Mit Arbeitgeber abschließen

So machst du mit deinem Arbeitgeber Schluss

Eine Trennung ist nie einfach. Schon gar nicht, wenn es die Trennung vom Arbeitgeber ist. Wir möchten dich bei deiner Loslösung unterstützen und präsentieren dir 7 Tipps, die du befolgen solltest, wenn sich die Wege von dir und deinem Unternehmen scheiden (müssen).

1. Geh noch einmal in dich

Bevor du mit einem Arbeitgeber Schluss machst und deine Kündigung einreichst, solltest du noch einmal ganz tief in dich gehen und dir mehrere Fragen stellen. Warum genau möchtest du kündigen und die Arbeitsbeziehung zwischen dir und deinem Unternehmen beenden? Gab es dafür einen konkreten Auslöser oder schleppst du die Unzufriedenheit schon länger mit dir herum? Hast du dir bei Problemen und beruflichen Wünschen bereits Hilfe gesucht? Wird es bei einem neuen Unternehmen wirklich besser oder musst du dich vorher eher selbst ändern? Was muss das neue Unternehmen können, damit du dort glücklich wirst? Erst wenn du diese Fragen für dich persönlich beantworten konntest, kannst du wirklich einen endgültigen Schlussstrich ziehen. Man kann also sagen, dass die Gründe, die für oder gegen eine Trennung sprechen, einander genau gegenübergestellt werden sollten.

Ist dein Entschluss endgültig? Bitte deinen Vorgesetzten um einen Termin für ein ruhiges Gespräch unter vier Augen. Lege die Gründe für deine Kündigung dar und versuche auf Nachfragen deines Gegenübers einzugehen. Unfaire Fragen – wie beispielsweise danach, wo du nach diesem Job hingehen wirst – musst du nicht beantworten. Was aber, wenn dir der Vorgesetzte jetzt auf einmal im Angesicht deiner Kündigung eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung anbietet? Dann solltest du überlegen, ob dieses Angebot deine Unzufriedenheit ausgleichen kann. Außerdem ist es ratsam, dass du deinem Vorgesetzten eine Frist für die Umsetzung der Änderungen setzt. Du bist nicht überzeugt? Sei mutig und lehne das Angebot dankend ab.

2. Bewerte deinen Arbeitgeber

Auf dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu kannst du deinen Vorgesetzten oder deinem ganzen Unternehmen noch einmal sagen, wie du die Zeit im Job erlebt hast. Deine Bewertung kannst du unter diesem Link abgeben. Wie du deine Bewertung gestalten solltest? Das entscheidest du ganz allein. Vielleicht wärst du gerne länger geblieben, aber dein Arbeitgeber hat einige Fehler gemacht? Dann darfst und sollst du natürlich gerne Missstände kritisieren. Achte dabei aber darauf, dass du keine persönlichen Fehden mehr austrägst – schließlich ist es zwischen euch sowieso schon aus und vorbei. Das heißt, dass du statt „Die Chefin der Ingenieursabteilung war doof“ zum Beispiel lieber schreiben solltest „Das Vorgesetztenverhalten in der Ingenieursabteilung hat noch Verbesserungsbedarf“. Klingt doch gleich viel diplomatischer, nicht? Wie auch am Ende einer Beziehung, kannst du Verbesserungsvorschläge anbringen. Es steht allerdings noch in den Sternen, ob dein Ex-Arbeitgeber diese zumindest im Sinne deines Nachfolgers befolgt.

3. Stell dich in den Mittelpunkt

Nach der Trennung von deinem Arbeitgeber ist erstmal nur eine Person wichtig: Du. Ob du nun auf die Suche nach deinem absoluten Traumjob gehst oder einfach überlegst, was dich als Arbeitnehmer ausmacht, kannst du jetzt selbst entscheiden. Du musst keine Rücksicht mehr auf einen Arbeitgeber nehmen, der dich und deine Arbeitskraft vielleicht nicht wertgeschätzt hat. Allerdings solltest du dich selbst davor schützen, dass du noch einmal in solch eine Situation kommst. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du dir ein Blatt Papier schnappst und zehn Eigenschaften notierst, die ein Unternehmen für dich unbedingt erfüllen muss oder gerne soll. Sofern du deinen Arbeitgeber anhand dessen auswählst, sollten böse Überraschungen dann eher ausbleiben. Diese Vorgehensweise hilft unabhängig davon, ob du gekündigt wurdest oder selbst Schluss gemacht hast.

