Zum Inhalt springen

Karriere & Arbeitsleben

Neue Umfrage: Viele Kündigungen dauern nur fünf Minuten

von Anna W.
Veröffentlicht:  10. Juli 2026, 07:30
2 min
Ein Business Mann sitzt auf einem Sessel und guckt konzentriert auf einen Zettel

Wer seinen Job verliert, erinnert sich oft nicht nur dass gekündigt wurde, sondern vor allem wie. Genau darin liegt für Unternehmen ein oft unterschätztes Problem. Während laut einer aktuellen Haufe-Umfrage rund 40 Prozent der Kündigungsgespräche nur bis zu fünf Minuten dauern, zeigen kununu-Daten: Ein schlechtes Offboarding kann der Arbeitgebermarke langfristig schaden.

Kündigungen dauern oft nur wenige Minuten

Eine Kündigung gehört zu den schwierigsten Gesprächen im Berufsleben. Trotzdem berichten viele Beschäftigte, dass diese Gespräche erstaunlich kurz ausfallen. Laut Haufe dauert rund jedes zweite Kündigungsgespräch höchstens zehn Minuten, etwa 40 Prozent sind sogar nach fünf Minuten oder weniger beendet.

Zwei Frauen führen ein ernstes Gespräch
Die reine Gesprächsdauer muss zwar nicht automatisch schlecht sein. Entscheidend ist vielmehr, wie respektvoll, transparent und wertschätzend die Trennung erlebt wird.

Schlechtes Offboarding hinterlässt Spuren

Dass die letzten Tage im Unternehmen einen großen Unterschied machen, zeigen aktuelle kununu-Daten deutlich.

Beschäftigte, die ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Offboarding bewerten, empfehlen ihren ehemaligen Arbeitgeber deutlich seltener weiter. Während Unternehmen insgesamt auf eine durchschnittliche Weiterempfehlungsquote von 71,4 Prozent kommen, liegt sie bei Bewertungen mit Offboarding-Bezug nur noch bei 20,1 Prozent.

Der letzte Eindruck bleibt also oft länger in Erinnerung als viele Jahre davor.

Nicht die Kündigung ist das Problem – sondern der Umgang damit

Eine Trennung gehört zum Arbeitsleben dazu. Ob Mitarbeitende das Unternehmen anschließend positiv oder negativ in Erinnerung behalten, entscheidet sich häufig in den letzten Gesprächen.

Wer transparent kommuniziert, Fragen beantwortet und Beschäftigten respektvoll begegnet, kann selbst eine schwierige Situation professionell gestalten. Fehlen dagegen Wertschätzung oder klare Kommunikation, wirkt sich das häufig auch auf die Wahrnehmung des Arbeitgebers aus.

Warum gutes Offboarding heute wichtiger ist denn je

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels endet die Beziehung zwischen Unternehmen und Beschäftigten nicht mit dem letzten Arbeitstag. Ehemalige Mitarbeitende teilen ihre positiven Erfahrungen in ihrem Umfeld oder kehren später sogar als Bewerber:innen zurück.

Ein professionelles Offboarding ist deshalb längst mehr als ein formaler Abschluss – es gehört zu einer guten Arbeitgebermarke genauso dazu wie ein gelungener Bewerbungsprozess.