Studie: Mit diesen Eigenschaften schaffen es Frauen in die Führungsetagen

Weibliche Vorgesetzte sind nach wie vor die große Ausnahme. Jene wenige, die es trotz des verankerten Bildes der Frau als Mutter und Hausfrau, in Führungspositionen geschafft haben, erweisen sich in vielen Fällen als wahre Kämpfernaturen.

In diesem Artikel erzählen wir anhand einer Studie, zu der ein Interview auf spiegel.de erschienen ist, wie es die dabei interviewten Managerinnen an die Spitze geschafft haben und in welchen Unternehmen der Trend in die richtige Richtung geht.

Rückstand auf globaler Ebene

Nur rund ein Viertel der gehobenen Vorgesetztenposten ist von Frauen besetzt. Deutschland liegt mit 18 Prozent sogar deutlich darunter. Das hat die Wissenschaftlerin Bettina Al-Sadik-Lowinski im Rahmen ihrer Befragung von 110 Top-Managerinnen aus Deutschland, Frankreich, Japan, China und Russland herausgefunden. Weiters hat sie sich damit beschäftigt, wie es diese Frauen in die Managementebene geschafft haben, mit welchen Hindernissen sie zu kämpfen hatten und wo die Unterschiede liegen, wenn es um die fünf verschiedenen Länder geht.

Das Ergebnis zeigt, dass die Karrierechancen und die Aussicht auf eine Stelle als weibliche Führungskraft von Umständen wie Geschichte, Gesellschaft, Politik und Vorgenerationen geprägt waren. Auf all diese Faktoren konnten die heutigen Chefinnen aus der Befragung selbstverständlich keinen Einfluss nehmen. Was sie allerdings sehr wohl beeinflussen konnten und was sie mitunter ans Ziel gebracht hat, war ihr Mindset, das stets von Ehrgeiz und Eigeninitiative geprägt war.

Herkunft als wichtiger Faktor

Betrachtet man nun die Herkunft der Interviewten, werden Unterschiede deutlich. In Frankreich beispielsweise, ist die Erwartungshaltung an die Französin sehr belastend, denn diese soll eine perfekte Mutter, Hausfrau, Geliebte und Managerin sein. Und auch in Deutschland und Japan müssen sich weibliche Mitarbeitende gegen Männerbünde und das tief verankerte Bild der Hausfrau und Mutter behaupten. Schließlich waren die Mütter und Großmütter der Deutschen und Japanerinnen allesamt fordernde Hausfrauen, von denen sie sich erstmals lösen mussten.

Anders in China und Russland. Denn die chinesischen Befragten haben verdeutlicht, dass sie als Topmanagerinnen auf vielfältige Hilfen zurückgreifen können. Auch die Russinnen zeigen mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Verantwortungsbewusstsein und aufgrund der jahrzehntelangen Gleichstellungspolitik, wie es geht. Mit 47 Prozent ist Russland jenes Land, mit den prozentuell meisten weiblichen Mitarbeitenden auf Führungsebene.

Eigenschaften, die alle gemeinsam haben

Die Studie beweist, dass es trotz der Länderunterschiede drei gewisse Merkmale gibt, mit denen es die interviewten Frauen ganz nach oben schafften:

1. Ein starker Erfolgswille: Sie alle wussten genau, was sie wollten und auch wie sehr sie es wollten.

2. Frei sein von der Erwartungshaltung anderer: Sie empfanden es nicht als bedeutend, welche Erwartungen andere an sie stellten, sondern verfolgten ihre eigenen Ziele.

3. Initiativen ergreifen: Sie warteten nicht den Zeitpunkt ab, bis sich in ihrem Unternehmensumfeld etwas zu ihren Gunsten veränderte. Sie wurden vielmehr selbst aktiv, um ihre Karriere anzukurbeln.

Unsere Top 10 Bewertungen

Auch wenn Frauen auf Führungsetage derzeit noch die deutliche Minderheit darstellen, schenken erfreulicherweise mehr und mehr Arbeitgeber diesem wichtigen Thema ihre Aufmerksamkeit und werden aktiv. Unsere Top 10 Bewertungen liefern den Beweis:

 

 

Alle Bewertungen im Überblick

„Meine Vorgesetzte ist die perfekte Führungskraft!“

„Sogar mehr weibliche Vorgesetzte als männliche.“

„Ich als Frau habe bisher ein gutes Gefühl hinsichtlich meiner Karrierechancen.“

„Meine Vorgesetzte fördert und fordert mich.“

„Super Chefin, die sich für uns einsetzt.“

„Die gerechte Aufteilung von männlichen und weiblichen Führungskräften ergibt sich alleine durch die Qualifikationen.“

„Viele weibliche Vorgesetzte, auch junge Mütter.“

„Charismatische, leidenschaftliche Chefin mit viel Engagement.“

„Es gibt quer durch die Firma weibliche Führungskräfte.“

„Habe eine richtig gute Chefin, die einen leitet aber genug Freiraum gibt.“

 

Hannah Reumann

Hannah ist seit März 2020 Mitglied der kununu Redaktion und schreibt Artikel über verschiedene Themen rund um die Arbeitswelt. Sie wohnt in Wien und studiert derzeit berufsbegleitend Marketing- und Salesmanagement im Masterstudiengang.

 

Quelle:

[1] spiegel.de