Beliebte Legende unter manchen Usern: "Bei kununu kann ich endlich Dampf ablassen!!" Ja, aber die Bewertungsregeln müssen eingehalten werden.

Urbane Legenden, Teil 2: Wie User kununu nutzen können – und wie nicht

Weiter geht’s mit der Aufklärung von beliebten Mythen, die sich um kununu so ranken. Nach Teil 1, der die Sicht der Arbeitgeber eingenommen hat, nehmen wir die Top 5 aus Perspektive der Bewertungsschreibenden (aktuelle/ehemalige Mitarbeiter und Azubis sowie Bewerber) unter die Lupe.

Legende #1: „Bei kununu kann ich meinem Chef endlich sagen, was ich von ihm halte!“

Realitäts-Check:
Wenn Mitarbeiter auf kununu einen Erfahrungsbericht abgeben, können diese sämtliche Punkte des Arbeitsalltags beurteilen und auch dem Chef zum Thema Vorgesetztenverhalten Noten verpassen. Aus rechtlichen und moralischen Gründen müssen unsere User bei der Bewertung jedoch Richtlinien einhalten: Kraftausdrücke oder namentliche Erwähnungen haben bei kununu nichts zu suchen. Entspricht der Erfahrungsbericht nicht den Richtlinien, wird der User vom kununu-Support kontaktiert und darauf aufmerksam gemacht, die Bewertung den Richtlinien anzupassen. Nur dann bleibt der Erfahrungsbericht online.

Ein verbales „Auskotzen“ ist für niemanden nützlich: Weder für den Bewertungsschreibenden, noch für andere User, die sich über den Betrieb informieren möchten. Mitarbeiter, die eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen erreichen möchten, sind mit konstruktiver Kritik besser beraten.

Legende #2: „kununu zensiert Bewertungen!“

Realitäts-Check:
Bei kununu gibt es keine Zensur. Das Community-Team achtet jedoch darauf, dass die Erfahrungsberichte den bereits erwähnten gesetzlichen und moralischen Richtlinien entsprechen. Sollte eine Bewertung beispielsweise Kraftausdrücke oder vertrauliche Firmendaten enthalten, wird der User vom Support verständigt und gebeten, die Bewertung zu überarbeiten. Entspricht nach Überarbeitung die Bewertung den Richtlinien, geht der Erfahrungsbericht umgehend online.

Im übrigen dient das Pochen auf Einhaltung der Bewertungsregeln dem Schutz der User: Bei aller gewünschten Transparenz gelten auch bei kununu die rechtlichen Richtlinien. Sachliche Kritik wie „Die Entscheidung meines Chefs finde ich total falsch“ ist zulässig. Wer jedoch seinen Chef öffentlich als „Schwachkopf“ tituliert, verletzt das Persönlichkeitsrecht des Chefs und überschreitet damit die rechtlichen Grenzen.

Legende #3: „kununu ist eine Schönwetterplattform, man kann keine negative Bewertung abgeben!“

Realitäts-Check:
Bei kununu ist die Stimmung der User ziemlich ausgewogen: Eine aktuelle Analyse der kununu-Erfahrungsberichte hat ergeben, dass knapp die Hälfte der bewerteten Unternehmen eine Gesamtnote von mindestens 3 Punkte aufweist. Vom Freudentaumel über den neuen Job bis hin zu frustrierten Zeilen wegen unzähligen Überstunden ist alles zu lesen.

Erfahrungsberichte, die mit den Vorgesetzten beinhart ins Gericht gehen oder detailliert Schwachstellen aufweisen, sind mehr als genügend vorhanden. Klar ist jedoch, dass bei Usern, die anlassbezogen wutentbrannt in die Tasten klopfen, schnell mal ein paar Kraftausdrücke fallen, die vom Support-Team jedoch beanstandet werden.

Legende #4: „Die Bewertungen werden nicht von den Mitarbeitern geschrieben, sondern von den Unternehmen gesteuert!“

Realitäts-Check:
Die Bewertungsqualität hat bei kununu oberste Priorität. Seit jeher setzt das Portal auf zwei Kontrollmechanismen: Technische Filter sowie ein eigenes Team prüfen die eingehenden Bewertungen und verhindern beispielsweise, dass eine Person mehrere Erfahrungsberichte zu einem Unternehmen abgeben kann.

