Street Art: Gesicht mit verblüfftem Gesichtsausdruck.

Pimp my Lebenslauf: So verblüffst du alle Personaler

Neues Jahr, neuer Job? Nutze die Gelegenheit, um deine Bewerbungsunterlagen inklusive Lebenslauf zu aktualisieren und aufzuhübschen. Denn nur so hast du die Möglichkeit aus der Masse an Bewerbungen herauszustechen und dem Personaler im Gedächtnis zu bleiben. Eine Umfrage des Institute for Competive Recruiting unter mehr als 250 Personalern ergab nämlich, dass sich Recruiter durchschnittlich 60 bis 120 Sekunden für die Sichtung deiner Bewerbung Zeit nehmen. Du musst also innerhalb weniger Sekunden überzeugen. Wie? Wir zeigen dir 5 Tipps, wie du sie alle vom Hocker haust.

#1 Gestalte den Lebenslauf mal anders

Lebenslauf bleibt Lebenslauf. An den Inhalten wirst du nicht viel rütteln können: Persönliche Angaben, Berufserfahrung, Kenntnisse und zusätzliche Informationen wie Ehrenämter, Hobbys sind nicht wegzudenken. Allerdings hast du in der Gestaltung dieser Infos einen gewissen Spielraum, den du nutzen solltest. Du wirst das Rad zwar nicht neu erfinden, aber vielleicht so gestalten, dass es wieder interessant wirkt. Während ein tabellarischer Lebenslauf für ein ausgedehntes G-ä-ä-ä-h-n sorgt, ist der Lebenslauf als Timeline ein echter Hingucker. Also verwandle dein Curriculum Vitae in einen horizontalen Zeitstrahl. Dein Lebenslauf lässt sich aber auch als coole Infografik aufpeppen. Gerade in der Kreativbranche lassen sich so Pluspunkte sammeln. Richtig cool ist das Exemplar von Robby Leonardi, der sich mit der Erstellung seines Videospiel-Lebenslauf definitiv eine Goldmedaille der kreativen Lebensläufe verdient hat. Seht selbst!

#2 Nutze Clickbait für dich selbst

Aufmerksamkeit, bitte! Wir kennen sie alle, die Heftig-Überschriften, die in sozialen Netzwerken sehr gut für Klicks und dadurch Interesse sorgen. „Bei dem dritten Punkt müssen Sie weinen“ ist vielleicht nicht die beste Idee für deine Bewerbung – aber ein bisschen Clickbait kann nicht schaden. Schluss mit ausgelutschten Floskeln und nichtssagenden Begriffen wie „Hiermit bewerbe ich mich um eine Stelle als …“ – ist mega langweilig und interessiert kein Schwein. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Bewerbung mit so einem Anfangssatz zur Seite gelegt wird, ist definitiv höher, als wenn du dir was originelles einfallen lässt. Warum also nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen? Et voilà – hier bin ich. Beginne mit einem überraschenden ersten Satz oder mit einer Frage als Einstieg: „Wie gerade ich eine Bereicherung für Ihr Unternehmen bin?“ – so ähnlich könnte das aussehen. Wie immer gilt: Nicht übertreiben.

#3 Schreib, was du nicht kannst

Logisch, dass du dich in deinem Bewerbungsschreiben von deiner Schokoladenseite präsentieren möchtest. Aber eine weitere originelle Möglichkeit aufzufallen, ist leicht von den Standard-Vorgaben abzuweichen. So kannst du neben deinen Stärken auch deine Schwächen nennen. Ja – richtig gelesen. Es darf in der Bewerbung auch das drinnen stehen, was du nicht kannst. Geschickt verpackt, versteht sich. Oder greif dir einen Punkt aus der Stellenanzeige, den du nicht zu 100% erfüllst, den du aber durch andere Fähigkeiten wettmachen kannst. Das kann das Zünglein an der Waage sein.

Das zeigt auch ein Beispiel, der Karriereberaterin Svenja Hofert, die gemeinsam mit einem Klienten, einem kaufmännischen Leiter Mitte 40, ein Experiment durchführte: Auf die Rubrik „Was ich kann“ in der er seine Stärken aufzählte, folgte in seinem Lebenslauf der Abschnitt „Was ich nicht kann“. „Selbstdarstellerisch präsentieren, programmieren, verhandlungssicher Französisch sprechen“, gab er dort an. Das Ergebnis: Rund 25 Prozent der insgesamt 50 adressierten Personaler luden den Klienten zum Vorstellungsgespräch ein. Im Vergleich mehr als bei klassischen Bewerbungen mit der alleinigen Angabe von Stärken (15 bis 20 Prozent).[1] Also trau dich!

#4 Übernimm das Corporate Design

Schon mit wenigen Handgriffen kannst du bei deinem Wunschunternehmen punkten. Wie? Indem du das Corporate Design der Firma in der Bewerbung verwendest. Schriftarten, Farben und vielleicht sogar das Logo des Unternehmens werden am Personaler nicht unbemerkt vorbeigehen. Also setze farbliche Akzente durch Linien oder Balken in Überschriften oder benutze dieselbe Schriftart, wie das Unternehmen selbst. Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen und dich von den übrigen Bewerbern abheben. Sie zeigt dem Gegenüber, dass du dich sehr bewusst für eine Bewerbung in dem Unternehmen entschieden hast.

Hast du Interesse am Print-Journalismus? Dann bietet sich die grafische Aufbereitung deiner Unterlagen im Zeitungsstil an. Als Bewerber in der Gastronomie liegt die Aufbereitung im Stil einer Speisekarte nahe. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Es geht noch drastischer. Eines der bekanntesten Beispiele dafür: der Online-Lebenslauf von Ninah Mufleh, im Corporate Design von Airbnb. Klick ruhig drauf! Oder mache es wie Jeanne Hwangs, die von einer Anstellung bei Pinterest träumte und ihre Bewerbung als Pinnwand gestaltete. Hier gilt nur eins: Kopieren ist nicht erlaubt.

#5 Überrasche mit einer Video-Bewerbung

Warum eigentlich immer schriftlich? Du kannst den Personaler auch mal mit Bewegtbild überraschen. Zugegeben: Es ist nicht die innovativste Idee aller Zeiten, aber Gang und Gäbe ist die Videobewerbung allemal nicht. Doch der Vorteil von Video-Bewerbungen liegt auf der Hand. Bewerber können sich bestmöglich in Szene setzen und sich von ihrer besten Seite präsentieren. Sie zeigt, was klassische Bewerbungen nicht können: deine Ausstrahlung. Was du dabei beachten solltest und einige richtig coole Beispiele, von denen du dir was abschauen kannst, findest du hier. Film ab!

 

Wie lief deine letzte Bewerbung?

Quelle:
[1] spiegel.de