Passt du zur Flughafen München GmbH? – Der kununu Arbeitgebercheck

Bist du noch auf der Suche nach dem besten Arbeitgeber für dich? Möchtest du wissen, bei welchem Arbeitgeber Bestnoten nicht Einstellungsvoraussetzung sind, Azubis fast immer übernommen werden und obwohl das Gehalt nicht überdurchschnittlich gut ist, Mitarbeiter trotzdem gerne zur Arbeit gehen wollen? Wir helfen dir dabei.

Mit dem kununu Arbeitgebercheck geben wir euch regelmäßig detaillierte und echte Einblicke in spannende Unternehmen. Welche Berufsbilder gibt es? Welche vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten und außergewöhnlichen Benefits werden geboten? Wo kommt sogar bei der Arbeit echtes Urlaubsfeeling auf? Kurz gesagt: Was macht den Arbeitgeber besonders und dadurch vielleicht auch für dich interessant?

Natürlich stellen wir den Unternehmen auch schwierige Fragen. Oder hast du dich im Bewerbungsgespräch schon einmal getraut, nachzuhaken, warum so viele neue Mitarbeiter gesucht werden?

Kürzlich haben wir auch schon STRABAG und Playmobil als  Arbeitgeber gecheckt. Schau doch mal vorbei!


Auf unserem Weg zum nächsten kununu Arbeitgebercheck nach München sehen wir immer mehr Flugzeuge am Himmel. Möchte man ganz philosophisch sein, dann wirkt es fast so als würden sie uns den Weg leiten. Den Weg wohin? Zur Flughafen München GmbH natürlich. Im Jahr 1949 gegründet, betreibt sie heute mit ihren Tochtergesellschaften den zweitgrößten Flughafen Deutschlands und sieht sich selbst als Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Genau das ist es auch, was wir bei unserem Besuch überprüfen wollen.  Auch wenn wir zugegebenermaßen gerade von einem Flug zu einem der 266 Ziele, die vom Flughafen München aus angeflogen werden, träumen.

Begrüßt werden wir von der Leiterin des Arbeitgebermarketings der Flughafen München GmbH, Caroline Kaindl, und Pascal Bruckert, Solution Manager im IT Bereich. Mit einem schicken Elektroauto fahren wir zur Besucherausweisstelle, um danach unser Interview mit Pascal Bruckert und Caroline Kaindl in einem Café des Flughafens zu führen.

 

 

Die Flughafen München GmbH wird von kununu Usern mit einem überdurchschnittlichen Score von 4,33 Sternen bewertet. Gelobt werden unter anderem die tolle Arbeitsatmosphäre, der starke Kollegenzusammenhalt und die vielen Zusatzleistungen. Wie letztere genau aussehen und ob die Wirklichkeit ebenso rosig ist, wollten wir natürlich gleich erfahren und haben deswegen für dich nachgefragt.

kununu: Wie sehen die Benefits der Flughafen München GmbH aus?

Caroline Kaindl: Sehr vielfältig, genau wie unser Unternehmen. Die Arbeitsatmosphäre an einem Flughafen allein schon ist etwas ganz Besonderes. An Zusatzleistungen gibt es beispielsweise einen großzügigen Verpflegungszuschuss für Kantinen und Betriebsrestaurants. Als weitere Extras gibt es – dort, wo es betrieblich möglich ist – flexible Arbeitszeiten und Home Office. Wir haben ein wirklich großes Gesundheits- und Sportangebot, das schon mehrfach ausgezeichnet wurde, außergewöhnliche Events, Jobtickets, ein breites Weiterbildungsangebot, ein Onboarding-Programm, Reiseportale und Angebote der Flughafenshops – da bleiben keine Wünsche offen.

kununu: Würden Sie den Flughafen München als familienfreundlichen Arbeitgeber bezeichnen und wenn ja, wieso?

Caroline Kaindl (lacht): Wir wurden gerade erst unter anderem von kununu und freundin als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Überall, wo es möglich ist, wird das Thema Familie bei der Arbeitszeitgestaltung und der Urlaubsplanung berücksichtigt. Wir haben eine Kindertagesstätte namens Airport Hopser, die wir bezuschussen. Wir bieten individuelle Teilzeitmodelle – nicht nur um Erwerbstätigkeit und Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen, sondern auch um die Flexibilität zu geben, ältere Familienangehörige zu betreuen oder zu pflegen. Außerdem unterstützen wir unsere Mitarbeiter mit einem Sozialfonds in familiären Notlagen.

