Kündigungsfristen Schweiz

Kündigungsfristen für Arbeitnehmer in Österreich

Sie möchten Ihren Job kündigen? Wir verraten Ihnen, welche Kündigungsfristen Sie als Arbeitnehmer einhalten sollten, um finanzielle Einbußen zu vermeiden.

Üblicherweise 1 Monat Kündigungsfrist

Die Kündigungsfristen für Arbeitnehmer in Österreich betragen in der Regel 1 Monat. Ausnahmen gelten dann, wenn Ihr Dienstvertrag oder Kollektivvertrag eine andere Regelung vorsieht. Üblich ist etwa, dass Führungskräfte Kündigungsfristen von 3 oder 6 Monaten einhalten müssen. Ihre Kündigungsfrist als Arbeitnehmer darf vom Arbeitgeber auf maximal 6 Monate verlängert werden, allerdings nur dann, wenn sich dadurch gleichzeitig die Kündigungsfrist durch den Arbeitgebers verlängert. Kündigen können Sie als Arbeitnehmer übrigens nur ein unbefristetes Dienstverhältnis. Ein befristetes Dienstverhältnis kann nur dann gekündigt werden, wenn Sie dies mit Ihrem Arbeitgeber so vereinbart haben. Während einer vereinbarten Probezeit (Dauer: maximal 1 Monat, bei Lehrlingen 3 Monate) können Sie Ihr Dienstverhältnis jederzeit ohne Kündigung bzw. somit auch ohne Kündigungsfrist auflösen.

Kündigung mit Monatsletzten

Kündigen kann man, sofern nicht anders vereinbart, jeweils mit Monatsletzten. Ob Sie mündlich oder schriftlich kündigen, ist nicht gesetzlich geregelt, Ausnahmen stehen im Kollektivvertrag oder Dienstvertrag. Gezählt wird der Tag, an dem Ihr Arbeitgeber von der Kündigung erfährt. Schicken Sie die Kündigung per Post, zählt der Tag, an dem Ihre Kündigung eingelangt ist. Man kann auch früher kündigen, allerdings jeweils für den Monatsletzten, sofern auch hier nicht anders vereinbart. Beispiel: Sie haben 1 Monat Kündigungsfrist und möchten mit 30.04. Ihr Dienstverhältnis beenden. Kündigen müssen Sie dann spätestens am 31.03., Sie können aber z.B. auch schon am 25.3. den 30.04. als Kündigungstermin bekannt geben.

Negative Folgen bei Nichtbeachtung der Kündigungsfristen

Halten Sie sich nicht an die Kündigungsfristen, kann dies negative Folgen haben. Sie könnten beispielsweise Ihren Anspruch auf Sonderzahlungen oder Urlaubsersatzleistungen für das laufende Jahr verlieren. Achtung: Wenn Sie als Arbeitnehmer kündigen, haben Sie 4 Wochen lang keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Ausnahmen gibt es dann, wenn „berücksichtigungswürdige Gründe“ vorliegen. Einigen Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber auf eine einvernehmliche Lösung, haben Sie sofort nach Beendigung Ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Arbeitslosengeld. Weiters gibt es die Möglichkeit, Ihr Dienstverhältnis durch einen Austritt mit sofortiger Wirkung zu beenden. Anspruch auf eine Kündigungsentschädigung (Abfertigung, Urlaubsersatzleistungen, Fortzahlung des Gehalts während der fiktiven Kündigungsfrist etc.) haben Sie allerdings nur bei einem berechtigten Austritt. Stellt sich Ihr Austritt als unberechtigt heraus, verlieren Sie diese Ansprüche. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Arbeiterkammer.