Keinen Bock? So bekämpfst du den grauen Arbeitsblues

Wir haben’s kapiert: Wer erfolgreich in den Tag starten will, der muss um 5 Uhr aufstehen, 2 Stunden meditieren und erstmal einen veganen Grünkohl-Smoothie frühstücken. Really? Diese tollen Lebenstricks sind weiter von der Realität entfernt als die White Walker in der ersten Game-of-Thrones-Staffel von der Mauer. Zeit also für kleine Hacks, die du wirklich umsetzen kannst – selbst wenn morgens dein bester Freund die Snooze-Taste ist.

#Wieso sind wir gerade jetzt so schlecht drauf?

Auch wenn das neue Jahr schon angefangen hat, offizieller Frühlingsanfang ist erst am 20. März. Und deswegen hängt der Winterblues irgendwie noch in den grauen Wolken und Straßenpfützen und saugt sich in den Socken fest. Die dunkle Stimmung macht uns dauermüde, wir sind leistungsschwächer und haben auf nichts Lust. Mangelndes Sonnenlicht ist sogar Ursache für saisonal abhängige Depressionen. Denn das Hormon Melatonin beeinflusst unseren Tag-Nacht-Rhythmus, und senkt das Gute-Laune-Hormon Serotonin[1]. Fühlst du dich gerade, als wärst du in ein Schlechte-Laune-Loch gefallen? Keine Sorge, mit unseren Tipps kletterst du da ganz schnell wieder raus. Falls du jedoch das Gefühl hast, schon länger im Regen zu stehen und dass du gar nicht mehr aus deinem Stimmungstief heraus kommst, solltest du dies ernst nehmen und in Erwägung ziehen, professionellen Rat einzuholen.

#Mach’ mal Diät

Richtig gehört. Keine Sorge, niemand verlangt von dir, auf Nutella und Pommes zu verzichten – das wäre unmenschlich. Anstatt Low-Carb reden wir von Low-Phone. Instagram, Facebook und Co. sind an Null-Bock-Tagen schlimmer als Zucker und Fast-Food. Eine britische Studie zeigt, dass der durchschnittliche Smartphone-Nutzer pro Tag 214 Mal auf sein Display schaut[2]. Immer konfrontiert mit den schönsten Orten der Welt. Präsentiert von Menschen, die – Photoshop und Insta-Filter sei Dank – schöner, erfolgreicher und überhaupt viel glücklicher sind als du. Klar, dass der Himmel über deiner Stadt da noch grauer, die Hausfassaden dreckiger und dein Leben insgesamt trostloser erscheinen. Aber hey, nimm die Internetscheuklappen ab. Versuche, die Straßen auf dem Weg zur Arbeit mit anderen Augen zu sehen. Schon bemerkt, wie schön sich die Lichter deiner Stadt in Regentropfen spiegeln? Oder ist dir schon das kleine Café an der Ecke aufgefallen?

#Merci beaucoup!

Wenn du einen Blick nach links und rechts riskierst, wird dir etwas auffallen: Du glaubst, dein Leben läuft gerade nur bergab. Aber es gibt so viele Menschen, die gerne mit dir tauschen würden. Viel zu schnell vergessen wir, was wir haben. Sind nur auf der Suche nach Dingen, die wir noch nicht besitzen. Gerade dann, wenn uns in unsrer Netflix-Kuschelecke die Entscheidung nach der spannendsten Serie und dem besten Pizzalieferanten, als die größten Sorgen des Lebens vorkommen. Versuche auf dem Weg zur Arbeit darüber nachzudenken, was dich in deinem Leben glücklich macht, und wofür du dankbar bist. Du wirst merken, dass sich ganz heimlich ein warmes Bauchgefühl einschleicht und vielleicht sogar ein kleines Lächeln.

#Negative Laune ist ansteckend

Und deswegen gibt’s für keine-Lust-auf-nix-Tage diesen wertvollen Tipp: Du kannst die Menschen um dich herum nicht ändern. Aber du kannst die Menschen um dich herum ändern. Dieser Spruch für’s Leben stammt von den Minimalisten Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus und er ist so simpel wie wahr.[3] Menschen, die dich kritisieren, nur von sich und ihrem perfekten und erfolgreichen Leben berichten, und kein offenes Ohr für deine Gedanken haben, werden deine Laune nicht verbessern. Auch Lästertiraden, Miesepeter und undankbare Vibes werden hartnäckiger an dir haften bleiben, als alter Kaugummi auf Asphalt. Und mal ehrlich: Brauchst du solche Menschen überhaupt in deinem Leben? Vielleicht wird es Zeit, einige deiner 300 Facebook-Freunde auszusortieren und sich auf die Menschen zu konzentrieren, die dich dauerhaft glücklich machen. Dass diese Personen aber auch mal einen schlechten Tag haben dürfen, ist natürlich klar.

#Und jetzt?

Geht’s dir ein bisschen besser? Falls nicht, dann gönn dir einen Mental-Health-Day oder überlege genau, warum du unglücklich bis. Hast du dauerhaft das Gefühl, dein Arbeitsplatz ist schuld an deiner miesen Laune, dann hilft nur eins: Räum deinen Schreibtisch. Denn wenn du deinen Arbeitsplatz nicht ändern kannst – dann kannst du immer noch deinen Arbeitsplatz ändern. Auf kununu findest du einen neuen Arbeitgeber, der wirklich zu dir passt und dich glücklich macht!

 

 

Quellen:

[1 ]gesund.at
[2]mobile-zeitgeist.at
[3] theminimalists.com