 

kununu: Von Familienfreundlichkeit weiter zur Gleichberechtigung: Wie wird diese gelebt?

Caroline Kaindl: In der gesamten Belegschaft haben wir rund ein Drittel Frauenanteil. Wenn man sich die Führungsebene ansieht, sind etwa ein Viertel aller Positionen mit Frauen besetzt. Wir wollen noch besser werden und fördern Frauen in Führung beispielsweise mit einem Mentoringprogramm. Ein erklärtes personalpolitisches Ziel ist es, noch mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

kununu: Wie sehen die Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen grundsätzlich aus? Sind die Mitarbeiter auf derselben Flughöhe?

Caroline Kaindl: Mit insgesamt knapp 10.000 Mitarbeitern im Flughafen München Konzern und den vielen unterschiedlichen Berufsfeldern gibt es breitgefächerte Entwicklungsmöglichkeiten. Außerdem haben wir unsere eigene „Airport-Academy“, mit einem unschlagbar breiten fachlichen und überfachlichen Weiterbildungsangebot für unsere Mitarbeiter.

 

kununu: Da wir gerade über Führungspositionen gesprochen haben – Wie definieren Sie die Führungskultur bei der Flughafen München GmbH?

Caroline Kaindl: Wir haben als Unternehmen einen Anspruch an Führung formuliert. Darin legen wir beispielsweise großen Wert auf Kommunikation, das Gespräch mit dem Mitarbeiter – eines der wichtigsten Führungsinstrumente. Mit unserem Leadership Excellence-Programm vermitteln wir allen Führungskräften im Konzern ein Leitbild zu Führung am Flughafen München.

Pascal Bruckert: In der IT ist Führung immer ein Miteinander. Wir haben ein Team, das ebenbürtig zusammenarbeitet, aber auch einen Hauptverantwortlichen. Den muss es auch geben.

 

Während wir den Antworten der beiden Mitarbeiter lauschen, bekommen wir zunehmend den Eindruck, dass sie gerne bei der Flughafen München GmbH arbeiten. Das spiegelt sich auch auf kununu wieder: „Besser geht’s nicht!„, „Der beste Arbeitgeber!“ und „starkes Unternehmen – intern und extern“ sind keine seltenen Formulierungen in den Bewertungen unterschiedlichster Abteilungen. Klingt gut? Ist es auch – meistens. Denn trotz dem Lob wird auch Kritik laut, dass man mehr auf individuelle Bedürfnisse eingehen sollte und den Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung übertragen sollte. Deswegen interessiert es uns umso mehr, wie die Flughafen-Stadt ihre Mitarbeiter bei Laune hält.

kununu: Stichwort Burn- oder Bore-Out: Wie werden Mitarbeiter der Flughafen München GmbH bei Laune gehalten?

Caroline Kaindl: Bei uns ist kein Tag wirklich wie der andere und durch spannende und vielfältige Aufgaben ist man immer neu gefordert. Wir legen dabei viel Wert auf Arbeitsbedingung, in denen sich Leben und Arbeiten gut verbinden lässt. So bleiben unsere Teams leistungsfähig und die Stimmung und Einstellung zur Arbeit positiv. Außerdem führen wir regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch, in der eine hohe Zufriedenheit und Verbundenheit der Belegschaft ans Unternehmen bestätigt wird.

kununu: Klingt ja alles toll – Wie wird man zum Flughafenmitarbeiter und wie kann man bei der Bewerbung überzeugen?

Caroline Kaindl: Ich habe selbst nie an einen Flughafen als Arbeitgeber gedacht, war aber beim ersten Kontakt mit dem Flughafen gleich unglaublich fasziniert. Man muss allerdings kein Modellflugzeug zuhause haben. Gebraucht wird vielmehr die Fähigkeit zum vernetzenden und übergreifenden Denken und Interesse für das Gesamtsystem Flughafen und Luftverkehr.

 

Jene Faszination scheinen auch noch andere Bewerber wahrgenommen zu haben. Das Geheimrezept der Personaler der Flughafen München GmbH? Angenehme, offene Gespräche, bei denen man gute Einblicke in die Arbeitswelt bekommt und laut kununu-Usern sofort mit viel Herzlichkeit im Team willkommen geheißen wird. Trotzdem merken Bewerber oft an, dass man nach Interviews keine Rückmeldung bekommt und sich der Bewerbungsprozess sehr in die Länge zieht. Ein Grund dafür, dass manche Stellen schwierig sind zu besetzen?

kununu: Gibt es zurzeit Stellen, die sehr schwierig zu besetzen sind?

