Peinliche Office-Momente, die dir garantiert den Tag versauen

Kaffeeflecken, Salat zwischen den Zähnen oder Schweißflecken am Hemd: Im Büro ist jedem von uns sicher schon mal ein Fauxpas passiert. Einige davon lassen uns auf eine sympathische Weise wie der liebenswerte Tollpatsch von nebenan wirken – andere sind einfach nur peinlich. Falls zu deiner Königsdisziplin also ein Kopfsprung ins Fettnäpfchen gehört, dann lass dir gesagt sein: Du bist nicht allein. Und das ist auch gut so, denn geteiltes Leid ist bekanntlich nicht ganz so schlimm. Wir präsentieren: 4 Situationen, in denen jedem Büro-Knigge ganz schwarz vor Augen wird.

#1 „Ein inkompetenter Ignorant. Oh, hallo Chef.“

Einmal nicht aufgepasst und etwas zu euphorisch dem Ärger Luft gemacht und schon sind unliebe Worte über den Kollegen oder gar den Chef über die Lippen spaziert. Blöd, wenn der ausgerechnet daneben steht und jede Äußerung mitbekommen hat. Und noch blöder, wenn es mit einem Mal unangenehm still wird, dich alle Umstehenden peinlich berührt anschauen und du am liebsten im Boden versinken willst. Jetzt hilft nur noch Augen zu und durch. Was gesagt ist, ist gesagt und sich mit halbherzigen Floskeln in Deckung bringen zu wollen, macht es nur schlimmer.

Die einzige Möglichkeit: Flucht nach vorne. Im besten Fall schaffst du es, deinen Kollegen zu einem Vier-Augen-Gespräch abzufangen. Erkläre ihm, was dich zu deinen Äußerungen veranlasst hat – nur diesmal bitte als konstruktive Kritik in ganz viel Luftpolsterfolie verpackt. In jedem Fall ist eine Entschuldigung fällig. Und ganz ehrlich? Für die Zukunft merk dir einfach: Vielleicht gilt das Sprichwort „Wer lästert, der lügt“ nicht immer, doch zumindest schaut derjenige ziemlich blöd aus der Wäsche und wird selber zum unsympathischen Vollidioten. Ist dir das deinen Thron in der Gerüchteküche wirklich wert?

#2 „Na, auch hier?“

Augenringe bis zum Boden, die Frisur noch auf halb acht, den Körper auf Autopilot.  Gedankenlos siehst du den Aufzugtüren dabei zu, wie sie sich schließen, lockst dein Gehirn aus dem Sparmodus – und schreckst zusammen, als du einen Kollegen in der hintersten Aufzugsecke entdeckst, der wie ein Ninja aus dem Nichts aufgetaucht ist. Verzweifelt suchst du nach deinen Kopfhörern, doch da ist kein Rettungsanker in deiner Jackentasche.

Jetzt hast du die Wahl zwischen ungemütlichem Schweigen oder gezwungenem Wetter-Small-Talk. Einzige Aufmunterung die wir in dieser Situation für dich parat haben: Deinem Kollegen geht es sicherlich genauso. Falls er auch eher zu der stilleren Sorte gehört, genießt einfach gemeinsam die Ruhe vor dem Sturm. Falls nicht, traue dich, deinem geschwätzigen Lift-Kompagnon zu sagen: „Ich bin nicht so der Morgenmensch, später nach dem ersten Kaffee unterhalte ich mich sehr gerne mit dir.“ Dieser Ratschlag reicht dir nicht? Dann hier der Profi-Tipp: Auf der Treppe kann dir das nicht passieren.

#3 „Wer ist das?“

Wir sehen unsere Kollegen jeden Tag, teilen mit ihnen Glück und Leid. Und obwohl wir sie regelmäßiger sehen, als so manchen aus der Verwandtschaft, ist dieses Missgeschick ein echter Klassiker: Du warst noch mal Wer? Namenkenntnis scheint in den Bürofluren dieser Welt nicht unbedingt ein Must-Have zu sein. Dabei ist es auch egal, dass ihr euch schon Ewigkeiten ab und an ein Ladekabel teilt und in der Mittagspause gemeinsam Essen vom Chinesen um die Ecke abholt. Auffällig wird unser mangelndes Know-How erst, wenn wir den Kollegen direkt ansprechen wollen – und dann ist es meistens schon zu spät.

Deswegen ist hier Vorbereitung alles! Stellt sich jemand Neues vor, präge dir den Namen zusammen mit einer persönlichen Eigenschaft der Person ein. Das kann dir helfen, sich später wirklich an den Namen deines Kollegen zu erinnern.  Wenn das Malheur aber schon passiert ist, dann helfen hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder du gibst offen zu, dass dir der Name entfallen ist (nach zwei gemeinsamen Bürojahren nicht unbedingt zu empfehlen) oder du manövrierst dich in entsprechender Situation erstmal ohne Namensnennung heraus und fragst dann subtil bei deinen Kollegen nach.

#4 „CC steht nicht für Confidential Conversation? Ups.“

In einen Augen die pure Panik, die Maus unter deinen Fingern schweißnass, denn jetzt ist es passiert: Der Super-Gau in der online Kommunikation. Gesendet. An. Alle. Und das, obwohl die Informationen streng vertraulich waren, oder schlimmer noch: Unangebrachte Infos aus dem Flur-Funk in die offiziellen Kommunikationswege gelangt sind. Da hilft auch kein „So war das nicht gemeint“ – denn du hast unübersehbare Beweise hinterlassen. Jetzt noch eine verzweifelte Entschuldigungspredigt an denselben Verteiler zu versenden, wird deine Ehre nicht retten.

Einzige Lösung: Ohne Umwege direkt zu den Betroffenen marschieren und für deinen Fehler geradestehen und in Zukunft deine Nachrichten zweimal checken. Vor allem den Verteiler. Und ja, wir alle machen mal Fehler, deswegen wirst du auch diese Situation irgendwie überstehen.