Junger Mann bei Uniabschluss

Schule, Studium, Karriere? Diese Abbrecher hatten trotzdem Erfolg

Kind, mach was Vernünftiges. Schule, Studium und dann kommt die Karriere. Ohne klassische Ausbildungslaufbahn geht es schließlich nicht – oder? Stimmt so nicht ganz. Wir stellen euch vier Menschen vor, die in ihrer akademischen Laufbahn einen Schlenker eingelegt und den vorgepflasterten Weg gegen ungewöhnliche Trampelpfade ausgetauscht haben.

#1 Albert Einstein

Er ist wohl das berühmteste Beispiel: Mit gerade mal 16 Jahren schmiss Albert Einstein die Schule und verließ das Münchner Gymnasium ein für alle Mal. Doch anders als immer wieder gerne behauptet, lag das nicht an den schlechten schulischen Noten des Physikgenies, sondern vielmehr an seiner Rebellion gegen den Unterrichtsdrill. Und ja, auch der bekannte Spruch „selbst Einstein hatte nur eine 6 in Mathe“ stimmt nur halb. Zwar ist diese Schulnote bei Geometrie und Algebra auf seinem Zeugnis zu sehen, jedoch steht die Note in der Schweiz für „sehr gut“. Denn dort machte er später seine Hochschulreife nach.

Auch wenn Einstein sich gegen die klassische Schullaufbahn entschieden hat – seine Intelligenz und sein Ehrgeiz führten ihn nach vorne. Genau genommen hat er in seiner akademischen Laufbahn einfach eine Station übersprungen und ab 1896 an der Technischen Hochschule in Zürich Mathematik und Physik studiert. Zugegeben: Ob Einstein das alles so geschafft hätte, wenn er nicht absolut außergewöhnlich intelligent gewesen wäre, sei mal dahingestellt.[1,2]

#2 Anna Wintour

Große Sonnenbrillen, Blitzlichtgewitter und Pelzkragen und spätestens seit der „Teufel trägt Prada“ kennen auch Menschen fernab des Laufstegs ihren Namen. Wer hätte gedacht, dass die Chefredakteurin der VOGUE, Anna Wintour, gar keinen Schulabschluss hat? Genau wie Einstein entschied sie sich mit 16 Jahren für andere Perspektiven und verließ die North London Collegiate School, um eine Ausbildung bei Harrods – dem bekanntesten Warenhaus Londons – anzufangen.

Dass dieser Weg mit Sicherheit nicht einfach war, zeigt ein Interview von 1986. Angeblich soll sie gesagt haben: „Angesichts der akademischen Erfolge meiner Geschwister fühlte ich mich wie eine Versagerin. Sie waren superschlau, also arbeitete ich daran, dekorativ auszusehen.“ Aber auch klar ist: Hinter ihrem Erfolg steckt viel mehr als gutes Aussehen. [3,4]

#3 Mark Zuckerberg

Es sind die Elite Unis Amerikas: Stanford, Princeton, Yale und Harvard. Hier einen Studienplatz zu bekommen ist der ultimative Jackpot. Doch Facebook-Gründer Zuckerberg tauschte sein Karriere-Ticket vorerst gegen eine neue und vor allem in manchen Augen unsichere Zukunft, als er im Herbst 2005 Harvard ohne einen Abschluss verließ. Mittlerweile kann er trotzdem mit einer Harvard-Urkunde angeben, denn 2017 hat er dort die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen.

Und auch wenn man Erfolg nicht immer nur anhand von Zahlen messen kann: Sein Vermögen wird aktuell auf rund 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit bleibt Mark Zuckerberg einer der erfolgreichsten Jungunternehmer – Datenskandal hin oder her. [5]

#4 Bill Gates

Auch dieser Karrieresieger hat Harvard den Rücken gekehrt: Nur zwei Jahre hielt es Bill Gates in seinem Mathematik-Studium aus, bevor ihn die Vorlesungen und Vorträge langweilten. Er widmete sich ganz der Entwicklung von Microsoft und zählt damit zu den reichsten Männern der Welt. Genau wie Zuckerberg hat auch er nachträglich ein Ehren-Diplom erhalten. Ganze 32 Jahre, nachdem er die Uni verlassen hat. [6]

 

Quellen:
[1] focus.de
[2] spiegel.de
[3] stern.de
[4] whoswho.de
[5] welt.de
[6] spiegel.de