Caroline Kaindl: Ja. Wir haben einen enorm starken Bedarf in der IT. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man sieht, wie viele Projekte und Systeme da allein durch die digitale Transformation entstehen. Mehr erfahren Interessierte übrigens unter munich-airport.de/it-jobs, dort finden sie auch jede Menge aktueller Jobangebote. Aber auch in anderen Bereichen, wie der Technik sowie der Passagier- und Flugzeugabfertigung haben wir Bedarf.

 

 

Wir trinken noch in Ruhe unseren Kaffee aus und machen uns dann auf den Weg hinter die Kulissen der Flughafen München GmbH. Aber vorher geht es – du kannst es dir schon denken – durch die Sicherheitskontrolle. Und diese läuft genauso ab, wie jene auf dem Weg zum Urlaubsflieger. STOOOOOOP, noch nicht durch den Körperscanner gehen! Jetzt! Piep! Bitte die Schuhe ausziehen! kununu durfte dann doch noch weitergehen – puh, der Schmuggel des Jeansknopfs ist nicht aufgefallen. Die IT steckt übrigens laut Pascal Bruckert zwar fast in jedem noch so kleinen Baustein der Flughafen München GmbH, die Sicherheitskontrolle wird jedoch nicht von ihr betreut. Als wir unseren Weg zur Zentrale des Gepäckmanagements fortsetzen, bekommen wir die Gelegenheit, um Pascal Bruckert mit unseren Fragen rund um seinen Job zu löchern.

 

Pascal Bruckert: Wir haben viele Systeme, die den Betrieb des gesamten Flughafens sicherstellen. Der Betrieb erstreckt sich auch über die Nacht – 24/7. Wir betreuen ein breites Spektrum von Konzeption über die Architekturherstellung bis hin zum Betrieb. Jede Flugbewegung und damit verbundene Tätigkeiten wie Be-/Entladung werden in einem System von uns disponiert. Die Daten werden an die Fluggesellschaft weitergegeben oder an Abfertiger (z.B. Check in, Cleaning), die dann wiederum diese Daten ergänzen oder in Ihren eigenen Systemen weiterverarbeiten. Die Gepäckförderanlage hat ebenfalls Daten von uns.

kununu: Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Job bei der Flughafen München GmbH gekommen?

Pascal Bruckert: Ich habe während des Studiums schon hier gearbeitet. Mein Vorgesetzter hat mich von Anfang an gefördert und mich schließlich auf eine Stelle hingewiesen, auf die ich mich ganz offiziell beworben habe. Mit Blick auf die Mitarbeiterbindung ist das optimal gelaufen.

 

 

Caroline Kaindl und Pascal Bruckert öffnen zielsicher 1000 Türen und auf einmal befinden wir uns nicht mehr zwischen Touristen, sondern in der zentralen Leitstelle für Gepäckmanagement. Dort werden wir von Wolfgang Hofstaller empfangen, der uns erklärt, dass es noch eine weitere Dependance im Terminal 1 gibt, weil dort eine andere Systematik für die Logistik vorherrscht. Insgesamt gibt es im Flughafen München eine Gepäckförderstrecke von rund 70 Kilometern. Ganz schön lang, nicht? Damit dein Gepäck trotzdem pünktlich zum Abflug in deinem Flugzeug liegt, fährt es mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde.

 

Wolfgang Hofstaller: Gepäck: Pro Tag laufen da an die 100.000 Gepäckstücke durch.

Pascal Bruckert: Die Systeme, die der Kollege da gerade zeigt, sind alle von uns selbst gebaut.

Wolfgang Hofstaller: Das ist unser großer Vorteil. Wir können unseren Entwicklern direkt sagen, was genau der Bedarf ist und das wird dann quasi für uns maßgeschneidert. Der Weg ist sehr kurz. Nur die Software für die Gepäckförderanlage ist nicht von uns, alles andere haben unsere eigenen Entwickler gebaut.

 

 

Am linken Rand des Bildes sieht man übrigens die Transportwege, die ein Koffer innerhalb des Flughafens zurücklegen kann. Sieht fast so wie ein grün-weißer U-Bahn-Plan aus, oder? Wolfgang Hofstaller erklärt uns, warum du dir trotzdem sicher sein kannst, dass dein Koffer immer in die richtige „Bahn“ springt.

kununu: Was muss passieren, damit der eigene Koffer auch sicher im Flugzeug landet?

