Mieser Tag? Dann stelle dir diese 4 Fragen

Jeder von uns hat schlechte Tage, schon klar. Da helfen auch keine CEO-Frühaufsteher-Tipps zu einem glücklichen Leben, die aus Morgenmuffeln joggende Weltretter machen sollen. Keine Umarmungsrituale mit Kollegen, die wir nicht ausstehen können. Was wirklich hilft? Diese 4 Fragen an dich selbst.

Wir wickeln uns in dicke Schichten Selbstmitleid.

Du hast viel zu wenig geschlafen. Mit den Augen auf halb acht, beim Gedanken an scheinbar unlösbare Aufgaben sinkt deine Laune gegen Null. Nicht mal dein exzessiver Kaffeekonsum kann dich jetzt noch aus deiner Schlechte-Laune-Blase retten, in der du dich am liebsten mit Netflix und Pizza vom Rest der Welt abschotten würdest. Besonders dann, wenn dir auf der Arbeit unliebsame To-Dos entgegen schreien, oder du vielleicht sogar einen Fehler gemacht hast.

Es fällt uns leicht, nach negativen Ereignissen im Job – überhaupt im ganzen Leben – zu suchen und uns in dicken Schichten Selbstmitleid einzuwickeln. Kein Wunder also, dass wir diese Unzufriedenheit auch auf den Ort übertragen, an dem wir meist 40 Stunden oder mehr unserer Zeit verbringen: Unserem Arbeitsplatz. Damit wir uns selber aus dem Negativ-Strudel ziehen können, hat Freelancerin Kate Boogaard Fragen formuliert, die wir uns an solchen Tagen stellen sollten.

#1: Wird sich an diesen Tag überhaupt jemand erinnern?

Ein falscher Klick, ein falscher Mail-Verteiler, ein falsches Nicken: Fehlentscheidungen passieren in Sekunden – und liegen uns danach gefühlte Jahre als Stein im Magen. Wenn du dich das nächste Mal aber in einer solchen Situation befindest, schalte einen Gang zurück. Ja, es ist schlimm, was passiert ist. Ja, es wird Ärger geben und ja, es wird sicherlich unangenehm.

Aber Hand aufs Herz: Wird sich in einer Woche wirklich noch jemand an diesen Vorfall erinnern? Oder überhaupt noch am Ende des Tages? In vielen Fällen neigen wir dazu, unserer inneren Drama-Queen das Kommando zu überlassen und den Bezug zur Realität zu verlieren. Wir steigern uns so sehr in die Katastrophe und in ein mieses Bauchgefühl, dass wir überhaupt nicht merken, dass alle anderen die Situation längst vergessen haben. Also: Move on.

#2: Was würdest du anders machen?

Eine weitere Frage, die du dir nach negativen Momenten stellen solltest, lautet: Was würde ich anders machen? Nicht falsch verstehen, dieser Denkanstoß soll dich nicht mit voller Wucht in das Was-wäre-gewesen-wenn-Loch katapultieren oder in Selbstzweifel verstricken. Es geht vielmehr darum zu klären, ob du A überhaupt etwas für das Problem kannst und wenn ja, ob du B etwas aus diesem Fall für zukünftige Situationen mitnehmen kannst und diesen nicht noch einmal begehst.

#3: Was ist gut gelaufen?

Und damit dich die negative Stimmung nicht einfängt, überlege dir konkret, was an diesem Tag schon gut gelaufen ist. Denn mal ehrlich: Jeden Tag passieren so viele kleine schöne Dinge, denen wir kaum Beachtung schenken und die wir als selbstverständlich ansehen. Fokussierst du dich auf genau diese Details, dann wird sich deine innerer Einstellung zu deinem Tag bessern. Versprochen!

#4: Then why worry?

Vielleicht kommt dir diese Phrase bereits bekannt vor. Sie stammt vom hinduistische Priester Gaur Gopal Prabhu, der mit einem ganz simplen Konzept an unsere innere Einstellung appelliert. [1] Wenn es ein Problem in deinem Leben oder eben in deinem Berufsalltag gibt, dann überlege: Kann ich daran etwas ändern? Wenn ja, warum sorgst du dich dann. Wenn nein, warum sorgst du dich dann?

Quellen:

[1] huffingtonpost.de