Fakt ist, dass die Bewertung eines Arbeitgebers jedem Mitarbeiter zusteht – also auch Führungskräften einer Marketing- oder Personalabteilung, die vielleicht andere Arbeitsplatzerfahrungen haben als ein Mitarbeiter, der in einem weiteren Unternehmensbereich tätig ist. In den meisten Fällen lässt sich aus den vorliegenden Bewertungen eine klare Tendenz ablesen. Liegen zu einem Unternehmen extrem unterschiedliche Erfahrungsberichte vor, geht kununu davon aus, dass die User durchaus in der Lage sind, sich selbst ein Urteil bilden zu können.

Zudem darf nicht vergessen werden, dass gefakte Bewertungen nur von kurzem Erfolg gekrönt sind: Angenommen, ein Bewerber liest gefälschte Bewertungen zu einem vemeintlichen Top-Arbeitgeber und unterschreibt aufgrund dessen seinen Arbeitsvertrag. Sollte das Unternehmen nicht jene Versprechungen halten können, die es zuvor in den Bewertungen selbst rausgetönt hat, kommt das umgehend vom enttäuschten Mitarbeiter ans Tageslicht. Dank Social Media sorgen die viralen Effekte (User teilt Inhalt mit anderen Usern, die wiederum ihre Kontakte informieren) für eine rasche Verbreitung in diversen sozialen Netzwerken – inklusive kununu. Dieses Risiko würde wohl kein Unternehmen eingehen wollen. Aber auch durch die hohe Bewertungsanzahl und die Besucherfrequenz, werden mit Hilfe der Community einzelne „gefakte“ Bewertungen rasch entlarvt.

Die Rückmeldungen der User bestätigen jedoch, dass kununu auf dem richtigen Weg ist und die geschilderten Eindrücke der Realität entsprechen.

Legende #5: „Sobald ein Unternehmen gegen Entgelt ein Arbeitgeberprofil betreibt, bekommt es nur mehr gute Bewertungen!“

Realitäts-Check:
kununu ist und bleibt unbestechlich. Auch wenn ein Unternehmen gegen Entgelt ein Arbeitgeberprofil auf kununu schaltet, hat das keinen Einfluss auf die nutzergenerierten Bewertungen. Besucher von kununu haben durch das Profil den Vorteil, auf einen Blick sämtliche Informationen einsehen zu können: Die authentischen Meinungen der Mitarbeiter und die ergänzenden Informationen des Arbeitgebers.

Dass manche Unternehmen mit einem Arbeitgeberportrait besonders viele und gute Bewertungen aufweisen, liegt daran, dass diese Betriebe einen offensiven Umgang mit kununu pflegen: Die Firmen werben oftmals mit ihrer kununu-Präsenz, nehmen gezielt die geposteten Verbesserungsvorschläge wahr und setzen diese auch um. Klar, dass so ein Umgang die Mitarbeiter freut und mit guten Bewertungen Anerkennung findet.

kununu für Jobsuche und als neutrale Feedback-Zone nutzen

kununu wurde 2007 mit dem Vorsatz gegründet, die Arbeitswelt zu verbessern: Bestehende Mitarbeiter sind eingeladen, das Portal als neutrale Feedback-Zone zu nutzen und lobende Worte, als auch Verbesserungsvorschläge auszusprechen. Bewerber können anhand der geschriebenen Erfahrungsberichte einen Einblick hinter die offiziellen Firmenfassaden werfen und prüfen, ob der Arbeitgeber zu einem passt – oder nicht. kununu bringt Transparenz in die Arbeitswelt und hilft, dass die Meinung der Mitarbeiter auf mehr Gehör stößt.

kununu ist jedoch kein „Zauberkasten“ und kann miese Arbeitgeber nicht umkrempeln. Mit jedem weiteren Erfahrungsbericht steigt jedoch die Chance, schwarze Schafe zu enttarnen und gute Arbeitgeber zu entdecken.