Wolfgang Hofstaller: Wir haben mehrere Kriterien: Da ist erstens das Röntgen, wo gescreent wird, ob zum Beispiel Waffen im Gepäck sind. Danach wird der Koffer mit der Transportwanne „verheiratet“. Ein Koffer darf nie verladen werden, wenn der Passagier nicht im Flugzeug ist.

kununu: Was muss man denn eigentlich gelernt haben, um Ihren Beruf ausüben zu können?

Wolfgang Hofstaller: Die Leute, die hier arbeiten, kommen eigentlich aus allen möglichen Bereichen. Wir haben alle ein spezielles Trainingsprogramm absolviert, das eint uns. Für jeden einzelnen Platz braucht man dann nochmal extra eine Ausbildung, die mit einer praktischen Prüfung vor Ort beendet wird. Das sind rein spezifische Jobs. Das gibt es nicht an vielen Orten.

 

Erneuter Standortwechsel. Wir verlassen den Keller und kehren mit dem Elektroauto zum Information Security Hub zurück. Nun lernen wir eine Kollegin kennen, die für die Planung und das Marketing des Information Security Hubs der Flughafen München GmbH zuständig ist.

 

 

„Wir wollten die Flughafen München GmbH als Arbeitgeber noch attraktiver für IT-Spezialisten machen, aber auch eigene Mitarbeiter noch professioneller schulen. Das Projekt Information Security Hub startete im Dezember 2017 und nach und nach wurde eine ultramoderne Test- und Übungsumgebung geschaffen, in der IT Experten Anwendungen erproben oder sich gegen Cyberbedrohungen von morgen vorbereiten.“

 

Von der Licht- und Tontechnik konnten wir uns gleich selbst überzeugen. Wir wurden jedoch nicht wie bei der Simulation eines Hackerangriffs mit roten Lichtern und einem Alarm unter Stress gesetzt. Schließlich hätten wir uns dann sowieso nicht zu helfen gewusst. Aber genau das sollen die Experten vor Ort ja auch trainieren.

 

 

Am Ende unseres Besuchs der Flughafen München GmbH nahm sich Pascal Bruckertnoch einmal besonders viel Zeit für uns.

kununu: Auf welche Herausforderung in Ihrem Job freuen Sie sich in nächster Zeit am meisten?

Pascal Bruckert: Wir brauchen mehr Personal. Das ist tatsächlich die größte Herausforderung. Wir sind außerdem dabei, ein internes Customer Relationship System aufzubauen. Eine tolle Erfahrung, die mittlerweile von einem Erfolg gekrönt wurde, ist die Entwicklung einer flughafenübergreifenden App für Passagiere namens PASSNGR.

kununu: Glauben Sie, dass der Großteil der Arbeit am Flughafen irgendwann von Robotern erledigt wird?

Pascal Bruckert: Nein. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass ein weiter Teil automatisiert werden kann. Aber es gibt gewisse Bereiche, da wird es einfach nicht gehen. Man wird immer einen Menschen brauchen, den man ansprechen kann.

 

 

kununu: Gibt es bei Ihnen einen normalen Arbeitsalltag?

Pascal Bruckert: Es gibt einen normalen Arbeitstag und der wird nie langweilig. Mein Arbeitsbereich ist getrieben von konzeptioneller Arbeit, Besprechungen in Teams und so weiter. Sofern es Probleme – und sei es nur ein kleiner Störfaktor – gibt, dann haben die absolut Vorrang und verändern den Arbeitstag massiv. Zum Beispiel dann, wenn die Gepäckförderanlage steht. Das sind aber nur Extremsituationen. An jedem Tag ist wichtig, dass wir dem Passagier die beste Betreuung bieten.

 

Dass jeder Tag abwechslungsreich ist, bestätigen uns auch die kununu-User: „Da der Flughafen eine mittlere Stadt ist, kommen die verschiedensten Anforderungen, die es zu lösen gilt.“ Klingt spannend? Noch mehr interessante Jobs in der Welt der Flughafen München GmbH findest du unter munich-airport.de/karriere.

Aber bevor du dich ans Tippen von Bewerbungsschreiben machst, sagen wir erstmal Danke an die Flughafen München GmbH und hoffen, dass die Arbeitgeberbewertungen auf kununu auch weiterhin in so luftige Höhen fliegen!