Mit diesen Tipps sicherst du dir mehr Einfluss im Job

Einflussreiche Mitarbeiter können sich viele Vorteile im Arbeitsalltag sichern. Doch wie motiviert man andere dazu die eigenen Ideen zu unterstützen und wird zur ersten Ansprechperson für Kollegen, die nach beruflichem Rat suchen? Rebecca Knight hat in der Harvard Business Review Experten-Tipps veröffentlicht.

Wozu andere beeinflussen?

Wer Einfluss hat, findet Gehör bei Vorgesetzten und Kollegen und kann sich in entscheidenden Situationen, wie in der Gehaltsverhandlung, besser durchsetzen. Doch warum eigentlich? „Einflussreiche Mitarbeiter erreichen mehr für Projekte, die ihnen wichtig und für die sie verantwortlich sind“, das bedeutet in weiterer Folge auch, dass „sie auffallen und dadurch bei Beförderungen und Gehaltserhöhungen davon profitieren“, sagt Dorie Clark, Autorin und Marketing-Expertin.

Dabei ist es in der modernen Arbeitswelt gar nicht so einfach, andere zu erreichen. Eine Flut an Informationen ebenso wie das Tempo unserer digitalen Lebensweise haben zu einer verkürzten Aufmerksamkeitsspanne geführt. Deshalb sei es laut Nick Morgan, Sprachcoach und Autor, „wichtiger denn je Einfluss zu nehmen, um gemeinsame Ziele zu erreichen“. Rebecca Knight hat in der Harvard Business Review ein paar Tipps der beiden Experten gesammelt.

6 Experten-Tipps für mehr Einfluss im Job

1. Baue Beziehungen auf

In der Regel macht es ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten wahrscheinlicher, dass andere dich und deine Ideen unterstützen. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich verstellen musst, damit dich die gesamte Belegschaft mag. Es reicht schon ein gutes Standing im Team zu haben, um Unterstützung für Initiativen und Projekte zu bekommen und bildet somit die Basis für mehr Einfluss im Job.

2. Hab ein offenes Ohr

Der beste Weg eine Beziehung zu anderen aufzubauen, ist ganz klar: Zuhören. Und am besten gelingt das nach Ansicht der Experten, wenn wir anderen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen. Gerade in Zeiten, in denen viele von uns insgeheim To-Do-Listen im Kopf durchgehen oder unser Blick immer wieder auf unser Smartphone wandert, kann es einen großen Unterschied machen, wenn wir uns stattdessen wirklich auf unser Gegenüber konzentrieren. „Ein Hauptgrund für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz ist, dass sich viele Mitarbeiter nicht gehört fühlen“, beschreibt Dorie Clark. Unser Tipp lautet daher: Hab ein offenes Ohr für andere und frage sie aktiv nach ihrer Meinung und um ihren Rat.


„Jeder hat immer ein offenes Ohr.“ – Arbeitgeberbewertung bei Scandio GmbH


3. Achte auf deine Körpersprache

Unsere Körpersprache macht einen großen Teil dessen aus, wie andere uns wahrnehmen und verrät manchmal sogar mehr über uns, als uns lieb ist. Ein gerader Gang wirkt wesentlich selbstbewusster und offener, als hängende Schultern oder ein nach unten gerichteter Blick. Trittst du deinem Gegenüber beispielsweise mit offenen Armen entgegen und hälst Augenkontakt, wirkst du viel zugänglicher und erleichterst somit den Einstieg in ein Gespräch. Tipp Nummer drei lautet daher: Achte auf deine Körpersprache, aber bitte ohne dabei unnatürlich zu wirken oder dich zu verstellen.

4. Teile dein Fachwissen

Soft Skills sind wichtig, aber längst nicht alles. Ein guter Weg um deinen Einfluss am Arbeitsplatz zu erhöhen, ist von anderen als Expertin oder Experte in deinem Unternehmen wahrgenommen zu werden. Dafür musst du dich richtig positionieren und Präsenz zeigen: Teile dein Wissen mit anderen – zum Beispiel in dem du für Kollegen aus anderen Abteilungen Workshops anbietest oder in großen Meetings von aktuellen Projekten und Learnings berichtest. Wenn du dich im Rampenlicht nicht so wohl fühlst, ist eine weitere Möglichkeit deine Expertise und dein Know-How in Form von Onlinebeiträgen zu teilen oder sogar im internen Newsletter oder Firmenintranet.


„Sehr professionell, mit viel Fachwissen und Wohlfühl-Faktor.“ – Arbeitgeberbewertung bei exgenio GmbH & Co. KG


5. Agiere strategisch

Die richtige Strategie und Vorbereitung sind entscheidend. Das kann die einfache Überlegung sein, auf welche Argumentation deine Führungskraft bei der Gehaltsverhandlung wohl am positivsten reagiert und auf welche Gegenargumente du dich vorbereiten solltest. Bis hinzu welche Personen in die Abwicklung eines neuen Projekts involviert sind und du von deiner Idee noch überzeugen musst. Stell dir dabei folgende Frage und lege dir vorab Antworten zurecht: Welche Einwände könnten gegen dein neues Projekt sprechen und wie kannst du andere dazu motivieren dich zu unterstützen?

6. Erreiche gemeinsam Ziele

Einfluss im Job bedeutet nicht plötzlich alles im Alleingang ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen – ganz im Gegenteil. Um Projekte erfolgreich umzusetzen, solltest du holistisch denken und die Bedürfnisse und Perspektiven deiner Stakeholder miteinbeziehen. Hierbei kann es auch nie schaden, anderen in deiner Argumentation aufzuzeigen, welche Vorteile für sie und das gesamte Unternehmen dadurch entstehen. Schließlich solltest du deinen Einfluss am Arbeitsplatz vor allem dazu nutzen, gemeinsam Ziele zu erreichen.

Quelle:

Harvard Business Review