Umzingelt von Kollegenschweinen – was tun?

Freunde kann man sich aussuchen, Arbeitskollegen nicht. Leider! Egal wie cool das Unternehmen ist, wie traumhaft der Job oder wie toll der Chef, zumindest einen Kollegen gibt es fast immer, der einen regelmäßig auf die Palme bringt. Die Gründe dafür? Manch einer ist launisch und versteht keinen Spaß. Andere zielen mit ihren Witzen auf eine Humorebene unterhalb der Gürtellinie ab. Und dann gibt es noch die, die sich ständig lustig machen – doch leider nicht über sich selbst, sondern über andere. Schon klar, wir sind uns einig: Der Kollege gehört zur Gattung der Arschlöcher.

 

 

Aber ist er das wirklich? Oder läuft bei ihm selbst gerade alles nur den Bach runter? Ein blöder Ausrutscher kann jedem Mal passieren und deswegen bis an den Rest deiner Karriere die Zusammenarbeit mit Kollege Unsympathisch zu verweigern, ist definitiv der falsche Weg. Denn Fakt ist: Du musst mit ihm täglich mindestens acht Stunden verbringen, 160 Stunden im Monat und 1920 Stunden im Jahr. Deswegen: Sieh die starke Persönlichkeit deines Teammitglieds als Herausforderung und nimm die Challenge an, sie zu durchschauen!

Ja, ihr habt auch Gemeinsamkeiten

Ok, du magst ihn nicht besonders. Die Gründe liegen auf der Hand: Er feuert bei der Championsleague die falsche Mannschaft an. Er hat die Bilderbuchfamilie, von der du träumst. Er dreht Däumchen, während du in Arbeit versinkst. Aber stimmt das? Gerade wenn man selbst im Stress ist, hat man oft das Gefühl, dass die Kollegen einfach nur nichts tun. Doch bevor du deine Energie in Aggressionsanfälle investiert, frag einfach mal nach, an was sie gerade arbeiten. Überraschung? Auf ihrem Radar steht doch mehr, als du dir gedacht hast?   Egal wie ihr persönlich zueinander steht, Arbeit ist Arbeit. Jeder muss sie machen und jeder erledigt sie in seinem eigenen Tempo. Deswegen hol dir selbst zuerst ein paar Beweise von ihrer Untätigkeit ein, bevor du Arbeitszeit mit Grollschieben vergeudest.

Denke positiv

Du, ich und auch Kollegenschweine sind äußerst sensibel. Vor allem wenn jemand deine Arbeit etwas zu harsch kritisiert, an der du stundenlang mit vollem Enthusiasmus gearbeitet hast. Dein erster Instinkt danach: negativ! Und zwar alles was er tut, was er sagt und worüber er redet. Kurz gesagt, er kann nichts richtig machen. Doch wer sagt eigentlich, dass er dir etwas Böses wollte? In den meisten Fällen geben dir Leute Feedback, damit du voran kommst und besser werden kannst. Beim Formulieren von netten Rückmeldungen sind manche besser als andere, doch keiner hat dabei die Absicht, dich zu beschimpfen oder bloßzustellen. Anstatt jeden Kommentar persönlich zu nehmen, solltest du das feindliche Kollegenschwein darauf ansprechen, warum er das gesagt hat, wie er es tatsächlich gemeint hat und weshalb du so reagiert hast. Profitipp: Verwende dabei lieber Formulierungen mit „Ich“, statt ihm die Schuld zuzuweisen und den nächsten Konflikt anzuzetteln.

Kommunikation ist die Lösung

Die Konversationen mit Kollege A werden hitziger, die Wut immer größer und die Bombe in dir zündet. Kann einmal passieren – schließlich sind wir alle nur Menschen. Nach einer derartigen Eskalation stehst du meist selbst als Arschlochkollege da. Willst du das? Natürlich nicht! Deswegen ist es essentiell, dass du erst einmal tief Luft holst, deine Gedanken bei einer Runde um den Block sortierst und entspannt auf deinen Kontrahenten zutrittst. Sprich ihn darauf an und gehe noch einmal die Situation mit ihm durch. Frag ihn, wie er die Situation empfunden hat. Schließlich kann es auch sehr gut der Fall sein, dass du ihn dabei ebenfalls verletzt hast. Denn vertraue mir: Nachfragen und sich entschuldigen ist wesentlich einfacher, als zu schweigen und so zu tun, als würdest du die angespannte Stimmung zwischen euch nicht bemerken! Also ran an das Stöbern in verwirrten Arschlochgehirnen und möge sich das Teamklima erwärmen!