4. Suche dir einen Neuen

Mal ehrlich, eine Trennung ist doch immer einfacher, wenn man schon einen Neuen am Start hat. Damit nicht dein Ex-Arbeitgeber zuerst einen Nachfolger für dich findet, sondern du der Erste mit einem Neuen bist, kann kununu dir natürlich helfen. Wieso du genau auf kununu nach einem neuen Arbeitgeber suchen solltest? Weil dir die kununu User genau sagen können, ob die Beziehung zu ihrem Arbeitgeber eher ein kurzes, schmerzhaftes Intermezzo oder eine langjährige, von Liebe geprägte Liaison ist.

Du lebst in Österreich und suchst landesweit nach für dich passenden Unternehmen? Dann schau gleich hier vorbei und finde vielleicht die Liebe auf den ersten Blick. Für dich sind eher die Arbeitgeber der Landeshauptstädte interessant? Check sie hier ab:

 

Wien    St. PöltenInnsbruck
SalzburgLinzKlagenfurt
GrazBregenzEisenstadt

 

Du wohnst in Deutschland und ein Umzug kommt für dich nicht infrage? Kein Problem! Auch hier können wir dir die passenden Arbeitgeber für dein Land präsentieren. Klick dich durch die deutschen Arbeitgeber! Die Arbeitgeber in den Hauptstädten gibt es dann hier:

 

Berlin    Düsseldorf  Hannover 
MainzSaarbrückenWiesbaden
Bremen  ErfurtKiel
München  Schwerin Dresden
HamburgMagdeburgStuttgart
Potsdam

 

Beziehungen enden und beginnen auch in der Schweiz nicht anders als in Österreich und Deutschland. Man muss sich den Neuen aktiv suchen! Arbeitgeber der ganzen Schweiz bekommst du unter diesem Link präsentiert. Deine Suche ist bereits konkreter? Auf kununu findest du zum Beispiel die Arbeitgeber in den größten Städten der Schweiz:

 

Zürich GenfLuzern
BernBaselSt. Gallen
WinterthurLugano Lausanne

 

5. Freue dich auf Veränderungen

Die Wochen nach der Kündigung sind nervenaufreibend. Mal geht es mit der Stimmung nach oben, mal geht es nach unten. Du wirst deine Entscheidung vermutlich im einen Moment hinterfragen und im anderen Moment stolz darauf sein. Mach dir das bewusst. Die Veränderungen, die auf dich zukommen, sind positiv. Auf Englisch sagt man dazu übrigens sogar „Embrace the changes“ – umarme die Veränderungen. An diese blumige Umschreibung solltest du dich beim Schlussmachen mit dem Arbeitgeber halten. Es können mit Sicherheit noch einige berufliche Tiefpunkte kommen. Aus diesen kannst du aber immer lernen und als Mensch wachsen. Freue dich also sogar auf negative Erfahrungen in deinem Arbeitsleben. Du darfst die Kontrolle auch einmal verlieren!

6. Bleib dir selbst treu

Trotz aller Veränderungen musst du dich selbst nicht für einen neuen Arbeitgeber verstellen. Bleib dir selbst treu und sei mit deinen Eigenschaften, Vorstellungen und Wünschen ehrlich zu dir und zu anderen. Lass andere ruhig hinter deine Fassade blicken und beschönige die Dinge auch im Bewerbungssgespräch nicht. Musst du deshalb gleich sagen, dass du wirklich kein Teamplayer bist und lieber im stillen Kämmerlein arbeitest? Natürlich nicht. Damit die Vorstellungen von dir und deinem Arbeitgeber nicht allzu sehr auseinander driften, musst du aber deine persönlichen Erwartungen klar kommunizieren. Du bist eigentlich total unzufrieden mit dem dir angebotenen Gehalt? Sprich es an! Denn ist es nicht eine absolute Horrorvorstellung, wenn du zwei Monate nach Jobantritt merkst, dass sich das so finanziell für dich einfach nicht lohnt? Viel besser ist es da doch, gleich zu Beginn in den sauren Apfel zu beißen und die Dinge gleich klarzustellen.

7. Trenne dich im Guten

Löse offene Probleme noch am Arbeitsplatz – auch dann, wenn dein Entschluss zur Trennung bereits endgültig ist. Schlage eine Abfindung heraus, kläre Urlaubsansprüche ab und gib deinem Arbeitgeber Feedback. Versprochen, du fühlst dich besser und musst dich nicht mit „Was wäre, wenn“-Gedanken herumschlagen. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum du dich im Guten von deinem Arbeitgeber trennen solltest. Dein fairer Abgang wird den Vorgesetzten und den Kollegen in positiver Erinnerung bleiben. Später könnte dir das zugute kommen, wenn du zum Beispiel eine Boomerang-Bewerbung absenden und in dein altes Unternehmen zurückkehren möchtest.

Hier findest du übrigens dazu passend 11 Dinge, die du an deinem letzten Arbeitstag machen solltest.

 

Trennung von Arbeitgeber