Mann im Anzug liegt auf der Luftmatratze

Procrastination Day: Mach ich morgen. Oder gar nicht.

Was du heute kannst besorgen, verschiebe definitiv auf morgen. Oder so ähnlich. Am 6. September ist „Fight Procrastination Day“ und die ganze Welt hat der Aufschieberitis den Kampf erklärt. [1] Plötzlich sollen wir zwischen Aktenordnern und unerledigten Aufgaben hervor klettern, produktiv sein und Entscheidungen treffen. Dabei ist Prokrastination so ein schönes Hobby und erfordert einiges an Talent! Mit diesen 4 Tipps wirst du zum König unter den Aufschiebern.

#1 Viele Wege führen nach Rom

Konkrete Ziele waren gestern! Halte Ausschau nach den unterschiedlichsten Aufgaben und Herausforderungen. Schließlich bist du ein Freigeist. Kreative Köpfe denken nun mal im Zickzack. Das Regal hinter deinem Schreibtisch hätte einen Frühjahrsputz nötig? Super Idee! In deinem Browser blinkt ein neues Katzenvideo? Immer her damit. Je geringer die Priorität, desto besser. Und wer sagt, dass du dich schlichtweg vor deinen Aufgaben drückst, kennt sich einfach nicht gut genug mit der Materie aus. Immerhin bildest du dich gerade in diversen Themen weiter und unnützes Wissen eignet sich hervorragend für das nächste Gespräch mit dem Chef.

#2 Dein Zweiter Name ist Multitasking

Ein Schritt nach dem anderen? Nicht mit dir! Termine planst du lieber parallel, das spart Zeit und treibt den Spannungsbogen auf deinem Schreibtisch in die Höhe. Unter Zeitdruck und Stress lieferst du sowieso die besten Ergebnisse. Daher der Expertentipp für echte Profis: Beschäftige dich in den vielen Wochen vor der Deadline ausschließlich mit Dingen, die dir Spaß machen und nichts zur Zielerreichung beitragen. Einen Tag vor Abgabeschluss wird sicherlich genügend Zeit sein. So wie sonst auch.

#3 Ein Genie überwacht das Chaos

Wer braucht schon To-Do-Liste und Agenda? Zerstreute Zettelwirtschaften und bunte Post-Its funktionieren mindestens genauso gut. Ungeliebte Aufgaben lassen sich so viel leichter vom Sichtfeld und damit auch aus den Gedanken verdrängen. Genauso kannst du es auch mit deinem E-Mail-Postfach und ungelesenen Nachrichten handhaben, denn Probleme verschwinden bekanntlich, wenn man sie ignoriert.

#4 Du bist nicht faul, sondern Perfektionist

Kleine Ziele kann jeder! Du traust dich an richtige Meilensteine. Weil gut Ding Weile haben soll, muss das Projekt allerdings bis ins kleinste Detail überlegt sein. Einfach loszulegen wäre fatal, vielmehr ist eine ausgiebige Recherche notwendig – auch wenn die nie fertig wird. Lasse außerdem jeden in deinem Umfeld wissen, über was für einem hochkomplexen Arbeitsauftrag du gerade tüftelst und wie schwierig die Umsetzung ist. Falls deine Kollegen doch nach konkreten Daten fragen, benutze die Lieblingssprache jedes Prokrastinierers: Den Konjunktiv. Mit hätte, könnte, sollte ziehst du dich elegant aus der Affäre.

 

Jemand liegt in Hängematte und legt die Füße hoch

Quellen:

[1] kuriose-feiertage.de