5 Tipps: Stellenanzeige – Deutsch / Deutsch – Stellenanzeige

5 Tipps: Stellenanzeige – Deutsch / Deutsch – Stellenanzeige

Nicht immer ist Sender gleich Empfänger. Stellenanzeigen sind oftmals ein besonderer Härtefall in der Verständigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. kununu hilft Euch dabei, die Sprachbarrieren zu überwinden:

Der Stellenmarkt: Heimat der Personaler und der Job-Suchenden. Ein Parallel-Universum, welches sich im Umbruch befindet. Inserate in denen nach Vertretern, Hausmeistern und Bürogehilfen gesucht wurde, findet man heute nur wenig. Als Sales Manager, Facility Maintenance Manager und Junior Office-Assistent ist man jedoch heiß begehrt. Wer jetzt nur noch spanisch versteht, ist garantiert nicht allein. kununu hilft Euch, das Personaler-Kauderwelsch zu übersetzen:

Der erste Eindruck

Eine Stellenanzeige ist wie die Visitenkarte eines Unternehmens. Besteht die Ausschreibung lediglich aus Standard-Floskeln und leeren Worthülsen, sind große Erwartungen an den Arbeitgeber fehl am Platz. Kreativ, kommunikativ und flexibel – diese vermeintlichen Must-Haves tauchen in beinahe jedem Stellenangebot auf. Unternehmen schmücken sich gerne mit diesen Adjektiven. Schon der Erste Eindruck des Stellenangebotes gibt Aufschlüsse darüber, ob der Arbeitgeber seinem Selbstbild gerecht wird.

Die eierlegende Wollmilchsau

Viele Unternehmen suchen nach dem perfekten Allround-Talent mit fachspezifischen Kenntnissen – und natürlich: Berufserfahrung. Vor den scheinbar endlosen Anforderungslisten, schrecken viele zurück. Dabei sind die Wünsche der Arbeitgeber oft sehr unrealistisch. Die eierlegende Wollmilchsau alias der perfekte Angestellte, wird es auch in Zukunft nicht geben. Wer seine Stärken und seine Schwächen kennt, muss sich nicht entmutigen lassen.

Ihre Aufgabe

Ähnlich wie überspitzte Berufsbezeichnungen, sind die Aufgabengebiete ebenfalls beliebte Blender. Übersetzt und in die Bestandteile zerlegt, ergibt sich häufig ein völlig anderes Tätigkeits-Bild, als angenommen. „Interessante Inhalte“ und „reizvolle Aufgaben“ sind Signalwörter, bei denen die Alarmglocken läuten sollten. Leider hat jeder Beruf eine Schattenseite. Unangenehme Tätigkeiten sollten nicht unter den Tisch gekehrt werden. Spätestens beim Vorstellungsgespräch kommt der berühmte „Haken an der Sache“ ohnehin zum Vorschein.

Ihr Profil

Das Bewerber-Profil dient nicht nur der Überprüfung der fachlichen Qualifikationen. Gut beraten ist, wer versteht was der Arbeitgeber wirklich meint, wenn er Stressresistenz, Hands-on-Mentalität und Co. fordert:

Hohes Maß an Motivation, das (n.): Die Fähigkeit unter schwierigen Arbeitsbedingungen, in einem monotonen Tätigkeitsfeld, ständige Höchstleistung zu erbringen.

Hands-on-Mentalität, die (fem.): Die geistige Stärke in regelmäßig hoher Frequenz Rückschläge wegzustecken und trotz Perspektivlosigkeit neue Impulse zu setzen.

Stressresistenz , die (fem.): Die Begabung trotz einem überfüllten Großraumbüro, inkompetenten Kollegen, nörgelnden Kunden, Bergen von Arbeit und einer bescheidenen Work-Life-Balance dem Burn-out ein Schnippchen zu schlagen.

Flexibilität, die (fem.): Die Fähigkeit zu jeder Tageszeit, mit jeglichen Aufgaben, von jeglichen Personen überhäuft zu werden und trotzdem alles in annehmbarer Leihen-Qualität zu erledigen.

Unser Angebot

Ebenso interessant wie die Anforderungen an zukünftige Mitarbeiter, ist das Selbstbild der Arbeitgeber. Häufig klafft der Spalt zwischen Vorstellung und Realität weit auseinander. Indizien dafür, wie ein Unternehmen geführt wird und was einem dort blüht, liefert der Schreibstil des Stellenangebotes:

Überdurchschnittliche Bezahlung, die (fem.): Der Lohn für die geleistete Arbeit, liegt knapp über dem Kollektivvertrag. Lediglich der Arbeitsaufwand ist milde gesagt: „überdurchschnittlich hoch“.

Angenehmes Betriebsklima, das (n.): Eine Arbeitsatmosphäre, die so angenehm ist, wie der Schneeregen nach einem Hagelsturm.

Traditionsunternehmen, das (n.): Ein Ort, an dem alles so gemacht wird, wie es immer gemacht wurde. Ambitionierte Projekte und der Wille etwas zu verändern, sind hier genau eines: Fehl am Platz.

Eingespieltes Team, das (n.): Ein alteingesessener Kern aus Kollegen, mit starren Hierarchien und einer genauen Vorstellung davon, wie ihr pensionierter Ex-Kollege ersetzt werden soll.

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