vor dem Termin um sich frisch zu machen
  • leichtes, aber wasserfektes Make-Up, das an Ort und Stelle sitzen bleibt

Do’s and Don’ts fürs Bewerbungsgespräch auf einen Blick

DoDon't
Leichte, atmungsaktive Stoffe wählenSynthetik-Anzug bei 30 Grad tragen
Sich am Dresscode des Unternehmens orientierenBlind dem eigenen Geschmack folgen
Vor der Kamera ganz anziehen, mit formaler HoseNur die Kamerahälfte stylen
Ersatzkleidung einplanenAuf den letzten Drücker losfahren

Am Ende gewinnt nicht das teuerste Outfit, sondern das, das zur Situation passt. Wer Branche und Thermometer zusammendenkt, geht entspannter ins Gespräch, auch wenn draußen die Sonne gnadenlos brennt.